Flughafen-Ausbau heißt Opposition
03.09.2009 | 20:08 Uhr 2009-09-03T20:08:00+0200Dortmund. Kein Ausbau des Flughafens! Mit dieser Ansage ziehen die Grünen am Montag in Sondierungsgespräche mit der SPD. Sollten Genossen an dieser – im grünen Wahlprogramm definierten – Position rütteln, „dann gibt es für uns nur eine Option: die Opposition.”
Darauf legte sich Fraktionssprecherin Ingrid Reuter am Mittwochabend vor dem Kreisverband fest.
Die Parteizentrale platzte fast aus den Nähten. Keine Sonnenblume passte mehr rein. Die drängende Frage für 50 Funktionäre und Mandatsträger: „Ob der Beschiss von Montag keine Konsequenzen hat?”
Uthemanns Millionenloch im Haushalt und die Arnsberger Haushaltssperre überlagerten die Freude über den Wahlerfolg. Reuter mahnte zu Gelassenheit. Doch die Basis kochte. Dass weder die Rats-SPD noch Sierau von dem Defizit gewusst hätten – „das versteht in der Öffentlichkeit kein Mensch, und ich auch nicht”, so eine Stimme.
Uthemanns Hinweis, den Verwaltungsvorstand gezielt umgangen zu haben, „wirft ein erschreckendes Bild auf ihre Sichtweise einer vertrauensvollen Zusammenarbeit”, sagte Fraktionschef Mario Krüger. Apropos Vertrauen: Viele Grüne haben es nicht mehr. Noch-OB Langemeyer sei „ein Fallensteller”, der „seinen Kompagnon Pehlke” gezielt einsetze, um letztlich am liebsten eine große Koalition zu installieren.
Und: „Das System Langemeyer hat einen Erben – Sierau. Auch der hat schon von wechselnden Mehrheiten gesprochen”, erinnerte ein Basisgrüner und riet: „Falls bei den Koalitionsverhandlungen ein Satz fällt wie 'Am Flughafen müsst ihr euch bewegen', dann sollten wir gehen.”
Eine siebenköpfige Kommission lotet jetzt aus, was mit der SPD geht. Maßgabe des Kreisverbandes: „Die Zusammenarbeit ist dann fortzusetzen, wenn die Inhalte stimmen und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit gewährleistet ist.” Wenn das nicht gelinge, so Mario Krüger – siehe oben: Opposition. „Das ist eine ganz klare Botschaft.”
Grünen Druck bekommen auch die bisherigen Partner in den Stadtbezirken zu spüren. Dort sind alle Koalitionsgespräche ausgesetzt. „Solange wir im Rathaus nicht zu Potte kommen, gibt es keine Aussage über Bezirksbürgermeister oder Stellvertreter”, so Krüger.
11:51
230 Millionen Miese - Flughafen geht baden usw.
Dortmund sollte bald als Dorf Dortmund oder Provinznest geführt werden.
18:14
Und wäre der Flughafen nicht da, wär noch viel mehr Platz für schöne Häuser und Gewerbegebiete.
Und das Ganze noch günstig finanziert über die eingesparten Subventionen für den Flughafen.
14:30
@ AndreasdeNachbar. Schauen sie sich doch einmal an wieviel Neubauprojektre es in Wickede gibt. In keinem einzigen Vorort wurde soviel gebaut wie in Wickede. Wieso eigentlich, wenn der Fluglärm doch so schlim ist.
Auf dem alten Sportplatz Eichwaldstr. wurden vor kurzem erst mehere große Discounter bzw ein großer Supermarkt eröffnet. Merkwürdig, wo doch Ihrer Meinung nach die Menschen aus Wickede abwandern.
14:08
#9
Ich kenne nicht den Originalwortlaut von Frau Reuter.
Hier im Artikel wird nur über den Flughafenausbau geschrieben.
Daraus ziehe ich meine Schlüsse.
EB 70 Wissen Sie mehr?
13:52
Schwarz-Grün,klingt verlockend. Die CDU muß nur auf die längeren Betriebszeiten verzichten, da sie einen Ausbau von vornherein ablehnte.
Das sind doch viel bessere Voraussetzungen für Koalitionsgespräche im Vergleich zur SPD.
Funktioniert nicht auch eine Minderheitsregierung, oder braucht es unbedingt die FDP?
SPD und FDP haben weniger Prozente als CDU und Grüne..
11:47
#4:
Richtig. Kennen Sie noch Cool Runnings?
Drei von vieren im Bob hätten wir schon mit Hengstenberg, Krüger und Dr. Littmann. Jetzt fehlt eigentlich nach Neuwahlen nur noch der Steuermann Poldi.
11:32
Man sollte den Flughafen verbreitern in Richtung B1. Da stehen so viele Gebäude leer, da störte es niemanden. Dieser Flughafen ist eine beispiellose Kapitalvernichtung an Immobilienwerten im Dortmunder Süden und in Unna.
Ich wäre für eine Verlängerung der Startzeiten und von mir aus auch der Landebahn, wenn alle Ratsmitglieder, die dafür sind, in die Einflugschneise ziehen. Von mir aus auf städtische Kosten, macht den Kohl bei 20Mio p.a. auch nicht mehr fett.
Niemand benötigt diesen Flugafen bei vier Alternativen, die innerhalb 1-1,5 Stunden Fahrzeit erreichbar sind.
Die finanzielle Katastrophe Flughafen ist lange da und die Betonköpfe im Bierkasten marschieren immer weiter. Vielleicht fällt ja mal irgendwann ein Flieger in den Phoenixsee...
11:20
Wo lesen Sie das denn heraus??
11:10
Aha, die Grünen scheinen für die BETRIEBSZEITENAUSWEITUNG zu sein!
08:56
Warum nicht auch mit FDP und CDU verhandeln?
Die Gruenen sitzen am längeren Hebel und die SPD braucht dringend eine Regenerationspause.
Fast noch erschreckender als der Betrug an sich ist das mangelnde Unrechtsbewusstsein der Verantwortlichen sowie der SPD-Führung:
Ein Herrschende-Klasse-Denken, das den Bodenkontakt verlore hat.