Feuerwehr Dortmund gibt Tipps zum Wintereinbruch
03.02.2012 | 12:12 Uhr 2012-02-03T12:12:00+0100
Dortmund. Damit auch die Dortmunder den späten Wintereinbruch möglichst ohne Schäden überstehen, gibt die Feuerwehr einige Tipps und bittet alle Bürger um Unterstützung bzw. Umsetzung dieser Ratschläge.
Damit auch die Dortmunder den späten Wintereinbruch möglichst ohne Schäden überstehen, gibt die Feuerwehr einige Tipps und bittet alle Bürger um Unterstützung bzw. Umsetzung dieser Ratschläge.
Wer weitergehende Hilfe, insbesondere bei Gefahren, benötigt, sollte nicht den Notruf 112 scheuen. In Extremwettersituationen kann sich aber auch der Einsatz der Feuerwehr verzögern, da lebenswichtige und dringende Einsätze natürlich stets Vorrang genießen.
Keine Eisflächen betreten!
Zugefrorene Gewässer bieten ein hohes Gefahrenpotential. Besonders Kinder unterliegen der Versuchung, Eisflächen zu betreten. Auch wenn die Eisfläche in Ufernähe tragfähig erscheint, kann das ein paar Meter weiter schon ganz anders aussehen. Deshalb appelliert die Feuerwehr dringend an alle Bürger, auch den Kindern ein Vorbild zu sein und vom Betreten der Eisflächen Abstand zu nehmen. Wie jedes Jahr weist die Stadt Dortmund darauf hin, dass zugefrorene städtische Gewässer grundsätzlich nicht zum Betreten freigegeben werden.
Die Stadt führt keinerlei Prüfungen hinsichtlich der Eisstärke und der Tragfähigkeit durch und macht dazu auch keine Angaben. Wer vereiste städtische Wasserflächen betritt, handelt daher stets auf eigene Gefahr.
Heizung kontrollieren!
Heizungsanlagen sollten regelmäßig, insbesondere zur Heizperiode durch einen Fachmann gewartet werden. Auch Schornsteinfeger überprüfen die Heizung und den Schornstein. Damit wird unter anderem sichergestellt, dass in der Heizung eine saubere Verbrennung stattfindet und dass Abgase über den Schornstein abgeführt werden können.
Eine nicht ordnungsgemäß gewartete Heizungsanlage oder ein verstopfter Schornstein können dazu führen, dass sich giftiges Kohlenmonoxid (CO) in den Wohnräumen sammelt. CO ist ein farb-, geruch- und geschmackloses Gas, das schnell zur Bewusstlosigkeit und auch zum Tod führen kann. Leider gibt es immer wieder Tote aufgrund einer CO-Vergiftung zu beklagen.
Hydranten freihalten!
Im Einsatzfall ist die Feuerwehr regelmäßig auf die Entnahme von Löschwasser aus den Hydranten angewiesen. Wenn diese im Winter mit Eis und Schnee bedeckt sind, kann es zu Verzögerungen bei der Brandbekämpfung kommen. Deshalb weist die Feuerwehr darauf hin, die Hydranten für die Einsatzkräfte freizuhalten. Insbesondere beim Schneeräumen sollten Bürger darauf achten, die Hydranten nicht zusätzlich mit Schnee zu bedecken.
Wo sich ein Hydrant befindet, erkennt man an den in unmittelbarer Nähe angebrachten Hydrantenschildern. Auch diese müssen, um im Einsatzfall zügig aufgefunden zu werden, frei und gut sichtbar sein.
Vorsicht bei Glatteis!
Bei glatten Wegen und Straßen ist es wichtig, das richtige und festes Schuhwerk zu wählen. Nicht gestreute oder geräumte Wege sollten gemieden werden. Auch für die Feuerwehr ist es natürlich glatt und sie muss sich den Verkehrverhältnissen anpassen, was teilweise zu längeren Einsatzzeiten führt, während zugleich ein erhöhtes Einsatzaufkommen für den Rettungsdienst zu verzeichnen ist. Die Feuerwehr Dortmund passt deshalb nach eigener Aussage ihre Einsatzplanungen immer aktuell der Wetterlage an.
Eiszapfen entfernen!
Wer am Dach Eiszapfen feststellt, die beim Herunterfallen Schäden verursachen könnten, soll sich um ddas Entfernen dieser bemühen. Grundsätzlich ist jeder Eigentümer verpflichtet, Sorge dafür zu tragen, dass von seinem Grundstück keine Gefahren ausgehen. Dazu gehören eben auch herunterfallende Eiszapfen.
Am besten soll sich nieman in Gefahr begeben, daher wäre der Auftrag z. B. an einen Dachdeckerbetrieb ratsam. Bis dahin sollte der Gefahrenbereich abgesperrt werden, damit niemand zu Schaden kommt.
Wasserrohrbruch - Hilfe zur Selbsthilfe
Bürger sollten sich informieren, wo sich im Haus oder Wohnung die Absperrmöglichkeiten für die Wasserleitungen befinden. Sollte es zu einem Wasserrohrbruch kommen, sollte die Wasserleitung abgeschiebert werden. Dadurch wird die Zufuhr unterbrochen, es kann kein Wasser mehr nachlaufen. Zusätzlich sollte man die Sicherungen für die betroffenen Bereiche herausnehmen, um die elektrischen Gefahren zu minimieren.
Gullis freihalten!
Damit nach dem Frost das Schmelzwasser in die richtigen Kanäle ablaufen kann, ist es wichtig, alle Abläufe freizuhalten. Sollten die Gullis z. B. durch Laub verstopft sein, kann das Wasser nicht abfließen und sucht sich einen anderen Weg, womöglich in Hauskeller.
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