Das aktuelle Wetter Dortmund 11°C
Passagierzahlen

Langsamer Steigflug am Flughafen Dortmund mit etwas mehr Passagieren

13.09.2011 | 11:58 Uhr

Dortmund.Der Flughafen Dortmund hat nach eigenen Angaben in den ersten acht Monaten des Jahres 2011 insgesamt 1,19 Millionen Passagiere abgefertigt. Im Vergleichszeitraum 2008 waren es 1,17 Millionen Reisende. Die Zahlen präsentierte der Dortmund Airport unter anderem dem Aufsichtsrat.

Mit Blick auf das Jahresende hält Dortmunds Flughafenführung an der Prognose von 1,76 Millionen Passagieren für 2011 fest. Das entspreche einem Zuwachs von 1,2 Prozent im Vergleich zu 2010. „Wir sind zuversichtlich, dass wir trotz des schwierigen Umfelds in diesem Jahr den langsamen Steigflug fortsetzen können“, sagte Flughafengeschäftsführer Markus Bunk während der Aufsichtsratssitzung.

Zudem habe das Gremium eine marktgerechte, moderate Erhöhung der „Aviation“-Entgelte unter anderem im Charterbereich beschlossen. Aviationeinnahmen sind die Gebühren, die Fluggesellschaften für Starts und Landungen analog der seit 2009 gültigen Entgeltordnung an den Dortmund Airport zahlen.

Familien-Projekt startet im Herbst

Darüber hinaus will der Flughafenbetreiber im Herbst das Dortmunder Programm „FamUnDo“ starten. Die Abkürzung steht für „Familienbewusste Unternehmen in Dortmund“. Ziel sei es, Familie und Beruf optimal miteinander vereinbaren zu können. Mit diesem Projekt will Bunk die Zufriedenheit der Kollegen „und damit auch die Wettbewerbsfähigkeit des Flughafens auf diesem Gebiet langfristig sichern.“ Insbesondere mit Blick auf den zunehmenden Fachkräftemangel würden die Betriebe durch FamUnDo beispielsweise von geringerer Fluktuation ihrer Beschäftigten und höheren Rückkehrquoten aus der Elternzeit profitieren.

Das Programm orientiere sich in der Methodik am Projekt Ökoprofit, das seit 2000 in Dortmund umgesetzt wird. Auch der Flughafen Dortmund konnte nach eigener Darstellung damit ab 2006 sein Umweltmanagement verbessern. Kooperationspartner für FamUnDo sind neben dem Familien-Projekt der Westfalenmetropole auch die IHK sowie die Handwerkskammer Dortmund unter Federführung der städtischen Wirtschaftsförderung. Bis 2013 soll ein entsprechender Maßnahmenkatalog entwickelt worden sein.

Alle weiteren Informationen zum Flughafen Dortmund gibt es >>> in unserem Spezial.

DerWesten

Facebook
 
Kommentare
05.10.2011
01:21
Langsamer Steigflug am Flughafen Dortmund mit etwas mehr Passagieren
von Paul1 | #1

