Fall „Schäfer“: Entscheidung bis 10. August

Klaus Schäfer, ehemaliger Feuerwehrchef, auf der Nazidemo am 30. April. Foto: Franz Luthe
Klaus Schäfer, ehemaliger Feuerwehrchef, auf der Nazidemo am 30. April. Foto: Franz Luthe
Foto: Franz Luthe

Dortmund.. Noch bis zum 10. August hat die Stadt Dortmund Zeit, ein formelles Disziplinarverfahren gegen Klaus Schäfer, den Leiter des Instituts für Leiter des Instituts für Feuerwehr- Rettungstechnologie, zu eröffnen oder die Ermittlungen einzustellen.

Dem ehemaligen Leiter der Dortmunder Feuerwehr war unter anderem wegen der Teilnahme an einer Neonazi-Demonstration am 30. April 2010 ein Dienstleistungsverbot mündlich und schriftlich übermittelt worden. Schäfer soll zudem mehrfach in der Vergangenheit Kontakt zu Neonazis gehabt haben.

So war er in Dresden im Februar 2010 präsent und tauchte auch beim großen Aufmarsch von Rechtsradikalen am 5. September vergangenen Jahres am Dortmunder Hafen auf. Dabei will er dort - ähnlich wie am 30. April - nur aufgetaucht sein, weil er sich informieren wollte. Das erklärte Schäfer im Gespräch mit unserer Zeitung.

In einigen Medien war nun über ein Interview mit ihm in Zusammenhang mit der Katastrophe auf der Loveparade in Duisburg berichtete worden. Am 22. März 2010 war Schäfer einer Einladung der Stadt Duisburg gefolgt. Damals ging es um „Evakuierungspläne“, einem der Schwerpunkte des Instituts, das er leitet. Das Interview gab er erst jetzt.