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Brandstiftung

Feuer im Gut Brünninghausen

04.03.2011 | 22:05 Uhr
Feuer im Gut Brünninghausen

Dortmund. Bei einem nächtlichen Feuer sind Teile des historischen Gutes Brünninghausen am Rombergpark zerstört worden.

 Die Polizei spricht von einem klaren Fall von Brandstiftung. Der Investor, der auf dem Gelände eine Reha-Klinik bauen möchte, zeigte sich geschockt und  fuhr unverzüglich zur Brandstelle.  Das tat auch Walter Neuhaus vom  Freundeskreis des Gutes.

Das Feuer war gegen 2.50 Uhr im Gebäuderiegel an der Straße Am Rombergpark von einem Autofahrer entdeckt worden. Als die Feuerwehr eintraf, schlugen die Flammen bereits aus den Fenstern des  Obergeschosses und dem Dach. Die Wehrmänner untersuchten das leerstehende Gebäude und begannen dann mit einem energischen Löscheinsatz. Bis zum gestrigen Mittag schwelten verkohlte Balken und zwangen die Löschkräfte zur Brandwache. Für die Polizei ist schnell klar geworden, dass  das Haus nicht durch einen technischen Defekt entstanden ist: „Es gibt überhaupt keinen Strom dort“, so Manfred Radecke.

Erschüttert

Sowohl der potenzielle Investor des ehemaligen Anwesens als auch der Sprecher des Freundeskreis des Gutes Brünninghausen erfuhren vom nächtlichen Brand durch die WR. Sowohl Mario Tampris,  als auch Walter Neuhaus reagierten erschüttert.

„Wer kann daran ein Interesse haben?“, fragte Tampris auf die  Nachricht, dass der Brand  nicht zufällig entstanden ist. Tampris hat seit zwei Jahren eine Option, das Gelände zur Reha-Klinik zu entwickeln. Trotz mehrfacher Ankündigung hat er bislang keine Pläne vorgelegt. Auch gestern hieß es wieder nur: „Die sind in Bearbeitung.“  Ein Stadtsprecher teilte inzwischen mit, dass die Frist, Pläne und Gelder vorzuweisen, Ende Juni endet. Der Investor aus dem Schwarzwald  wollte sich den Schaden vor Ort noch gestern ansehen und beteuert, den vom Feuer betroffenen Gebäudeteil in seine Pläne integrieren zu wollen.

Schlösser geknackt

Auch Walter Neuhaus besah sich sofort den Brandschaden. Er habe beobachtet, dass häufig Obdachlose und Sprayer in das Gebäude eindrangen. Immer wieder seien Schlösser geknackt und Türen zerstört worden.  Vernichtet worden sei nun die „Wohnung des Schweizers“. Der angrenzende Pferdestall sei durch eine Brandschutzmauer erhalten geblieben. Er hält den Gebäudeteil nach wie vor  für erhaltenswert. Man dürfe nicht vergessen, dass Gisbert von Romberg den Baumeister Vagedes beauftragt hatte, der sich bei der Gestaltung auf Ideengeber Schinkel stützte.

Dieser Name verdeutliche, welches Potenzial in der historischen Substanz stecke. Sie dürfe keinesfalls der Abrissbirne zum Opfer fallen.

Gerald NILL

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Kommentare
10.03.2011
18:28
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von Krummsaebel | #13

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10.03.2011
18:26
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von Krummsaebel | #12

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06.03.2011
13:20
Feuer im Gut Brünninghausen
von vaikl | #11

@ #10
Das dürfte allerdings ein größerer Kreis sein.

Nur dann, wenn zwischenzeitlich dort eine Goldader oder Erdgas-Quelle entdeckt wurde.

Die Rahmenbedingungen für eine Investition haben sich durch das Johanniter-Vorhaben und das Neubau-Potential ohne Hindernisse auf der gesamten Phoenix-Fläche verschlechtert, das musste ja auch Tampris im letzten Jahr mehrfach schlucken, als seine großspurigen Pläne nach und nach abspeckten.