Toll, von 1,17 auf 1,19 Millionen, das ist ja nun wirklich fast nichts. Man muss sehen, wie man den Flughafen wirtschaftlich bekommt, aber ich halte das für Träumerei. Die langfristige Tendenz beim Ölpreis ist bekannt, und der Flugverkehr ist davon mehr als alle anderen Verkehrsmittel betroffen.
Auf Steuergeschenke wie die deutlich geringere Besteuerung von Kerosin gegenüber Auto- Benzin kann man sich langfristig auch nicht verlassen. So etwas ist ja nur mit einer gewissen Lobbymacht durchsetzbar. Und wenn der Markt insgesamt durch ohnehin steigende Ölpreise kleiner wird, werden Fluggesellschaften wegen geringerer Fluggastzahlen wirtschaftlich unbedeutender und haben somit weniger Lobbymacht. Es ist doch völlig klar, jede Erhöhung von Flugpreisen bringt weniger Passagiere, insbesondere in diesem Markt. Autos oder auch die Bahn sind für das normale Leben für viele schwer verzichtbar, Flugzeuge nicht, da sie nur bei Geschäftsleuten im Alltag benötigt werden. Das heißt, sobald es zu teuer wird, verzichten die Leute eher auf das Fliegen als auf das Auto oder die Bahn.
Autos kann man auf Elektroantrieb umstellen, Busse ebenso, Dieselzüge sowieso. Bei Flugzeugen stellt sich das ungleich schwieriger dar. Daher ist das aus heutiger Sicht ein Markt, bei dem ein gewaltiger Sinkflug zu erwarten ist.
Natürlich kann man sagen, dass man die Solarflugzeuge mit zukünftig besseren Solarpanels zu Großflugzeugen ausbauen kann, wobei der Solarantrieb immer dann angewendet wird, wenn sich das Flugzeug über den Wolken befindet, doch bei dem jetzigen Entwicklungsaufwand, der in neue Antriebstechnologien investiert wird (nämlich nahezu keiner), glaube ich kaum, dass man so etwas bis zur Serienreife bekommt, bevor massenhaft Flughäfen und Fluggesellschaften dank hoher Ölpreise eingegangen sind. Zudem ist die Technologie zwar prinzipiell möglich, man darf aber auch die Frage stellen, ob man den Energiebedarf eines Großflugzeugs bei gleichzeitig beschränktem Platz für die Solarpanels auf diese Weise in den nächsten Jahrzehnten decken kann. Zudem sind derart aufwändige Entwicklungen sehr teuer. Und wenn man damit erst anfängt, wenn die Passagierzahlen bereits deutlich sinken, kann man sich das kaum leisten. Es wird ja momentan in überhaupt keine mögliche alternative Antriebstechnologie investiert.
Zudem stellt sich wirtschaftlich ohnehin die Frage, ob ein solcher Standort geeignet für einen gesamtwirtschaftlichen (nicht nur betriebswirtschaftlichen) Flughafenbetrieb ist. Aus wirtschaftlicher Sicht ist ein Standort nahe einer Autobahn und einer schnellen Bahnlinie in der Pampa am sinnvollsten, da hier einerseits eine hohe Erreichbarkeit gewährleistet ist und andererseits wirtschaftliche Schäden von Hausbesitzern auf ein sehr geringes Maß begrenzt werden.
Ein geeigneter Standort wäre etwa die Region um Limburg und Montabaur in Hessen/ Rheinland- Pfalz. Pampa, der Fluglärm stört nicht viele, 300 km/h- ICE- Schnellstrecke, Autobahnen Richtung Rhein/ Main, Rhein/ Ruhr und Koblenz. Der ICE würde etwa von Köln oder Frankfurt dahin jeweils in etwa 30 Minuten fahren, was der Bus vom Dortmunder Hbf zum Flughafen auch braucht. Auf diese Weise muss man Flughafenstandorte festlegen und nicht nach dem Motto, jede Metropole, die etwas auf sich hält, braucht einen dicken Flughafen.

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/5057522/create

UMFRAGE

Sollen Stehplätze in Fußballstadien abgeschafft werden?

 
Aktuelle Fotos und Videos
BVB-Stars heben ab
Bildgalerie
Nationalelf
BVB-Feier am Flughafen
Bildgalerie
BVB
Flughafen Dortmund
Bildgalerie
Fotostrecke
Aus dem Ressort
Flughafen Dortmund vom Easyjet-Rückzug kalt erwischt
Luftverkehr
Der Abflug des britischen Billigfliegers Easyjet aus Dortmund zum kommenden Winterflugplan hat den Flughafen kalt erwischt. Noch im März, auf der Internationalen Tourismusmesse in Berlin, sei davon in Gesprächen mit der Fluggesellschaft nicht die Rede gewesen, so Airport-Marketingchef Guido Miletic.
Foto 9 Kommentare 9
EasyJet streicht 4 von 5 Verbindungen am Flughafen Dortmund
Luftverkehr
Turbulenzen am Flughafen Dortmund: Der Airport kämpft um Rechtssicherheit, womit betriebsbedingte Kündigungen vermieden werden sollen. Billigflieger EasyJet streicht im Winter vier seiner fünf Verbindungen und fliegt nicht mehr von Wickede nach Budapest, Barcelona, Thessaloniki und Mallorca.
Foto 12 Kommentare 12