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Faustschlag für BVB-Ordner vom BVB-Fan

18.01.2011 | 16:50 Uhr
Faustschlag für BVB-Ordner vom BVB-Fan

Dortmund.BVB-Fans, die einem Ordner auf die Nase hauen, sind vor Gericht leider keine Seltenheit. Allerdings unterscheiden sich diese Strategen doch deutlich von jenem Familienvater, der gestern wegen Körperverletzung auf der Anklagebank saß – zumindest, was Umgangsformen und Erscheinungsbild betreffen.

57 Jahre alt, bisher völlig unbestraft, gekleidet in Schlips und Kragen. Seinen monatlichen Nettoverdienst gibt der Ingenieur mit 4000 Euro netto an. Daher hätte er auch besser nicht Einspruch gegen den Strafbefehl in Höhe von 1800 Euro eingelegt. Da sich eine Geldstrafe nach dem Einkommen richtet, kam er gestern erheblich schlechter davon. Nachdem sich Amtsrichter Dirk Brahm fünf Zeugen angehört hatte, waren 3000 Euro Geldstrafe fällig.

Als ein Ordner (65) den Dauerkartenbesitzer am 20. März 2010 zum Ausgang bugsierte und er somit das Spiel gegen Leverkusen nicht weitersehen konnte, flippte der kultiviert wirkende Akademiker aus. „Am Zaun drehte er sich plötzlich ‘rum, haute mir eins auf die Nase. Brille, Mütze – alles fiel hin“, erinnerte sich der Ordner. Der BVB-Fan indes will den Mann nur versehentlich getroffen haben, als er sich energisch verbat, ihn anzufassen: „Ich habe immer wieder gesagt, ich kann allein die Treppe heruntergehen. Die haben so an mir gezerrt, dass ein Knopf von meiner Jacke absprang.“

Hin und her

Warum er überhaupt mit den Ordnern aneinandergeriet: „Der Bierstand in der Halbzeit war voll, nach dem Anpfiff habe ich mich ans Geländer gestellt, um nichts zu verpassen.“ Der Ordner indes tat seinen Job: „Da darf keiner stehen, weil die anderen dann nichts sehen können.“ Ein Wort gab das andere. Als der BVB-Fan den Ordner angeblich als „A...loch“ bezeichnete, sagte der 65-Jährige nur: „Schluss jetzt, ‘raus.“

3:0 hatte Borussia damals gewonnen, alle Tore fielen in der zweiten Halbzeit. Nicht nur, dass der Fan den Siegesrausch verpasste – er musste auch noch die Retourkutsche des Ordners einstecken: ebenfalls ein Schlag ins Gesicht.

Kathrin Melliwa

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Kommentare
21.01.2011
00:18
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von PaulMatich | #4

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20.01.2011
17:31
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von smokejumper112 | #3

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19.01.2011
09:10
Faustschlag für BVB-Ordner vom BVB-Fan
von Mirage | #2

Eine Strafe die in Ordnung geht. Wenn man unbedingt Bier holen muß, muß man eben auch beachten dass man sich nicht an das Geländer stellen darf um den anderen zahlenden Fans nicht die Sicht zu verdecken ( ich bin grad mal 1,65m groß und kann ein Lied davon singen ). Ich bin mir sicher, dass der Ordner den herren in ganz zivilem Ton angeredet hat, denn das tun sie immer ( zunächst ). Wer sich dann wie ein Rumpelstielzchen gebärdet muß dann freilich auch die Konsequenzen tragen. Und das sagt ein langjähriger Borussenfan.

19.01.2011
06:58
Faustschlag für BVB-Ordner vom BVB-Fan
von runningvalentino | #1

Niveau hat eben nicht immer etwas mit dem Grad der akademischen (Aus)bildung zu tun.

Und : Viele Kriminelle tragen ebenfalls Schlips und Anzug ! So gesehen ....

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