Ex-Airport-Chef erhält kein nachträgliches Ruhegehalt

Ex-Airport-Chef Markus Bunk ist mit seiner Klage gegen die Flughafen GmbH gescheitert. Das Landgericht hat am Dienstagnachmittag entschieden, dass der frühere Geschäftsführer keine Ansprüche mehr aus seinem 2013 ausgelaufenen Vertrag geltend machen kann. Bunk hatte auf Nachzahlung von rund 33.000 Euro Ruhegehalt geklagt.

Dortmund.. Im Geschäftsführervertrag war in §12 tatsächlich die Zahlung eines Ruhegehalts festgeschrieben worden - und zwar für den Fall, dass Markus Bunk nach Ablauf von fünf Jahren nicht wieder zum Chef bestellt werde. Tatsächlich war der Vertrag dann im Jahr 2013 nicht verlängert worden. Von entscheidender Bedeutung war in den Augen des Richters jedoch, warum dies geschah.

Bunk habe "selbst hingeschmissen"

Markus Bunk hatte nämlich von sich aus erklärt, für eine weitere Amtszeit nicht zur Verfügung zu stehen. Er wolle sich aus familiären Gründen örtlich verändern, so die Begründung. Die Flughafen-Gesellschafter hatten dies akzeptiert und waren entsprechend überrascht, als später trotzdem noch die Ruhegehalts-Forderung auf dem Tisch lag. "Dass einer von sich aus hinschmeißt und dann auch noch Geld kriegen will, konnte ich mir bis dahin einfach nicht vorstellen", sagte ein Zeuge am Dienstag im Landgericht.

Markus Bunk ist heute als Geschäftsführer am Flughafen Frankfurt-Hahn tätig.