Fliegerbombe am BVB-Stadion in Dortmund erfolgreich entschärft

An dieser Stelle des Signal Iduna Parks in Dortmund  wurde die Bombe entdeckt.
An dieser Stelle des Signal Iduna Parks in Dortmund wurde die Bombe entdeckt.
Foto: Jörg Bauerfeld
Was wir bereits wissen
Ein Blindgänger wurde Donnerstagmorgen auf dem Gelände des Signal Iduna Parks in Dortmund gefunden. Die Bombe war nach 40 Minuten entschärft.

Dortmund.. Am Stadion in Dortmund wurde Donnerstagmorgen nach gezielter Suche in fünf Metern Tiefe eine Weltkriegsbombe gefunden. Die englische 250-Kilo-Sprengbombe mit Bodenzünder wurde bei geplanten Umbauarbeiten im VIP-Bereich an der Westtribüne des Stadions entdeckt

Die Entschärfung startete um 14.18 Uhr. Um 14.58 Uhr gab Feuerwerker Rainer Woitschek Entwarnung. Die Sperrungen konnten aufgehoben werden. Denn die Fliegerbombe war erfolgreich entschärft.

„Der Haupttribüne wird sicher nichts passieren“

Da noch ein paar Autos das Sperrgebiet verlassen mussten, verzögerte sich die Entschärfung, die für 14.15 Uhr angesetzt war, um ein paar wenige Minuten. Rainer Woitschek, Feuerwerker bei der Bezirksregierung Arnsberg, versicherte vor der Entschärfung: „Der Haupttribüne wird sicher nichts passieren.“

Die Pressekonferenz vor dem Derby Borussia Dortmund gegen den FC Schalke 04 wurde wegen des Bombenfunds zum Trainingszentrum nach Brackel verlegt. Jürgen Klopp hatte bei der Pressekonferenz, die um 14 Uhr begann, einen launigen Kommentar zur Bombe parat: "Ich hoffe, dass diesen Samstag nicht noch mehr Blindgänger im Stadion unterwegs sind", so der BVB-Trainer.

Bahnhof "Signal Iduna Park" gesperrt

Der Bereich vor dem Stadion wurde mittags komplett gesperrt. Die Zufahrten Strobelallee und Am Rabenloh wurden von der Polizei abgeriegelt. Damit ist die Firma Orthomed zurzeit auch nicht mehr erreichbar. Das Ordnungsamt war in der Kleingartenanlage Bolmketal unterwegs und klopfte die Lauben ab. Alle Kleingärtner mussten die Anlage verlassen. Gegen 14 Uhr wird auch der Bahnhof "Signal Iduna Park" gesperrt. Betroffen sind die Linien RB52, RB53, RB59 und RE17.

Um 13 Uhr wurde die Fanwelt und das Borusseum am Stadion geschlossen. "Die Besucher müssen das Gebäude verlassen", meldete unsere Reporterin Jana Schoo. Es seien viele Einsatzkräfte von Polizei und Ordnungsamt vor Ort. Bislang sei alles sehr geordnet abgelaufen, so die Einschätzung unserer Reporterin.

Am Flughafen Dortmund sollte eine Maschine von der Entschärfung betroffen sein. Ein Flieger aus Belgrad soll eigentlich um 14.23 Uhr in Dortmund-Wickede landen. "Dieser Flug wird möglicherweise nach Paderborn umgeleitet. Im Zeitfenster zwischen 14.25 und 14.55 Uhr geht es insgesamt um fünf Flüge", sagte ein Flughafensprecher im Gespräch mit unserer Redaktion vor der Bombenentschärfung.

Die Stadt Dortmund konnte keine genaue Zahl nennen, wie viele Einwohner evakuiert werden. "Das Gebiet ist dünn besiedelt. Allerdings müssen wir schon genau hinschauen, ob sich Leute im Sperrgebiet aufhalten. Gerade in der Kleingartenanlage Bolmketal", sagte Stadtsprecher Hans-Joachim Skupsch.

Gefahrenradius von 250 Metern

Der Gefahrenradius wurde auf 250 Meter um den Fundort festgelegt (PDF mit Evakuierungsradus als Download unterm Artikel). In diesem Bereich liegen neben dem Signal Iduna Park auch das Stadion Rote Erde, das Volksbad, eine Linie der Deutschen Bahn, die Firma Orthomed und Teile der Kleingartenanlage Bolmketal.