Erste Gemeinschaftsschule wird zum Kraftakt
07.07.2010 | 18:48 Uhr 2010-07-07T18:48:00+0200
Dortmund.Freiwillig soll er sein, gut vorbereitet, schnell, und am besten gepflastert mit Landesmitteln: Der Weg zum längeren gemeinsamen Lernen. Zur ersten Gemeinschaftsschule in Dortmund. Doch bevor der Pilot an den Start geht, drohen Turbulenzen.
Dortmunds erste Gemeinschaftschule – dafür kämpft Stadtelternvorsitzende Monika Landgraf seit Jahren. Dafür, dass Kinder möglichst lang gemeinsam lernen und die Wahl für einen Schulabschluss möglichst spät fällt. Damit sich die Kinder entwickeln können, bevor ihre Zukunft festgezurrt wird. Wenn es nach ihr ginge, „sollte Dortmund in jedem Stadtbezirk mit einer Gemeinschafsschule starten.“ Und auf jeden Fall von Grundauf neu. Die Gemeinschaftsschule sei keine Gesamtschule 2.0.
Gymnasien abschaffen?
Während manche Dortmunder Sozialdemokraten am liebsten das Gymnasium abschaffen möchten, will die Elternvertreterin zweigleisig fahren. Die Schulkonferenzen - in allen weiterführenden Schulen - müssten die Weichen stellen. Hauptschulen könnten genutzt, Kollegien aller Schulformen gemischt werden. Man müsse ein Konzept entwickeln, wie man die Kinder fördern will. Für all das brauche man beides: Zeit und Geld. Vom Land, versteht sich.
Das sieht auch Schulausschussvorsitzende Gabriele Schnittker. Mit der SPD will sie in den Ferien das Themenfeld beackern. Bis jetzt nur soviel: „Für einen Piloten müssen wir in die Stadtbezirke mit Überkapazitäten gucken“. Ein Zentrum finden, das alle Schulformen von der Grundschule bis zum Gymnasium hat. Eving wäre denkbar. Dann: Ausbauten, Anbauten, Fachräume. „Die Finanzierung wird ein spannendes Thema“, fürchtet Schnittker. Bedenke man, dass Dortmund von einst 50 Millionen Euro an Investivmitteln im Schulbereich 2010 noch zehn geblieben seien, müsse man auf Landesmitteln bauen.
Leere Gebäud
e mit Leben füllen
Wenn es um Neubauten geht, stimmt Anne Smerdka, Sprecherin der Gymnasien, zu. Doch den Gedankengang, Gymnasien abzuschaffen, hält sie für einen Holzweg. „Ein Wettbewerb zwischen Gymnasien und Gemeinschaftsschule würde schwierig“. Zu sehr seien die politischen Lager gespalten. Andersherum werde eher ein Schuh draus: Das Gymnasium als Ausgangspunkt für die Entwicklung einer Gemeinschaftsschule.
Bildungsforscher Dr. Ernst Rösner sieht es anders: Die Realschulen von heute sind der „Kern der Gemeinschaftsschule“ von morgen. Kollegien, die alle Bildungsgänge abdecken, sollen der Sek-I-Schule den Weg bereiten. Wenn es ans Abi geht, denkt er an Kooperations-Oberstufen aus der Nachbarschaft: das könnten Gymnasien sein, Gesamtschulen oder leer gezogene Hauptschulgebäude, die mit neuem Leben gefüllt werden. „Wenn Dortmund klug ist, macht es den Einstieg an zwei Standorten. Besser an dreien.“ Auch wenn es bei den Realschulen noch Überzeugungsarbeit zu leisten gelte - die Gemeinschaftsschule werde sich durchsetzen.
