Elisabeth-Klinik vor Übernahme
22.01.2009 | 18:54 Uhr 2009-01-22T18:54:58+0100Die Zukunft der Elisabeth-Klinik in Aplerbeck steht kurz vor der Entscheidung. Nachdem der bisherige Träger vor einem halben Jahr in die Insolvenz schlidderte, wird in diesen Tagen über den neuen Träger entschieden.
Wie berichtet, hatte das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Betreibergesellschaft E & V Fachkrankenhäuser GmbH am 1. August 2008 eröffnet werden müssen. Die Firma war in eine finanzielle Schieflage geraten, nachdem sie der Zahlungsverpflichtung bei einer Baumaßnahme in Ostdeutschland nicht nachkommen konnte.
Davon betroffen: Die Elisabeth-Klinik in Aplerbeck sowie die Veramed-Klinik in Meschede. Rechtsanwalt Dr. Christoph Schulte-Kaubrügger wurde zum Insolvenzverwalter bestellt. Er hat die Qual der Wahl. Denn die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie an der Marsbruchstraße sowie eine Ambulanz an der Beurhausstraße sind gut ausgelastet.
Im Haupthaus an der Marsbruchstraße gibt es drei altersgestaffelte offene Therapie-stationen und eine Krisenstation für insgesamt 35 Patienten.
Zahlreiche Bewerber warfen ihren Hut in den Ring, um die Spezialklinik zu übernehmen. Nicht weniger als 15 Bewerbungen gingen beim Insolvenzverwalter mit Angeboten zur Übernahme der Elisabeth-Klinik ein. Darunter auch das Johannes-Hospital, wie Geschäftsführer Günther Nierhoff bestätigt: "Das Haus würde sehr gut unser Angebot ergänzen."
Noch bessere Karten im Rennen um die Elisabeth-Klinik werden allerdings dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe eingeräumt. Wie dessen Sprecher, Karl Donath, bestätigt, "sind wir weiter nachdrücklich interessiert". Man habe ein gutes Angebot gemacht und die Verhandlungen seien inzwischen weit fortgeschritten. Im Übrigen hat der Landschaftsverband ein Vorgriffsrecht auf die Klinik, die auf seinem Grundstück einen Steinwurf von den Westfälischen Kliniken an der Marsbruchstraßer entfernt steht.
"Wir erwarten die Entscheidung im Laufe des Februar", so Donath.
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