Ex-Flughafenchef Markus Bunk klagt gegen den Airport

Markus Bunk, Ex-Chef des Dortmunder Flughafens, klagt gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber. Offensichtlich verließ Bunk den Airport 2013 doch nicht freiwillig. Jetzt kämpft er um sein Gehalt für die zwölf Monate, um die sich sein Vertrag verlängert hätte. Wir erklären die Hintergründe.

Dortmund.. Als Markus Bunk vor fast genau zwei Jahren verkündete, er werde seinen Vertrag als Chef des Dortmunder Flughafens aus familiären Gründen nicht verlängern, war das wohl nicht der einzige Grund.

Heute liegen die Flughafen-Gesellschafter DSW21 (74 Prozent) und Stadt (26 Prozent) im Rechtsstreit mit Markus Bunk. Es geht um seinen Vertrag, den er damals angeblich nicht verlängern wollte. Der hatte eine sogenannte Fortsetzungsklausel. In diesem Fall verlängert sich solch ein Fünf-Jahres-Vertrag um zwölf Monate, wenn er nicht fristgerecht gekündigt wird.

Politische Aufgaben unterschätzt?

Das hatten die Gesellschafter offenbar versäumt, als sie Bunk vor die Tür setzen wollten. Laut Insidern soll Bunk bei der Beantragung der letztendlich durchgesetzten Betriebszeitenverlängerung Fehler gemacht haben. Kritiker kreideten ihm auch an, die politischen Aufgaben eines Flughafen-Geschäftsführers unterschätzt zu haben.

Nun kämpft Bunk um sein Gehalt für die zwölf Monate, um die sich sein Vertrag verlängert hätte. Wie berichtet wollte der Wirtschaftsingenieur 2013 eigentlich in Berlin beruflich Fuß fassen, wo seine Familie lebt. Doch ein Wechsel zum Pannen-Flughafen Berlin Brandenburg klappte nicht.

Chef des Flughafens Frankfurt/Hahn

Offiziell hatte Bunk bis 30. September 2013 für den Dortmunder Flughafen gearbeitet, auch wenn Udo Mager schon seit 1. Juli als sein Nachfolger im Dienst war. Zum 15. Oktober 2013 übernahm Bunk dann überraschend den Chefposten beim flügellahmen Hunsrück-Flughafen Frankfurt/Hahn.

Weder Bunk noch die Stadtwerke als Flughafengesellschafter wollten sich mit Hinweis auf das schwebende Verfahren zu dem Rechtsstreit äußern.