Experten der Sportmedizin als Referenten
12.10.2011 | 16:39 Uhr 2011-10-12T16:39:00+0200
Knie, Sprunggelenk und Leiste, Muskeln und Bänder - das sind die Schwachpunkte der Sportler. Bei der nächsten Leser-Veranstaltung „Live Medizin“ sind unter anderem die beiden Mannschaftsärzte Dr. Braun (BVB) und Dr. Karl-Heinz Bauer (VfL Bochum) zu Gast im Reinoldinum. Ihre Vorträge richten sich an aktive Sportler. Und im „Live“-Teil gibt es wieder ganz praktisch etwas für alle interessierten Besucher.
Das „Sorgenkind Leiste“ nimmt sich der „Bochumer“ und Ärztliche Direktor des Knappschaftskrankenhauses, Dr. Karl-Heinz Bauer vor. Gerade Fußballer leider unter der “weichen“ Leiste. Oftmals ist ein operativer Eingriff die beste Lösung zur Behebung der Probleme. „Bei Operationen sind Leistungssportler inzwischen meist schnell wieder fit“, beobachtet der Chefarzt, der inzwischen 3000 Leisten operiert hat.
„Die Sportler klagen in diesen Fällen über belastungsabhängige Schmerzen, die in Rückenlage verschwinden, aber bei der Untersuchung durch Betätigung der Bauchpresse ausgelöst und nachvollzogen werden können“, berichtet Bauer über die Symptome. Viele Sportler geben eine Verschlimmerung nach intensivem Bauchmuskeltraining an. Dies kann sich durch Einklemmen des Bauchfells im Bereich des inneren Leistenrings erklären. „Diese Sportler sollten, insbesondere wenn sie Hochleistungssport betreiben, operiert werden“, so Bauer. Die Schlüsselloch-OP ermöglicht kurze Ausfallzeiten und schnelle Heilung. Eine Fülle von verschiedenen möglichen Ursachen verbieten eine Selbstdiagnose von Leistenproblemen durch den Laien.
Der Experte wird bei „Live Medizin“ in die Tiefe gehen.
BVB-Mannschaftsarzt Dr. Braun konzentriert sich bei seinem Vortrag im Reinoldinum auf Muskelverletzungen. „Muskelverletzungen gehören zu den häufigsten Verletzungen im Profifußball und führen oft zu Ausfällen der Spieler. Daher haben sie in der Summe große sportliche und wirtschaftliche Konsequenzen für die Vereine und Leistungssportler. Ursachenanalyse, Therapie und Prävention der Muskelverletzungen stehen daher im Fokus der betreuenden medizinischen Abteilungen“, berichtet der Mediziner aus dem Profibereich. „Dies nutzt natürlich auch Breitensportlern, die insbesondere unter nicht gut ausgeheilten Muskel-, Sehnenverletzungen lange zu leiden haben.“
Ernährungsspezialistin Turek wird darauf abheben, dass Leistungssportler durch eine angepasste Ernährung Schaden von ihrem Körper abwenden können. „Ob Freizeit- oder Leistungssportler: eine ausgewogene Ernährung ist unabdingbar für optimale Trainingsergebnisse. Ein Leistungssportler muss häufig zusätzlich auf Nahrungsergänzungsmittel zurück greifen.“ Aus diesem Grund sei es empfehlenswert, dass der Sportler sich einen individuellen Ernährungsplan zusammen stellen lässt.
Im Live-Teil bietet das sportmedizinische Institut des Knappschaftskrankenhauses einen interaktiven Balance- und Geschicklichkeitstest.
SERVICE:
-Die nächste „Live Medizin“ unserer Zeitung findet statt zum Thema Sportverletzungen am 26. Oktober, 17.30 Uhr (Einlass 17 Uhr) im Reinoldinum.
-Der Eintritt zu der Leser-Veranstaltung ist frei. Eine Anmeldung ist aber zwingend erforderlich. Es werden Eintrittskarten zugesandt.
-Anmeldung ab sofort möglich unter der WR-Hotline 01802 / 40 40 76. (6 Cent aus dem Festnetz, max. 42 Cent aus dem Mobilfunknetz). Anmeldezeitraum bis 19. Oktober.
-Die sportmedizinischen Referenten sind Dr. Markus Braun und Dr. Karl-Heinz Bauer. Ernährungsexpertin Saskia Turrek ergänzt das Team.
-Im Live-Teil der Veranstaltung bietet das sportmedizinische Institut des Knappschaftskrankenhauses Balancetests im Reinoldinum-Foyer.
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