Envio-Außengelände ist gereinigt
17.09.2010 | 19:49 Uhr 2010-09-17T19:49:00+0200
Dortmund.Der zweite Anlauf zur Reinigung der Außenflächen auf dem Envio-Gelände ist beendet. Am Freitag wurden die Arbeiten abgeschlossen. Wie erfolgreich sie waren, werden Proben zeigen. Bis Montag soll die Giftfirma das Gesamtsanierungskonzept vorlegen.
Der erste Sanierungsversuch war vor zwei Monaten gescheitert. Seither taten sich Bezirksregierung und Stadt schwer, das Freigelände des 55 000 qm-Areals sauber zu bekommen. Lange Zeit diktierte Envio die Reinigung – ohne erkennbaren Nachdruck, denn von den Behörden gesetzte Fristen ließ die Giftfirma wiederholt verstreichen.
Serie von Hiobsbotschaften
Am 11. August brach Envio die Arbeiten ab. Offizielle Begründung: Man könne entweder sanieren oder die von Arnsberg geforderte Sicherheitsleistung von 1,5 Millionen Euro zahlen – aber nicht beides. Bis heute hat die Giftfirma nichts von beidem erledigt. Woche für Woche verging, ohne zählbares Ergebnis. Envio klagte vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen gegen die Sicherheitsleistung – und musste nicht zahlen, weil die Arnsberger Forderung formale Mängel hatte. Fortan teilten sich Bezirksregierung (versiegelte Flächen) und Stadt (unbefestigte Bereiche) die Außensanierung.
Die Arbeiten auf dem verseuchten Terrain liefen zäh und zum Teil ohne Schutzmaßnahmen. Als die WR Bilder von Arbeitern im Freizeitdress veröffentlichte, gerieten die Arnsberger Arbeitsschützer in Düsseldorf unter Druck. Vor anderthalb Wochen die vorerst letzte Hiobsbotschaft: Zwei von der Stadt gereinigte Flächen im Außenbereich sind nach wie vor mit PCB verseucht. Das ergaben Proben des Landesumweltamtes.
Höhere Sicherheitsforderung
Ob der Rest rein ist, werden Überprüfungen zeigen, die – bei trockenem Wetter – am Montag beginnen. Dann läuft auch die Frist für das Gesamtsanierungskonzept aus, hinter dem die Bezirksregierung seit Wochen herläuft. Diverse Szenarien sind denkbar. Erstens: Envio legt einen Plan vor; der kann den Ansprüchen genügen oder auch nicht. Zweitens: Es passiert nichts. Drittens: Envio klagt – wie zuletzt geschehen – in letzter Minute gegen den Bescheid.
Arnsberg rechnet mit allem und plant Eigeninitiative. „Sollte nichts Substanzielles von Envio kommen, dann nehmen wir das Sanierungskonzept selbst in die Hand“, sagt Behördensprecher Jörg A. Linden.
„Spätestens in der letzten Septemberwoche“ erfolge der zweite Anlauf auf die Sicherheitsleistung. Wie berichtet, will Arnsberg deutlich mehr als die bisher angepeilten 1,5 Millionen aufrufen. „Die neue Summe wird auf dem Wege der sofortigen Vollziehung angeordnet“, so Linden.
19:13
@1 Insider
Behörden mahlen langsam aber gründlich.
Wie langsam? Bis zum Stillstand - je nach dem, um wen oder was es geht. Und gründlich? Schön wäre es. Ohne das eifrige Nicht-Mahlen der Behörden wäre es nie, niemals soweit gekommen. Auf posthume Gründlichkeit können Mensch und Umwelt durchaus und genausogut verzichten.
Und wenn envio zehnmal der Verursacher ist: man hätte sie nicht gewähren lassen dürfen. In dem Sinne, wie es ebensowenig gestattet ist, noch dazu in aller Öffentlichkeit, Anschläge auf die öffentliche Trinkwasserverordnung zu planen, vorzubereiten und schließlich durchzuführen.
Die Behörden mahlen eben nicht, oder viel zu spät, wenn das Korn längst faul ist. Was ist der Grund dafür? Diese Frage gilt es zu klären - denn nicht wirklich nachvollziehbar ist im Fall envio das eklatante Versagen der mehr als fair bezahlten zuständigen Mitarbeiter in den Behörden.
14:15
Wer prpft denn ob das gelände sauber ist ? Die gleichen die jahrelang den Betrieb geprüft haben ? na denn Gute Nacht....
11:56
Die Mafia kann es nich besser!
10:39
Behörden mahlen langsam aber gründlich.
Neupert und die Führungsriege sind die Verursacher.
Soviel ist klar, denn die Mitarbeiter sind stark mit PCB vergiftet.
Das ist ein Faktum.
Und mit einem Interview Tenor Es tut mir leid und es tut mir noch mehr leid, dass sich die Leute bei uns vergiftet haben und ich sie entlassen habe. Es tut mir leid langt nicht.
Er und nicht die Knappschaft sollten Lebenslang für die Opfer zahlen.
Welch eine gedönse.
Envio rettet die Welt vor dem ja so giftigem PCP. Ne Envio verdiente ihr Geld mit der Angst der anderen auf Kosten der Mitarbeiter, der Anlieger, der Stadt und der Allgemeinheit (Knappschaft).
Neupert lebt in einer anderen Welt. Was in den letzten Monaten seid der Stilllegung passiert ist, scheint an Ihm vorbei gegangen zu sein.
Wie kann er annehmen, das die Trafos verkauft werden? Das ist sowas von weit weg von der Tatsache, dass die Mitarbeiter tatsächlich vergiftet sind.
Eine Asoziales, unmenschliches und unchristliches Verhalten zeigt sich nirgends deutlicher als hier bei diesem Herren von der Envio.
Unglaublich was sich hier im Jahre 2010 in Europa abspielt.