Frau verlangt Geld für Brust-OP zurück
07.02.2012 | 16:05 Uhr 2012-02-07T16:05:00+0100
Dortmund. Für eine geplante Brustverschönerung hatte die Frau eigens einen Kredit in Höhe von 4000 Euro aufgenommen. Nun will sie das Geld zurück. Der Eingriff kam nie zustande, weil die Frau am Morgen der OP das Weite suchte – sie sollte in einer ganz anderen Klinik operiert werden.
Ihr sehnlichster Wunsch war der Frau 4000 Euro wert: So viel sollte die Verschönerung ihrer Brust kosten. Der Kredit wurde dem Ehepaar sofort an Ort und Stelle in der Schönheitsklinik am Westfalendamm vermittelt. Jetzt will die Frau vor Gericht ihr Geld zurück: Die OP hat nie stattgefunden, weil die Frau am Morgen des geplanten Eingriffs das Weite suchte.
Unstrittig ist: An jenem 16. März 2011 kam sie in Begleitung ihres Ehemannes um sieben Uhr früh in der Klinik an. Und hörte dort, dass sie zur Operation in ein anderes Krankenhaus nach Schwerte gebracht werden sollte. Strittig ist nun, ob das Ehepaar über diese Verlegung informiert wurde. Der Ehemann sagt dazu: „Es war nie die Rede davon, dass der Eingriff woanders stattfinden soll.“
„Narkoseturm“ war noch nicht da
Wohl sei man im Vorfeld über die Verschiebung der OP unterrichtet worden. Als Grund sei der fehlende „Narkoseturm“ genannt worden, dessen Ankunft man täglich erwarte. Eine andere Klinik sei indes nie im Spiel gewesen. Amtsrichter Börstinghaus merkte dazu an: „Man muss sich nicht darauf einlassen, einfach woanders hingebracht zu werden.“
„Das Ehepaar wusste, dass der Eingriff in Schwerte erfolgen sollte“
Nun behauptet ein bei Gericht und Ordnungsamt wohlbekannter kaufmännischer Mitarbeiter der Klinik, der sich nach eigener Aussage auch um die Finanzierung kümmert, folgendes: „Ich habe insgesamt drei Gespräche geführt. Und habe Herrn K. dabei auch gesagt, dass wir nächste Woche eventuell in Schwerte operieren werden.“ Daher habe er das Ehepaar auch extra schon um sieben Uhr bestellt. „Ich wollte mit ihnen nach Schwerte fahren, damit sie die Klinik nicht extra suchen müssen.“ Das gesamte OP-Team sei bereits vor Ort gewesen. Ein schriftlicher Vertrag, so sagten beide Seiten, ist nie geschlossen worden.
„Ich bin geheilt“
Ob in Dortmund oder Schwerte – „Ich bin geheilt“, sagte die Frau am Rande des Prozesses, dass sie mit Schönheitsoperationen nichts mehr zu tun haben will. Am 13. März will Amtsrichter Ulf Börsinghaus ein Urteil verkünden.
19:53
Typisch Frau, heute hü, morgen hot.
Die hälfte sollte Sie schon zahlen, aber das Krankenhaus hat ja auch gespart.