Reinigungsfrist für Envio-Gebiet wieder verlängert
30.07.2010 | 14:32 Uhr 2010-07-30T14:32:00+0200
Dortmund.Die von der Bezirksregierung Arnsberg und der Stadt Dortmund angeordneten PCB-Reinigungsarbeiten auf dem Envio-Gelände kommen offenbar voran, werden aber nicht wie gefordert heute fertig gestellt. Es ist - wie berichtet - der zweite Anlauf.
Das Abarbeiten des PCB-Giftskandals im Dortmunder Hafen geht weiter. Die von der Bezirksregierung Arnsberg, zuständig für befestigte Außenflächen, und der Stadt Dortmund (unbefestigte Außenflächen) angeordneten Reinigungsarbeiten auf dem Envio-Betriebsgelände kommen laut Pressemitteilung der Stadt voran. Etwa ein Drittel der unversiegelten und ein etwas kleinerer Teil der versiegelten Flächen sei inzwischen geschafft. Die für den heutigen Freitag, 30. Juli, vorgegebene Fertigstellung der PCB-Säuberung sei aber nicht zu schaffen.
Zur Erinnerung: Fegeproben hatten gezeigt, dass der erste „Reinigungsgang“ nicht erfolgreich war. Die Bezirksregierung hatte Envio daraufhin aufgefordert, sämtliche versiegelten Flächen bis zum 30. Juli erneut zu säubern. Der zweite, nun laufende Reinigungsgang auf dem immer noch PCB-verseuchten Envio-Gelände hätte zudem aber offenbar ohnehin vermieden werden können. Doch der Vorschlag der Sanierungsfirma Lobbe, erst die unbefestigten und dann die versiegelten Flächen zu säubern, hatte bei den Behörden laut Lobbe kein Gehör gefunden.
Abgestellte Gegenstände verhindern geplante Fertigstellung
Der aktuelle Stand: Da auf den Flächen zahlreiche, teils große und schwere Gegenstände abgestellt seien, die im Zuge der Reinigung mindestens zweimal versetzt und zum Teil zunächst selbst äußerlich gereinigt werden müssten, könnten die Arbeiten nicht wie angeordnet im Laufe des heutigen Freitags abgeschlossen werden. Stadt und Bezirksregierung hätten deshalb deutlich gemacht, dass die Zeitüberschreitung akzeptiert werde, solange zügig weiter gearbeitet werde. Dazu gehörteauch, dass der morgige Samstag genutzt wird. Mitarbeiter beider Behörden werden den Arbeitsfortschritt auf dem Envio-Gelände fortlaufend überwachen.
Die Nassreinigung auf den befestigten Freiflächen erfolge in einem Arbeitsgang mittels Hochdruck und Bürsten bei gleichzeitiger Unterdruckabsaugung der kontaminierten Stäube. Zum Einsatz kommen laut Stadt mehrere Systeme mit Arbeitsbreiten von 40 bis 255 Zentimeter Durchmesser.
Nach Lockerung kommt „Riesenstaubsauger“
Auf den unbefestigten Flächen werde der Untergrund zunächst gelockert. Das gelockerte Material werde anschließend von einem „Riesenstaubsauger“ (Vakuum-System) auf einem Lkw aufgenommen und anschließend in abgedeckten Mulden zwischengelagert.
Um über die Entsorgungswege entscheiden zu können, würden alle Materialien sofort beprobt. Für die Analytik brauche man zwei bis drei Tage. Material mit einer PCB-Belastung von über 50 mg/kg werde einer von wenigen geeigneten Sondermüllverbrennungsanlagen zugeführt, alles andere könne deponiert werden.
17:49
@ #5
Dabei fällt mir ein: Envio hatte seit der ersten öffentlichen Erwähnung in der Presse immer wieder gegenüber Aktionären, besonders gegenüber Murphy & Spitz bei deren Besuch, behauptet, es gäbe ein laufendes Genehmigungsverfahren für neue oder veränderte Anlagenteile. Das sei auch der Grund, weswegen manches eben noch nicht so läuft, wie es eigentlich soll, z.B. die Luft-Absauganlage.
Im Monitor-Beitrag vom Donnerstag wird auch ein solches schwebendes Verfahren als Grund für eine Kontrolle der Bezirksregierung in 2008 nach der Weiterleitung des ersten schriftlichen Hinweises vom Dortmunder Umweltamt angegeben, die statt unangemeldet eben mit Terminvereinbarung stattgefunden hat.
Weiss denn Hr. Brandt evt. darüber mehr? Handelt es sich evt. um das selbe Genehmigungsverfahren, welches schon seit 2008 immer wieder vorgeschoben und letztlich auch in 2010 - aus welchen Gründen auch immer - noch nicht abgeschlossen war?
17:09
Genau - kommt Zeit kommt Rat. Nach Sommer folgt der Herbst, und dann der Winter. Anschließend kommt der Frühling und dann haben wir wieder Sommer. Und wie bei der Deutschen Bahn kommt immer wieder etwas dazwischen, kennnen wir ja schon zu genüge wenn obere Stellen etwas anordnen. Nur beim Bürger muss alles zackig schnell gehen.
23:36
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19:33
@2 und 3:
Was soll denn das?
Wenn Sie rein gar nichts beizutragen haben, korrigieren Sie nicht Typos. Ich verspreche Ihnen, kein Mensch nimmt Sie hier mehr ernst. Da können Sie auch gern der allereinzigste schreiben - es wird niemanden zum Nachdenken anregen.
19:08
Entschuldigung der Einzige muss es heißen.
19:00
#1 vaikl wird Ihnen das sicher gleich erklären. Ist der einzige der Bescheid weiß. Haben Sie mal ein bischen Geduld.
17:04
Drei Anwohner-Fragen hierzu:
Kann man sich darauf verlassen, dass während der Reinigungsarbeiten keine zusätzlich erhöhten Belastungen (ggf. durch Leckagen) auftreten?
Welche meteorologischen Verhältnisse sind zu erwarten?
Kann irgendetwas schiefgehen (z.B. ein Riesenstaubsauger havariert und bläst Staub ins Freie)?
Umweltminister Remmel und Arbeitsminister Schneider haben einträchtig Transparenz versprochen - wie wird das wohl im Hochsauerlandkreis interpretiert werden?