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Festnahmen nach Nazi-Schlägerei

04.12.2011 | 15:09 Uhr
Festnahmen nach Nazi-Schlägerei
Foto: Waz FotoPool

Dortmund.Nach dem gewaltsamen Übergriff auf zwei Jugendliche türkischer Herkunft, an dem auch der Dortmunder Neonazi Sven K. beteiligt gewesen sein soll, nahm die Polizei jetzt zwei weitere Tatverdächtige aus dem rechten Spektrum fest.

Am vorletzten Samstag gegen 22.30 Uhr trafen die beiden 16- und 17-jährigen Jugendlichen auf dem Weihnachtsmarkt in der City auf eine Gruppe von fünf bis sechs Personen. Im Verlauf der Auseinandersetzung wurden die beiden Jugendlichen massiv geschlagen und getreten. Die Folgen: Kiefer-Prellungen, Verletzungen an der Nase, Platzwunden, Blutergüsse und Gehirnerschütterungen.

Bomberjacken und Springerstiefel

Die Tatverdächtigen waren mit Bomberjacken und Springerstiefeln bekleidet. Noch vor Ort konnten Sicherheitskräfte einen 24-jährigen Tatverdächtigen bis zum Eintreffen der Polizei festhalten. Gegen den 24-Jährigen erging Haftbefehl. Dabei soll es sich um Sven K. handeln, der 2005 mit einem Messer in der U-Bahn-Haltestelle Kampstraße den Punker Thomas „Schmuddel“ Schulz erstochen hatte. Dafür hatte ihn das Landgericht 2005 zu einer siebenjährigen Haftstrafe verurteilt, aus der er im September 2010 vorzeitig entlassen worden war. Die Mittäter aber konnten fliehen.

Bis Freitag. Fahndungsmaßnahmen der Staatsschutzes führten zur Ermittlung zweier weiterer Tatverdächtiger. Dabei handelt es sich um zwei 19 und 25 Jahre alte Dortmunder, die für die Polizei keine Unbekannten sind. Unter anderem seien die beiden Männer auch wegen „rechtsmotivierter Straftaten“ bekannt, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von Staatsanwaltschaft und Polizei. Sie würden der hiesigen „Skin-Head-Front Dorstfeld“ zugerechnet.

Haftbefehl wegen Wiederholungsgefahr

Da gegen den 19-jährigen Tatverdächtigen bereits zwei Anklagen wegen gefährlicher Körperverletzung und Landfriedensbruchs zur Verhandlung vor dem Jugendschöffengericht anstehen, erging noch am Freitagabend gegen ihn Haftbefehl wegen Wiederholungsgefahr. Der 25-Jährige bleibe mangels Haftgrund bis zum Prozess auf freiem Fuß.

Die Polizei sucht zur Rekonstruktion des Tathergangs weitere Zeugen, die am 26. November auf dem Willy-Brandt-Platz zwischen Cafe Alex und der U-Bahnstation Reinoldikirche die Auseinandersetzung beobachtet haben. Hinweise an: 132-7999.

Nazis in Dortmund

 

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Kommentare
05.12.2011
14:36
Richtlinie 12.1 des deutschen Pressekodex
von Stefan2 | #5

Für Herrn Baerd und andere Interessierte:

http://www.presserat.info/index.php?id=87

05.12.2011
11:10
Blockierter Kommentar.
von HerrBaerd | #4

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

05.12.2011
10:20
Zynisch
von heidelbergensis | #3

Zivilcourage war wieder einmal nicht zusehen.
100 von Zuschauern gafften nur,wenn man Angst hat,muss man nicht eingreifen,aber fast jeder hat ein Handy was auch Bilder machen kann,selbst dafür fehlt die Courage.Pfui.

Konsequente Reaktion
von HerrBaerd
Der Mit_Täter war ein verurteilter Mörder
Mir ist bisher nicht bekannt,dass Ausländische Mitbürger mehrfache Mörder geworden sind.
Hier können sie sehen was Ihre Kameraden alles auf dem Kerbholz haben und diese dümmlichen vergleich sind typisch.
http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/extra_3/npdkarte100.pdf

05.12.2011
10:07
Festnahmen nach Nazi-Schlägerei
von Pase_Lacki | #2

ich verstehe das sehr gut.

Abgesehen davon würde es reichen, wenn Sie geschrieben hätten, man würde es sich bei allen vergleichbaren Straftaten wünschen, dass so vorgegangen würde. Damit wäre dann alles gesagt worden, da hätte man sich den Stuss mit dem Migrationshintergrund sparen können und würde sich dann nicht so braun und kindergartenförmchenhaft anhören.

04.12.2011
19:09
Konsequente Reaktion
von HerrBaerd | #1

Solch konsequente Reaktionen der staatlichen Sicherheitsbehörden und der Justiz wünscht man sich auch bei den unzähligen - vergleichbaren - Straftaten, die von Tätern mit migrationshintergrund gegen Deutsche begangen werden. Dankenswerterweise hat derWesten ja auch aktuell zweimal dazu berichtet (http://www.derwesten.de/staedte/essen/taeter-im-nahverkehr-ohne-skrupel-und-respekt-id6124426.html und http://www.derwesten.de/region/zahl-der-koerperverletzungen-im-vrr-hat-sich-seit-2008-verdoppelt-id6129254.html)

Wenn bei diesen Straftaten rassistische Sprüche wie "Schei** Kartoffel" oder "Deutsches Schwein" fallen und zugetreten wird, dann finden diese Vorfälle nur selten den Weg auf die Titelseiten und aus politischer Korrektheit heraus wird der migrationshintergrund der Täter systematisch verschwiegen. Warum eigentlich? Wenn zig-fach vorbestrafte "Intensivtäter" andere Menschen überfallen und zusammentreten, dann wird das verschwiegen, begeht ein vorbetrafter "Neonazi" eine solche Tat, dann ist das tagelang ein Titelthema? Wer soll das eigentlich dauerhaft verstehen?

3 Antworten
Blockierter Kommentar.
von kneugeb | #1-1

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

Blockierter Kommentar.
von kneugeb | #1-2

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

Braune Suppe
von crusius | #1-3

Wer das nicht versteht, und Neonazis nur in Anführungsstrichen als solche bezeichnet, sollte sich eigentlich seine Kommentare zum gesunden Volksempfinden sparen. Daß das nicht passiert, ist natürlich Strategie. Wenn aber braune Suppe hochschwappt, sollte sie auch als solche bezeichnet werden - was hiermit geschehen sei.

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