Envio gefährdet 170 Arbeitsplätze bei ABP
22.10.2010 | 20:22 Uhr 2010-10-22T20:22:00+0200
Dortmund.Dramatische Zuspitzung im PCB-Skandal: Nach Informationen der WR hat Envio den Mietvertrag mit der Firma ABP Induction Systems gekündigt. Bliebe es dabei – der ABP-Standort Dortmund wäre kaum zu retten. 170 Arbeitsplätze sind in akuter Gefahr.
Die Kündigung traf die ABP-Geschäftsführung wie ein Keulenschlag. Sie ist offenbar die Quittung für die Konsequenz, mit der die Firma auf geschäftsschädigende Folgen des Giftskandals reagiert hatte.
ABP hat Hallen, Verwaltungsgebäude und Teile der Freiflächen von der Skandalfirma Envio gemietet. Das Unternehmen fertigt Induktionsöfen für die Metallindustrie. Die massive PCB-Verseuchung des Geländes bescherte der Firma finanzielle Einbußen. Teile der Produktionsstätten sind kontaminiert und damit unbenutzbar. Seit Monaten leidet das operative Geschäft. Die Verluste: erheblich. Als sich noch herausstellte, dass auch die ABP-Werkskantine, in der wöchentlich 300 Besucher aßen, mit PCB verseucht war (WR berichtete), zog ABP die Reißleine und kürzte Envio die Miete. Andere Untermieter zogen nach.
Fällt der Standort, dann fallen die Jobs
Atmosphärische Störungen folgten. Zwischenzeitlich soll Envio damit gedroht haben, ABP den Strom abzudrehen. Dennoch: Die Kündigung des Mietverhältnisses traf die Firma völlig unvorbereitet. Für das Unternehmen hätte sie verheerende Folgen. Das Management der weltweit zwölf ABP-Filialen sitzt in den USA. Angesichts der Folgen des Giftskandals haben die Firmenbosse längst diverse Szenarien durchgespielt. Fazit: Eine Verlagerung der Niederlassung scheidet aus. Alle 170 Arbeitsplätze hängen an diesem Standort. Fällt er, dann fallen auch die Jobs. Die Produktion würde dann wohl nach Asien verlagert.
Die Dortmunder ABP-Spitze war am Freitag zu den Entwicklungen nicht zu sprechen. Offizieller Grund: „Budgetverhandlungen mit den Gästen aus USA“. Nach WR-Informationen soll am Mittwoch, 27. Oktober, ein Gespräch mit Envio stattfinden. Dabei hoffe man auf einen glücklichen Ausgang, sickerte gestern aus ABP-Kreisen durch.
10:25
In dubio pro reo!
Vor dem Gesetz sind alle gleich; auch Neupert.
Viele Kommentare würden wohl die Selbstjustiz einem sachlichem Verfahren vorziehen.
Faktisch sind hier Beweise zu sammeln und zu sichern. Das BEispiel, dass hier schon öfters mahnend genannt worden ist, Contergan. Eindeutige Sache so meinte man damals, aber de Verlauf des Prozesses war eben nicht eindeutig.
In dubio pro Reo oder wie es der Focus sagt FAkten FAkten FAkten.
Neupert lebt sowieso in seiner eigenen Welt, die hat mit dem dreckigem ekeligem Werksgelände/hallen nix zu tun. Wer von den Schreibern kennt denn die Werkshallen in Natura?
Ein Blick in die Halle zeigt das Ganze Verständnis der Betreiber für die Sachlage. Beim Kunden das giftige PCB zum höchsten Preis entsorgen und in den Werkshallen wurde es dann Sinnbildlich zum Salatöl. Selbst auf den Werkeigenen Videos ist das zu sehen Manufaktur wie zu Großmutters Zeiten. Ekelhaft.
ABB Stößt das ganze ab, nachdem die Ersten Mitarbeiter vergiftet worden sind, und Neupert sieht seien Chance und führt die Behörden an der Nase herum. Behörden ließen sich offensichtlich gerne führen. ( jeder Regent braucht gut Nachrichten Wir schaffen Arbeitsplätze, Hightech und Ruhm) Ha Ha Die Betroffenen sollten unbedingt eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die Behörde einleiten. Wer von den Schreibern ist den direkt betroffen?
