Es flattert in den Westfalenhallen

Besucher aus aller Welt hat es am Wochenende in die Westfalenhallen getrieben - der Grund: Tauben. Viele Tauben. Deutschlands Brieftaubenzüchter trafen sich zur Ausstellung und präsentierten ihrem fachkundigen Publikum rund 1000 der beliebten Tiere. Wir haben Fotos gemacht.

Dortmund.. Für den Laien sehen sie aus wie ganz gewöhnliche Stadttauben. Doch ihre Eltern tragen Namen wie "Olympic Budapest" oder "Big Hope" - und für Männer wie Rudolf Flügel sind sie Gold wert. 47 Brieftauben wurden auf der Deutschen Brieftauben-Ausstellung (DBA) versteigert.

In Halle 6 der Westfalenhallen herrschte dichtes Gedränge, als es darum ging, die Taube mit dem besten Stammbaum zu ergattern. Gleich zwei Tauben gingen für 5100 Euro über den Tisch - beide ersteigert von Rudolf Flügel aus Dortmund. Seit 20 Jahren züchtet der 77-Jährige Brieftauben. Auf der Brieftauben-Ausstellung in den Westfalenhallen ist er Stammgast.

Fast 150 Aussteller

Durch drei Hallen zog sich die Messe, fast 150 Aussteller fanden sich hier. In Halle 5 reiht sich Käfig an Käfig: rund 1000 Tauben sind ausgestellt. So mancher Vogel ist wirklich zum Staunen - denn neben klassischen Brieftauben sind auch "Exoten" zu sehen. Manche sind schneeweiß, andere gescheckt.

Ungewöhnlich sind vor allem ihre Körperformen: Eine extrem schlanke Taube hat fast die Form einer Banane, eine andere hat eine so stark gewölbte Brust, als hätte sie einen Ball verschluckt. Fliegen können diese "Rassetauben" nicht. Die Zucht solcher Tiere ist eher die Ausnahme, den meisten Züchtern ist Leistung und Abstammung wichtiger als "Schönheit".