Ermittelt Kommissar Faber bald im Neonazi-Milieu?

Es könnte Fabers heikelster Fall werden: Nach dem Erfolg von "Auf ewig Dein" arbeitet der WDR bereits an den nächsten Folgen des Dortmund-Tatorts. Vieles spricht dafür, dass es das Ermittlerteam um Kommissar Peter Faber bald mit der Dorstfelder Neonazi-Szene zu tun bekommt.

Dortmund.. Der Dortmund-Tatort gewinnt immer mehr an Prestige: Die vierte Folge "Auf ewig Dein", die am Sonntag lief, heimste viel Lob von Kritikern und Zuschauern ein und holte mit 8,77 Millionen Zuschauern souverän den Quoten-Tagessieg.

Mit diesem Erfolg im Rücken werden voraussichtlich im März die Dreharbeiten für den fünften Fall des mürrisch-verrückten Kommissars Peter Faber beginnen. Das meldet der Berliner Tagesspiegel. Er hat mit Autor Jürgen Werner gesprochen. Der fünfte Fall werde eine Zäsur für die Charaktere desDortmund-Tatorts sein, so Werner:"Es werden die letzten offenen Fragen beantwortet und eine Basis geschaffen, die neue Entwicklungen möglich macht".

Nächster Tatort wird "Dorstfeld" heißen

Noch ist nicht bekannt, worum es in der Folge gehen wird, die noch 2014 ausgestrahlt werden soll, doch hat Hauptdarsteller Jörg Hartmann in einem Interview mit dem WDR schon einen aufschlussreichen Tipp gegeben:

Hartmann: Ich darf natürlich nicht zu viel bekannt geben. Aber ein Stadtteil wird dem Tatort den Titel geben.

Verraten Sie uns wenigstens den Anfangsbuchstaben?

Hartmann: Na ja… Do.. Wie Dorstfeld. Einen besseren Titel kann es dafür nicht geben.

Ein Tatort, für den es keinen besseren Titel geben kann als "Dorstfeld"? Da spricht schon einiges für eine Handlung, in der die Neonazi-Probleme einiger Straßenblöcke in Dorstfeld eine zentrale Rolle spielen, zumal Tatort-Star Hartmann in früheren Interviews betont hatte, dass er das Thema unbedingt einmal im Tatort behandeln möchte. Der Plan sei es auch, wieder stärker anOriginal-Schaustätten zu drehen. Bei "Auf ewig Dein" waren fast alle Szenen in Köln entstanden. Lediglich der Showdown zwischen Faber und dem Kindermörder Markus Graf war über den Dächern Dortmunds auf dem alten RAG-Hochhaus an der Hansastraße gedreht worden.

Neuer Autor

Darüber hinaus wird ebenfalls an der langfristigen Zukunft des Dortmund-Tatort gestrickt. Der Drehbuchautor Wolfgang Stauch, der bereits die Handlungen von mehreren Tatorten geliefert hat (darunter die Jubiläums-Folge des Münster-Tatorts "Das Wunder von Wolbeck") gab auf seiner Internet-Seite bekannt, für den WDR an einem Fall mit dem Arbeitstitel "Brot und Spiele" zu arbeiten. Der Drehbeginn sei für 2015 angedacht.