FDP und AfD könnten gemeinsam um Posten kämpfen

Politisch sind sie Gegner. Trotzdem könnten die Fraktionen von FDP/Bürgerliste und der Alternative für Deutschland (AfD) an einem Strang ziehen. Interessant: Es geht um die Besetzung von Aufsichtsratsmandaten in städtischen Gesellschaften.

Dortmund.. Entsprechende Überlegungen bestätigten am Mittwoch Sprecher beider Fraktionen. Dabei geht es darum, eine so genannten "Zählgemeinschaft" zu bilden, wenn es am kommenden Donnerstag im Rat um die Besetzung von Aufsichtsräten für städtische Tochtergesellschaften geht.

Die kleinen Fraktionen wie AfD und FDP/Bürgerliste mit je drei Sitzen gehen dabei in der Regel leer aus. Das ändert sich, wenn sie eine Zählgemeinschaft bilden. Sie könnte dann sechs Aufsichtsratsmandate bei den größeren städtischen Gesellschaften wie DSW, Dogewo oder im Verwaltungsrat der Sparkasse beanspruchen.

Noch keine Vereinbarung

"Das ist nach der Geschäftsordnung des Rates ausdrücklich vorgesehen", betont der Vorsitzende der Fraktion FDP/Bürgerliste Lars Rettstadt. "Dabei geht es um politische Teilhabe." Über erste Gespräche sind die beiden Fraktionen allerdings auch noch nicht heraus gekommen. Es gebe noch keine feste Vereinbarung, erklären beide Seiten. Eine Entscheidung müsste bis zur Ratssitzung am 3. Juli fallen.

In jedem Falle soll es aber bei einem reinen Zweckbündnis für die Aufsichtsrats-Besetzungen bleiben. Eine weitere Kooperation im Rat kommt weder für FDP-Mann Lars Rettstadt noch AfD-Fraktionssprecher Heiner Garbe in Frage. "Eine politische Zusammenarbeit im Rat schließe ich kategorisch aus", betont Lars Rettstadt.