Envio-Gelände muss erneut gereinigt werden
23.09.2010 | 14:06 Uhr 2010-09-23T14:06:00+0200
Dortmund.Teile der Flächen auf dem Envio-Betriebsgelände im Dortmunder Hafen weisen auch nach der jüngst abgeschlossenen Reinigung noch PCB-Belastungen auf. Die Bezirksregierung teilte mit, dass das Gelände erneut gereinigt werden muss.
Weite Teile der versiegelten Flächen auf dem Envio-Betriebsgelände im Dortmunder Hafen weisen auch nach der am letzten Freitag abgeschlossenen Reinigung noch gravierende PCB-Staubbelastungen auf. Die gemessenen Werte auf großen Teilen der Fläche sind so extrem, dass die Reinigung nicht nur wiederholt, sondern deutlich intensiviert werden muss.
Die neuerliche Reinigung ist unumgänglich. Dies ist das Ergebnis von Fegeproben an zahlreichen Stellen auf dem Betriebsgelände, die die Bezirksregierung Anfang dieser Woche auf dem Areal hat nehmen lassen. Der Grenzwert von 50 Milligramm PCB pro Kilogramm Staub wurde dabei teilweise deutlich überschritten. Wie deutlich erklärte Jörg A. Linden, Sprecher der Bezirksregierung, auf Anfrage: „Während 50 Milligramm PCB erlaubt sind, fanden wir noch immer Werte bis zu 2000 Milligramm.“
Reinigungsbeginn noch am Donnerstag
Die von der Bezirksregierung daraufhin angeordneten neuen Reinigungsarbeiten sollten noch am Donnerstag beginnen. Warum die Reinigung nicht ausreichte, erklärt Linden mit zwei Varianten. Zum einen sei es denkbar, dass die Reinigungstechnik - eine Art Absprühen des Geländes mit Hochdruckgeräten - nicht effektiv genug sei und deshalb verstärkt werden müsste. Denkbar sei aber auch, dass es „sich um Rekontamination handelt“, so Linden. Soll heißen: Gereinigte Flächen würden von PCB-Staub über Winde von anderen Flächen des Geländes herübergweht. Wie auch immer es weitergeht, die Bezirksregierung werde die Flächen solange bearbeiten, bis der Grenzwert unterschritten sei, so Linden.
Zur Erinnerung: Die Firma Envio hatte die Reinigung der versiegelten Flächen ihres Betriebsgeländes, die von der Bezirksregierung angeordnet worden war, am 10. August eingestellt. Daraufhin hatte die Bezirksregierung am 13.. August ein Spezialunternehmen mit der weiteren Reinigung beauftragt. Diese Arbeiten sollen bis Ende dieser Woche abgeschlossen sein – danach wird noch mal beprobt. Für die unversiegelten Flächen des Geländes zeichnet die Stadt bei der Reinigung verantwortlich.
01:03
Es ist auch blöd, wenn an der einen Stelle gereinigt wird und an der anderen Stelle noch jemand Dreck macht.
So wie jede Hausfrau weiß, dass man vor dem Staubwischen kehrt und nicht danach...
Natürlich stand schnelle Beseitigung im Vordergrund, aber alles doch mit Kopf und Verstand... Einfach nur Schildbürgerei...
11:28
@ #6
nö Schwachkopf!!!
Haben Sie Probleme mit Ihrer Tastatur oder war Ihnen einfach nur langweilig?
11:05
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10:30
bin ja nur ein Laie, aber wäre es nicht vernünftiger mal zu schauen wo das ausläuft und da mal ein Riegel vor zumachen anstatt jedesmal eine Riesenputzaktion zu veranstalten??
21:19
@ #3
Und das, obwohl sie schon den schwarzen gegen den roten Schrubber getauscht haben. Blöd, dass Sierau jetzt gar nicht mehr rummoppern kann, wenn Bollermann genauso unfähig agiert.
20:31
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18:37
Wenn es nach wie vor kein Gesamtkonzept gibt, nach welchen langfristigen Zielen arbeiten diese Spezialunternehmen dann? Das ist doch lächerlich. Wochen-, nein monatelang geht das jetzt schon so. Von diesem Ort werden nach wie vor, Tag für Tag, die schlimmsten Umweltgifte freigesetzt - weil offenbar niemand konsequent Mittel und Personal mobilisiert. Oder handelt es sich um ein unlösbares Problem?
17:31
„sich um Rekontamination handelt“
Wenn das Zeug wirklich von anderen Flächen wieder zurückweht und diese kontaminiert, dann frage ich mich warum nicht das ganze Gelände gereinigt wurde.
Das Wasser zum abspritzen ist doch bestimmt aufgefangen und gefiltert worden. Oder?
Hofft man bei den Verantwortlichen auf einen Megasturm, der alles von allein säubert und in die gesamte Umwelt verteilt.
Mach dem Motto, ich verdünne solange, bis das Gift die Grenzwerte unterschritten hat.