Auch wenn sich Sierau - mal wieder - mit dem damaligen Wahlkampf rausreden möchte, bleibt sein Problem, dass es ein transparentes Bieterverfahren nach EU-Vorgaben gab (in dem ja auch die Johanniter Einblick in Tampris Pläne hatten) und die angebliche Bonität von Tampris erst später durch sehr bekannte Dortmunder Notare zugesichert wurde.

Es fehlt also Geld im Sondervermögen der Stadt, wenn der Deal platzt. Vielleicht ist das ja auch der Grund für die Fristverlängerung, frei nach dem Prinzip Hoffnung.

06.03.2011
11:12
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von BlackSun | #10

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05.03.2011
13:18
Feuer im Gut Brünninghausen
von vaikl | #9

@ #8

Natürlich hat es keinen Sinn, jetzt irgendwelche Räuberpistolen zu erfinden.

Allerdings macht es schon Sinn, die nach langem Kampf in 2008 erzielte Entscheidung gegen den Abriss der Guts-Gebäude nochmal auf den Tisch zu legen, wenn nun diese Gebäude durch Vandalismus zerstört werden.

Sierau hat sich damals den Erhalt der Gebäude medial wirksam ans eigene Revers geheftet und dann den Tampris-Deal eingefädelt. Jeder andere *ernsthafte* Investor hätte dort längst mit dem Bau angefangen und das Gelände entsprechend gesichert.

Und natürlich stellt sich dabei auch die Frage, wer denn laut den Verträgen bis zur Einlösung der Kaufoption die Sicherungspflichten für das Gelände zu tragen hat.

05.03.2011
11:52
Feuer im Gut Brünninghausen
von mokdo | #8

vaikl, ja und deswegen hätte der Investor doch erst recht keinen Grund das Gebäude anzünden zu lassen. Ohne Geld kann der doch sowieso nicht bauen.
Mir geht es hauptsächlich darum, das hier so hinter vorgehaltener Hand behauptet wird das der mutmaßliche Investor einnen Brandstifter beauftragt hat, obwohl noch nicht einmal die Brandursache feststeht.

05.03.2011
11:48
Feuer im Gut Brünninghausen
von mokdo | #7

2siegerohnewurst , ja stimmt.

05.03.2011
10:12
Feuer im Gut Brünninghausen
von runningvalentino | #6

Da gehört jetzt endlich auch hier der Stecker gezogen!

!00% Zustimmung , aber es gibt im Leben viele Stecker :-)

So, its a never-ending story , vaikl!

05.03.2011
08:41
Feuer im Gut Brünninghausen
von 2siegerohnewurst | #5

@#3
Da steht überhaupt nichts unter Denkmalschutz.

05.03.2011
02:25
Feuer im Gut Brünninghausen
von vaikl | #4

@ #3

Am 23.12.10 wurde hier berichtet, dass die Tampris-Kaufoption nur noch eine Gültigkeit von ca. drei Monaten hätte, also Ende März ablaufen würde.

Mal abgesehen von allen Tampris-Versprechungen über Planvorlage-Termine, die allesamt nicht eingehalten wurden - warum lässt sich die Stadt belatschern, diese Option nochmals zu verlängern? Die Johanniter fangen 2011 an, am Phoenix-See fängt das Ärtzehaus in 2011 an, also was will man mit/von Tampris noch?

Übrigens: Seine israelischen Investoren haben Tampris mittlerweile hochkant aus der Schwarzwaldklinik Bad Rippoldsau-Schapbach rausgeschmissen und mit Hausverbot belegt:

http://www.baden-online.de/news/artikel.phtml?page_id=71&db=news_lokales&table=artikel_arz&id=21411

Da gehört jetzt endlich auch hier der Stecker gezogen!

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