FH Dortmund verliert Rektor und Informatikdekan
30.01.2009 | 18:40 Uhr 2009-01-30T18:40:00+0100Dortmund. Prof. Eberhard Menzel, Rektor der Fachhochschule (FH) Dortmund, absolvierte seinen letzten Tag im Amt in Dortmund. Er folgt dem Ruf von Innovationsminister Andreas Pinkwart als Gründungspräsident der neuen FH Westliches Ruhrgebiet (Mülheim/Bottrop).
Menzel ist nicht der einzige Hochschulexperte, den Pinkwart aus Dortmund holt, um neue FH-Standorte mit neuen Studiengängen zu errichten. Mit Menzel verlässt auch Prof. Dr. Klaus Zeppenfeld, seit 1997 Professor der FH Dortmund und seit 2005 Dekan des Fachbereichs Informatik, die FH. Zeppenfeld wird Gründungspräsident der FH Hamm-Lippstadt.
„Das Angebot kam überraschend. Jetzt stelle ich meine ganze Lebensplanung um”, so Menzel, der zum Auslaufen seiner Rektoratszeit Anfang 2009 eigentlich wieder in Dortmund in die Lehre wechseln wollte. Aber die neue Aufgabe in Mülheim/Bottrop sei „außerordentlich reizvoll”. Dort könne er eine Studienstruktur von Anfang an mitprägen, die weggeht von der Einteilung in Fachbereiche. Der Campus Mülheim kommt mitten in die City. Die Außenstelle Bottrop ebenfalls.
„Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge”, verdeutlichte Menzel, dass ihm die Arbeit in Dortmund keineswegs nur Last gewesen sei. 1990 war er an der FH in der Sonnenstraße gestartet - mit einer Professur im Fachbereich Elektrische Energietechnik.
Nach dem Ausscheiden von Prof. Eberhard Menzel wird Prof. Dr. Wilhelm Schwick die Aufgaben als Rektor der FH Dortmund wahrnehmen.
Diese Entscheidung hat der Hochschulrat der FH in der vorigen Woche getroffen. Schwick war bisher Prorektor. Er und die anderen Prorektoren bleiben bis zum Sommer im Amt. Im Mai soll ein neues Rektorat gewählt werden, das seine Arbeit zum 1. Juli 2009 aufnehmen soll. Eigentlich endet die Amtsperiode des bisherigen Rektors Ende 2009. Er werfe bei der anstehenden Wahl seinen Hut in den Ring, so Schwick gestern. Schwick ist sich klar, dass es darum geht, die FH Dortmund „für die Zeit nach den fetten Jahren” ab 2013 auszurichten, wenn die geburtenstarken Jahrgänge nicht mehr in die Hochschulen drängen.
Gerne hörte Schwick gestern, dass sein Vorgänger „niemanden aus der FH Dortmund abwerben” wolle. Allerdings, so Menzel, könne sich natürlich jeder Dozent auf neu ausgeschriebene Stellen bewerben. Diese Freiheit könne keiner beschneiden.
Schwick geht davon aus, dass es zu einer informellen Zusammenarbeit mit Prof. Klaus Zeppenfeld kommt, der die neue FH Hamm-Lippstadt als Gründungspräsident aufbauen wird. Allerdings müsse die FH Dortmund damit rechnen, dass Hamm-Lippstadt als Konkurrent um Studierende aus der Region auftrete. bu
23:25
Die guten Leute hauen aus Dortmund ab oder wechseln wie der Feuerwehrchef auf lukrativere Posten. das gibt zu denken, wenn die Schlauen hier die Biege machen. Mit den verbleibenden Politiklachnummern wie dem Grünen Krüger und den Verwaltungs-Vollpfosten, siehe Auto-Beschaffung bei der Feuerwehr, sieht die Zukunft für Dortmund in der globalen Wirtschaftskrise nicht so rosig aus.
Wir Dortmunder müssen mehr tun und uns mehr einmischen und organisieren. Es ist höchste Zeit.