Fernöstliche Klänge zur Halbzeit

Der Thermometerstand konnte zwar nicht die Spitzenwerte von Freitag erreichen, die Sonne schien trotzdem: Der zweite Tag des Ruhr-Reggae-Summers in Wischlingen bot den Besuchern ein Abendprogramm mit großer Stilvielfalt. Wir haben uns die Asian Dub Foundation angehört.

Wischlingen.. 1993 gründete der Musiklehrer und Bassist Dr. Das mit einem seiner Schüler, dem 15-jährigen Deeder Zaman, und dem Sozialarbeiter DJ Pandit die Asian Dub Foundation. Von Anfang an ist ihre Musik hochpolitisch, sie spielen auf Benefizkonzerten und kämpfen gegen Rassismus.

So hat es uns gefallen:

Stilistisch fühlt sich die Gruppe in vielen Genres zuhause. Die Gitarre tritt im Gegensatz zum Roots-Reggae in den Vordergrund, ist stark verzerrt und spielt eingängige Melodien. Auch das Schlagzeug erinnert zuerst mehr an eine Rockband, bei späteren Stücken liefert es bei hohen Tempi typische Drum-and-Bass-Rhythmen. Ein Instrument des Auftritts sieht man selten auf Reggae-Festivals: die Querflöte. Gemeinsam mit einigen Samples sorgt sie für den asiatisch-exotischen Klang. Zuletzt geben die Beatbox- und Rap-Passagen der Sänger dem Klangbild eine ordentliche Portion Hip Hop. Zu Beginn überzeugt die Band leider nicht, dafür zum Ende umso mehr.

So hat es den Zuhörern gefallen:

Mia Hellmich (24, Minden): "Eigentlich ist das nicht mein Musikgeschmack, aber ich fand die Mischung aus Hip Hop und alternativer Musik cool."

Sebastian Lammers (40, Aachen): "Ich kannte die Band vorher nur ein bisschen, aber sie haben einen guten Eindruck hinterlassen. Überzeugt haben mich die gesellschaftskritischen Texte."

Carola Lübke (23, Münster): "Ich mag diese psychedelischen Stellen in der Musik und die Beatbox hat das Ganze aufgelockert. Mehr Eindrücke vom Festival in diesem Video:"