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Entscheidung über schlafendes Nashorn fällt in aller Ruhe

09.11.2007 | 21:48 Uhr

Ob sich das Brückstraßenviertel zu einem Rückzugsgebiet für ein bronzenes Nashorn entwickelt, bleibt noch unklar. Planungsdezernent Ullrich Sierau sieht jedenfalls derzeit wichtigere Dinge zu regeln. ...

... Was er aber bitte nicht als grundsätzliche Ablehnung verstanden wissen will. Wie berichtet, möchten die Brüder Reinhard und Bernd Menne sowie eine noch zu benennende Gruppe von Sponsoren der Stadt eine Skulptur imposanten Ausmaßes schenken: Ein schlafendes Nashorn des Designer Luigi Colani - 4,50 mal 1,50 Meter im Ausmaß. Die auf einen Wert von etwa 100 000 Euro geschätzte Skulptur sollte möglichst im Brückstraßenviertel ihren Platz finden - wegen der Nähe zum Konzerthaus. Der Kulturtempel schmückt sich bekanntlich seit Jahren mit einem geflügelten Nashorn als Emblem.

Reinhard Menne hält den Platz von Leeds für geeignet. "Ein Platz", meint er, "muss es schon sein." Die voluminöse Skulptur brauche Raum.

Fest steht, dass die Politik ihren Segen dazu geben muss. Und genau an diesem Punkt sieht Planungsdezernent Sierau vor dem Hintergrund des Ausbaus der Straße zum Boulevard Kampstraße noch Beratungsbedarf. Man wisse noch nicht, wo man die Schwerpunkte setzen möchte, er sehe derzeit allgemein keine besondere Bereitschaft, sich mit dem Nashorn zu befassen. Auch der Gestaltungsbeirat, der der Politik beratend zur Seite steht, habe noch keine Entscheidung fällen können. Da nutzte es auch nichts, dass Colani eigens angereist war.

Schnelle Lösung ist nicht in Sicht

"Eine schnelle Lösung ist nicht in Sicht", meint Sierau jedenfalls. Vielleicht eine etwas schnellere, wenn Mennes nicht auf einen Platz in der Nähe des Boulevard Kampstraße bestehen würden. Abgesehen davon: Mit einem Hinstellen sei es ja auch nicht getan. Auf die Stadt kämen ja schließlich Folgekosten durch Reinigung etc. zu.

OB Langemeyer, Kulturdezernent Jörg Stüdemann und Konzerthaus-Intendant Benedikt Stampa glaubt Menne hinter sich. Und dass er der Entscheidung noch Zeit geben muss, ist ihm auch klar.

Von Dirk Berger

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