Erste Kameras zur Überwachung der Brückstraße hängen

Im Brückstraßenviertel hängen die ersten der insgesamt fünf Kameras, mit denen die Polizei eine Videoüberwachung durchführen will. Die Installation der Technik und die Schulung von Polizisten dauert noch - wir verraten, wann die Überwachung frühstens beginnt.

Dortmund.. Man nehme die Kameras "frühestens im Dezember" in Betrieb, sagte Polizei-Sprecher Kim Ben Freigang. Das Brückstraßenviertel zieht gerade am Wochenende dank Konzerthaus, Kino, Discos, Kneipen und Restaurants viele Besucher an. Aber auch Kriminelle: Die Polizei registriert hier mehr Straftaten als in anderen Bereichen der Innenstadt.

Die Zahl der Straftaten senken

Daher fiel im April die Entscheidung, dass die Polizei mehrere Kameras in der Brückstraße installiert, um die Zahl der Straftaten zu senken. Auf Initiative des Innenministeriums NRW wird die Videoüberwachung - offiziell Videobeobachtung genannt - auch in anderen Großstädten Nordrhein-Westfalens getestet.

Zunächst für ein Jahr. Erstens sollen potenzielle Straftäter abgeschreckt werden, sagte Freigang. Zweitens sollen Aufnahmen beim Aufklären von Straftaten helfen. Die Kameras in Dortmund kosten das NRW-Innenminsterium 150.000 Euro.

Live-Überwachung ist möglich

Gefilmt werde nicht rund um die Uhr, sondern nur stundenweise und schwerpunktmäßig freitags bis sonntags, so Freigang. Polizisten können die Bilder live sehen und sie auch - allerdings nicht dauerhaft - speichern. Befürchtungen von Anwohnern, die dreh- und schwenkbaren Kameras könnten auch in Wohnungen hineinfilmen, entgegnet Freigang: "Daran haben wir kein Interesse - und das dürfen wir auch gar nicht."

Eine Kamera hängt über dem Eingang zum "Brück Grill". Inhaber Naim Göhmen spürt deswegen kein Unbehagen: "Wenn es für die Sicherheit hilfreich ist und Täter abschreckt, finde ich es gut."