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Enge Verflechtungen zwischen Autonomen Nationalisten und Desperados

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Kenner der Fanszene sehen das zunehmende Auftauchen Autonomer Nationalisten bei Spielen des BVB mit großer Besorgnis.

Die Desperados widersprachen nie den Gerüchten, sie seien mindestens von Nazis unterwandert. Ein Szenekenner äußerte sich gegenüber der WAZ Mediengruppe in den vergangenen Tagen drastischer: „Es gibt enge Verflechtungen zwischen Desperados, Autonomen Nationalisten und Northside.“ Bei den Vorfällen am 28. August am Rande des Drittligaspiels der BVB-Amateure gegen Karlsruher SC stürmten denn auch Hooligans, Desperados und etwa zehn Rechtsradikale Seite an Seite teils maskiert auf den Karlsruher Block zu. Später saßen Rechte und Desperados Seite an Seite in der Nordkurve des Stadions Rote Erde.

Schon beim DFB-Pokalspiel in Oberneuland am 18. August wurde im Bremer Weserstadion ein Plakat mit eindeutigem Hintergrund entrollt: „Rico Malt - unvergessen“, signiert mit „Northside Dortmund“. Rico Malt war ein „Free Fighter“ , der im Jahr 2007 verstorben ist. Malt war laut Angaben der Antifa Neonazi und Mitglied im „Fight Club Chemnitz“, der enge Kontakte in die rechte Szene pflegen soll.

Razzia in der Rheinischen Straße brachte Klarheit

Als Dortmunder Ultras von den Desperados mit Rechtsradikalen Kampfübungen in einer Dortmunder Turnhalle veranstalteten, waren auch Mitglieder der Northside dabei. Übungsleiter soll damals Timo K. gewesen sein. Doch Bislang konnte auch die Polizei die Verbindungen zwischen Nazi-Szene, Desperados und Northside nicht genau einschätzen.

Die Northside, hieß es, kokettiere vielleicht nur mit rechter Symbolik. Als „eine bunte Tüte“ bezeichnete ein Polizist die Gruppe. Doch seit der Razzia im Nazi-Haus „Rheinische Straße 135“ ist die Verbindung zwischen Northside und Rechtsextremen klarer denn je. Und auch einige Desperados-Aufkleber pappten an den Wänden in Haus „R135“.

Randale bei BVB 2 - KSC

Kenner der Fanszene sehen das zunehmende Auftauchen Autonomer Nationalisten bei Spielen des BVB mit großer Besorgnis. In der städtischen Broschüre „Rechtsextreme Strukturen in Dortmund“ ist zu lesen, dass die Northside speziell bei Auswärtsspielen auffällt und eine hohe Gewaltbereitschaft an den Tag legt. Dabei komme es auch zu antisemitischen Beleidigungen.

Bei Heimspielen sind laut Szene-Kennern rund 100 bekannte Rechte im Stadion, darunter vereinzelt Autonome Nationalisten, die den BVB immer mehr als Bühne für Propaganda missbrauchen. Etwa in Erfurt, wo am Samstag beim Drittliga-Spiel der Zweiten Mannschaft des BVB gleich mehrere schwarz-weiß-rote Flaggen im BVB-Block gezeigt wurden.

  1. Seite 1: Nazis könnten die Fanszene des BVB spalten
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    Seite 3: Gewalt kann zur Spaltung der Fanszene führen

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