Fast 1000 junge Leute demonstrieren alternativ
01.05.2011 | 17:33 Uhr 2011-05-01T17:33:00+0200
Dortmund.„Her mit dem ganzen Leben“ steht auf dem Schild, das „Foxi“ vor sich herträgt. Seinen wirklichen Namen will der junge Mann im Tigerkostüm nicht nennen. Den zweiten Euromayday Ruhr am Sonntag hatte das Soziale Zentrum Bochum organisiert. Beteiligt sind über 40 Initiativen und Einrichtungen.
„Es muss einfach eine Gesellschaft geben, in der alle Menschen annähernd gleich viel haben“, sagt „Foxis“ Freund „Wolfi“. Unter den knapp 1000 jungen Leuten im Punk- und Indie-Chic, die mit der alternativen Mai-Demo vom Nordmarkt über U-Turm und Schauspiel zum Westpark wandern, sind einige, die es sich einfach machen: „Alles für alle und zwar umsonst“ oder „Schlaraffenland jetzt“ steht auf den Pappen.
Zehn Redebeiträge
Während die DJs von Beatplantation und FeelVergnügen die Bässe aufdrehen, basteln Aline Prigge und Rike Müller an einem realistischen Appell: „Go Vegan – gegen Welthunger und Massentierhaltung.“
Den Auftakt der zehn Redebeiträge macht Bastian Pütter, Redaktionsleiter von Bodo. Er verurteilt die „fast schon rassistische Kampagne“ von Politikern und Medien gegen den Straßenstrich. Einen weiteren Schwerpunkt bildet der ganzheitliche Protest gegen Rechts und Interviews zu nachhaltiger Kulturförderung und zur Energiewende im Ruhrgebiet. Die meisten genießen ihn aber einfach – den „politischen Karneval“ bei bestem Sommerwetter.
15:07
@ #4
Bei generationsübergreifenden Zielen sind die Gewerkschaften doch mindestens genauso verkrustet wie die etablierten Parteien. Schmückender Jugendtouch für die PR, ok, aber echte Beteiligung? Doch nicht mit den verknöcherten Vorzeigegenossen...
14:28
Aber nein, ich meine, die jungen Leute sollten sich durchaus mit IHREN Forderungen und IHREN Stilmitteln an der DGB-Kundgebung beteiligen.
12:28
@ #2
Wenn Sie sich in diesem Alter am 1. Mai vornehmen würden, mal irgendwie was mit Protest zu machen und Sie müssten sich zwischen Techno und Trillerpfeife/Wanderklampfe entscheiden...
07:21
Ich finde ein bisschen schade, dass die jungen Leute sich mit ihren Forderungen nicht an der 1.-Mai-Demonstration des DGB in Dortmund beteiligt haben.
18:58
Ganz toll!
Auch Vegetarier sollten sich bewusst werden, wie viele Kleinsttiere sind mit einem Biss in den Salat töten. Ein Blick im Mikroskop ist ganz interessant.