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Straßenmagazin

Erstes Themenheft zum Kiosk in 15 Jahren bodo

03.06.2010 | 02:00 Uhr

Dortmund/Bochum. Seit dem 1. Juni gibt es das erste Themenheft des Straßenmagazins bodo. Alles dreht sich um die Bude, den Kiosk, die Trinkhalle im Revier. In der 15-jährigen bodo-Geschichte eine Premiere.

Das Straßenmagazin bodo hat für die aktuelle Ausgabe mit dem ehemaligen VfL-Profi Uwe Leifeld über Kicken, Krisen und den Kiosk mit Lottoannahmestelle gesprochen, den er 14 Jahre lang in Münster geführt hat. Die Fotografin Brigitte Kraemer zeigt ihre Bilder über Alltag und Mythos der Bude. Der Bochumer Autor Werner Streletz, zugleich WAZ-Redakteur, spricht über Trinkhallen, Literatur und seinen Roman "Kiosk kaputt".

Premiere bei bodo: das erste Themenheft zur Kioskkultur im Revier.

bodo schaut sich auch die Designkioske an, gratuliert dem 1. Kioskverein aus Dortmund zum Geburtstag, besucht das Bochumer Kiosk-Original Elli Altegoer, interviewt eine Unternehmensberaterin zur Zukunft der Trinkhalle, fragt, was in die Schnuckertüte kommt und stellt sich im Selbstversuch hinter den Tresen.

Arbeitsämter-Tour und Verlosungen

Dazu gibt es eine 20-Arbeitsämter-Tour, bodo-Verkäufergeschichten, den Veranstaltungskalender, 20 Verlosungen (Geierabend, die Popolskis, etc.) und einen exklusiven Vorabdruck aus Herbert Knebels neuem Buch in der Reihe "Wanderpokal".

Das Heft erscheint mit neu gestaltetem Titel - ab sofort auch außen etwas mehr "Magazin".

1994 gegründet

Der Ursprung des Vereins geht zurück auf die Nacht der Wohnungslosen 1993, in der die Idee entstand, eine Straßenzeitung herauszugeben. Gegründet wurde bodo e.V. 1994 durch sieben Privatpersonen. Im Februar 1995 erschien die erste Ausgabe von bodo. In den Folgejahren etablierte sich das Straßenmagazin in Bochum, Dortmund und Umgebung. Ende 1999 stand bodo kurz vor dem Ende. Dies konnte durch die große Spendenbereitschaft von Bürgern und Unternehmen abgewendet werden. 2001 wurde der neue Vereinssitz – mit neuem Team – in der Mallinckrodtstraße 270 bezogen. Im November des gleichen Jahres wurde der Bücherbasar eröffnet.

In der Folge begann bodo die Projekte Trödel, Möbel und Transport zu entwickeln. In diesen Bereichen sind im wesentlichen Langzeitarbeitslose auf der Basis von Zuverdienst beschäftigt. 2003 stand bodo noch einmal kurz vor dem Aus. Zugesagte Mittel wurden entzogen und überall fehlte plötzlich das Geld. Die neuen Projekte wurden wichtiger denn je, um das Grundprojekt Zeitschrift zu stabilisieren.

Inzwischen ist die finanzielle Situation von bodo zwar alles andere als rosig, aber stabil. Ohne öffentliche Finanzierung ist der Verein auf den auch wirtschaftlichen Erfolg seiner Beschäftigungsprojekte angewiesen, genauso wie auf die finanzielle Unterstützung von Menschen aus der Region.

DerWesten

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