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Fiona - und das Gefühl für Schnee

22.01.2013 | 00:13 Uhr

Schnee ist schön. Das fand ich schon immer. Und Fiona scheine ich da angesteckt zu haben – zumindest, wenn sie zu Hause im Warmen sitzt und mit großen Augen aus dem Fenster schauen kann auf dieses weiße Geflock, dieses Treiben und Toben.

Anders sieht es da schon aus, wenn es nach draußen geht. Denn das setzt voraus, dass die kleine Möhre mindestens folgende Anziehprozeduren über sich ergehen lassen muss: Thermostrumpfhose unter die normalen Klamotten, Schneeanzug (mit Taille, ja man achtet jetzt schon auf die Figur, muss sich dann aber auch reinquetschen lassen), und die gute Mütze. Haben sie schon mal die Wandlung von einem süßen Baby zu einem rotgesichtigen, schreienden, wütenden Bündel erlebt?


Da ist die Verwandlung von Dr. Bruce Banner in den grünen Kraftprotz Hulk nichts dagegen. Ich hoffe jedes Mal, dass die Nachbarn nicht die Polizei rufen, weil es klingt, als würden wir unser Kind misshandeln – dabei versuchen wir nur, sie wetterfest zu machen. Fehlt noch: Auftragen der Wind- und Wettercreme - kurze Schreipause, weil es gut riecht – und dann ab in den Kinderwagen.

Das allerdings klappt mittlerweile auch nur noch unter Aufbietung großer Verrenkungskünste (Flugzeuggeräusche sind das mindeste!), sonst geht die Schreiattacke direkt wieder los. Ist Fiona endlich im Wagen, muss ich noch irgendwie in die Stiefel kommen, Jacke drüber, Mütze auf – und raus! Dort drohe ich, unmittelbar zu gefrieren, weil ich so geschwitzt bin, dass ich zum Eiszapfen mutiere. Hilft ja nix, das Kind will geschoben werden. Und spätestens jetzt, in dem mittlerweile ordentlich hohen Schnee, ist echte Muskelkraft gefragt. Meinerseits versteht sich.

Fiona liegt bestenfalls nun fröhlich glucksend in ihrer roten Tasche. Ich hingegen schwitze und schwanke weiter. Erkältung, ahoi. Wenn ich nächste Woche nichts schreiben kann, wissen sie ja jetzt warum.


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22.01.2013
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22.01.2013
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