13:42
@runningvalentino
ist schon klar in deutschland ist immer alles ganz anders und die probleme größer und jede lösung schlechter
bildung an der rechtschreibung festzumachen hilft auch ungemein die einfache lösung zu suchen
schön das aussortieren als einfachste lösung die beste lösung für sie ist.
bis nichts mehr übrig ist und der pöbel in der großen überzahl vor ihrem herrenhaus steht und die realtität mit gewalt in ihr leben bricht
naja so war es im gestern das sie so schön verteidigen
typisch bis in kleinste deutsche strukturen
wenn ich es so mache wie der nachbar macht fällt mir der himmel auf den kopf
dann doch lieber weiter im sumpf der überkommenen bildungsstrukturen versinken, gelle
08:01
# 4 ,Hirn
Ihrem Artikel ist leider sehr eindeutig zu entnehmen, dass Sie nicht zur dekadenten Bildungselite gehören. Ihre Orthographie und Zeichensetzung lassen auf Bildungsdefizite bezüglich der deutschen Sprache schließen....
Überdies laufen Sie wahnwitzigen Hypothesen hinterher, die glauben, dass gewisse Schulsysteme Migranten oder Kinder bildungsferner Schichten besser erreichen können. In der BRD haben alle Schüler die Möglichkeit einen ( adäquaten ) Schulabschluss zu bekommen; wenn sie diesen nicht erreichen, liegt dies sehr selten am bestehenden Bildungssystem sondern eher an der Bildungsresistenz der Schüler und/ oder ihrer Familien. Gegen ein solches Verhalten ist aber kein Kraut gewachsen !
Und , der Vergleich , vorzugsweise mit skandinavischen Ländern hinkt ganz gewaltig;
die Zusammensetzung der Gesellschaften ist dort
deutlich anders als unsere ; deshalb ist das Adaptieren von Konzepten unserer Nachbarn völlig unsinnig, weil die Voraussetzungen eben völlig unterschiedlich sind .
N.B. : Dass jemand das Bestreben hat, den Pöbel von sich fern zu halten, kann ich bei dem Pöbel der Neuzeit völlig verstehen; ich möchte mit vielen Zeitgenossen auch nicht viel zu tun haben.... Dekadenz eben !
runningvalentino
22:11
@MHR
Na da haben wir Sie doch unsere kleine und dekadente Bildungselite die in Ihren Tempeln unter sich bleiben und den Pöbel fernhalten möchte.
Wann wird Menschen wie Ihnen klar das unser Stände geprägtes Bildungssystem vor 500 Jahren seine Ursprünge hat und das fast ganz Europa sich schon viel weiter entwickelt hat. Nur wir deutschen hadern wieder an uns selbst statt erfolgreiche Bildungskonzepte unserer erfolgreicheren europäischen Nachbarn zu adaptieren.
Wir verlieren generationen von Jugendlichen ob migranten oder Kinder bildungsferner Schichten an Hartz4 und eine dekadente Elite baut fleissig an der Bildungsfirewall.
Irgendwann kommen dann reale Mauern um die feinen Viertel dazu.
Aber vielleicht haben wir Glück und wie 1918 oder 1945 ist es der Druck des Auslands der uns beine macht.
Gute Nacht und hoffentlich noch irgenwann ein Morgen der uns hoffen lässt
11:44
Wenn in Dortmund alle Gymnasien abgeschafft werden sollten, dann gehen meine Kinder entweder auf eine Privatschule oder wir ziehen um. Und ich bin sicher nicht der einzige, der so denkt. Münster und andere Städte können sich dann auf einen überraschenden Zuzug von steuerzahlenden Familien freuen
10:53
An Frau Landgraf:
Bevor Sie sich mit so Großprojekten beschäftigen, sollten Sie erst einmal vor Ihrer eigenen Haustür kehren.
Sie sind doch stellv. Pflegschaftsvorsitzende an der Johann-Gutenberg-Realschule in Wellinghofen.
Bei den Zuständen, die an dieser Schule herrschen, sollten Sie erst einmal da anfangen aufzuräumen.
06:29
Hoffentlich sind die Kinder der Grünen und SPDler auch die ersten, die auf solche Schulen gehen.
Welche Schule besucht eigentlich das Kind von Frau Kraft?
Es wird doch wohl hoffentlich eine ideologisch korrekte Gesamtschule sein.