00:34
@ #12 vaikl
Aber dieser Stoff scheint die Emotionen weniger aufzuwühlen.
Ich verliere ja immer mehr den Bezug zum Thema, aber in Ihrer Auflistung gibt es garantiert interessanteres als künstlich erzeugte Themen. ;-)
20:41
@ #10 Codias
Dabei gibt es ja durchaus interessanten Stoff:
- Die BaFin untersucht endlich die Kursbewegungen
- RP Gerd Bollermann enthüllt erstmals die wirklichen Gründe für lasche Kontrollen aus Arnsberg
- Auf der Envio-Hauptversammlung sollen neue Fakten geschaffen werden
Aber wahrscheinlich ist das für den gemeinen Online-Kommentator nicht simpel genug, um mit den allseits bekannten Schlagwörtern um sich zu werfen.
12:23
Selbst wenn wieder Arbeitsplätze über den Jordan gehen, was soll es ? Wir sind doch in Deutschland, da braucht man keine Arbeitsplätze. Wir haben doch Hartz 4, das reicht doch. Hauptsache die Firmenbosse scheffeln noch mehr Kohle für Ihre Schlampereien ! Die Wahren Verbrecher sitzen in den Geschäftsleitungen und werden nicht zur Rechenschaft gezogen, leider.
Du bist Deutschland...
11:55
Hier drängt sich doch erneut der Verdacht auf, dass ausschließlich die Emotionen wieder hoch gekocht werden sollen, was ja anscheinend auch gelingt weil die ein oder anderen es wohl gerne überlesen wenn es anderslautende Infos gibt.
Wie vaikl gestern abend bereits schrieb ist lt. der Firmenleitung von ABB nichts an dieser Behauptung dran. In den aktuellen Lokalnachrichten des WDR ist dies für jedermann nachzulesen.
Meiner bescheidenen Meinung nach geht es hier wohl darum ein Thema auch dann schön aktuell zu halten wenn es gerade nur wenig Interessantes zu berichten gibt.
11:00
Das ist doch ne ganz klare Sache:
Envio versucht hier unter anderem Dortmund den Sündenbock zuzuschieben: Seht her was ihr böhsen getan habt: Jetzt müssen wegen Euch und Euren Nachvorschungen zig Menschen Arbeitslos werden. Aber wenn ihr ein Tuch des Schweigens über alles legt,ziehen wir die Objektkündigung natürlich zurück.
Das ist nichts anderes als ein abgekartertes Spiel von den Envio-Verbrechern. Ab in U-Haft mit ALLEN Beteiligten. Auch den Städtischen Beteiligten ! Jeder der was damit zu tun hat !
08:58
So eine Verlagerung innerhalb von Dortmund / Ruhrgebiet scheidet aus? Warum? Lass euch doch nichts vormachen, die nutzen ganz einfach die Gunst der Stunde den Betrieb nach Asien zu verlagern. So wird da ein Schuh draus
22:07
@ Ra. Kieler:
Staat?!?
Sowas sieht anders aus. Europa - nein, die Welt - ist Wirtschaftsstandort.
Punkt.
22:06
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21:55
Vielleicht sage ich ja jetzt was Falsches, aber warum wird eine Firma wie Envio nicht zwangsabgewickelt? Mit anderen Worten, alle Firmenvermögen inkl. Sach- und Grundvermögen wird eingezogen, um wenigstens einen kleinen Teil des angerichteten Schadens wieder gut zumachen. Allen Verantwortlichen und ich meine wirklich alle, sollten strafrechtlich zur Verantwortung und zum Schadenersatz herangezogen werden und obendrein mit einem Berufsverbot auf Lebenszeit belegt werden. Selbst wenn sie dann irgendwann zu Hartz IV Empfängern mutieren. Dann können sie wenigstens keinen Schaden mehr anrichten.
Aber meine Gedanken werden wohl nicht Wirklichkeit, nicht in unserem Staat.