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Eisrevue geht noch lange nicht in Rente

19.09.2008 | 19:26 Uhr

Im Dezember knallen die Sektkorken auf dem Eis in der Westfalenhalle. Dann feiert "Holiday on Ice" mit der neuen Show "Energia" den 65. Geburtstag.

Eiskunstlauf mit vielen sportlichen Höhepunkten ist wieder angesagt bei "Holiday on Ice". (Foto: Andreas Winkelsträter)

"Eiskunstlauf ist derzeit in den Köpfen der Menschen", freut sich Marina Kielmann, ehemalige Vize-Europamei-sterin und Läuferin bei der weltgrößten Eisrevue. Zwar seien die Leistungen der deutschen Läuferinnen und Läufer bei Europa- und Weltmei-sterschaften nicht so gut, "doch durch TV-Shows wie ,Dancing on Ice' oder auch die Daily-Soap ,Alles was zählt' mit Tanja Szewczenko ist Eiskunstlauf derzeit angesagt."

Amateur mit einer Sondergenehmigung

Die Dortmunderin war 1992 der erste Amateur, der mit einer Sondergenehmigung bei Holiday on Ice laufen durfte. "Magic & Illusion" hieß die Show, deren Proben damals in Zürich stattfanden. "Damals bin ich nach Zürich gefahren und musste ohne Vorankündigung aufs Eis in der Abendvorstellung", erinnert sie sich. Da schien sie den Verantwortlichen zu gefallen, ein zehntägiges Gastspiel schloss sich an. Und 1995 folgten zwei Jahre, in denen sie, in ihrem kleinen Wohnwagen lebend, mit der Show "Holiday on Ice Goes Broadway" durch Europa tourte.

Damals sei es noch eine Revue mit richtigen Federn gewesen. Zeiten, in denen man die Kostüme übers Eis getragen hätte. Das habe sich nicht zuletzt durch den Wechsel zur weltweit agierenden "Stage Holding" und der Verpflichtung von Ex-Weltmeister Robin Cousins als Choreograph und Regisseur vollkommen gewandelt. "Damit ist die Revue in eine ganz andere Liga aufgestiegen", so Marina Kielmann. "Heute steht der Eiskunstlauf wieder im Mittelpunkt, natürlich in Verbindung mit den fantastischen Kostümen und einer ausgefeilten Showtechnik."

Gespannt ist die 40-Jährige auf die neue Inszenierung, für die Kevin Cottam als Regisseur und Choreograph gewonnen werden konnte. Nach "Xotika" führt er zum zweiten Mal Regie. Als Chef-Kreativer hat er sich zudem bei der Inszenierung großer Events einen Namen gemacht, etwa bei den Olympischen Spielen 1988 oder auch bei Weltmeisterschaften.

"Diesmal geht Holiday on Ice in die zweite Dimension", freut sich Marina Kielmann auf das Dortmunder Gastspiel, das am 26. November startet. Das heißt, dass es eine weitere Eisfläche in einer zweiten Ebene geben wird.

In Dortmund ist die Show seit 1952, der Eröffnung der neuen Westfalenhalle, zu sehen. Damals liefen Ria Baran und Paul Falk, zweifache Weltmeister (1951 und 1952) und Olympiasieger (1952), aus Dortmund mit. Eng verbunden mit "Holiday on Ice" sind auch die Dortmunder Namen Dagmar Lurz oder Tanja Szewczenko, die 2008 bei der Show "Elements" auftritt, die in Essen zu sehen ist.

Die Show hatte die meisten Ensemble-Mitglieder und die jeweils besten Eisstars unter Vertrag. Zu den Medaillengewinnern bei Olympischen Spielen oder Weltmeisterschaften, die in den Shows getanzt haben, zählen unter anderem Stars wie Katarina Witt, Tanja Szewczenko, Robin Cousins MBE, Surya Bonaly, Nobert Schramm, Philippe Candeloro sowie Kati Winkler und René Lohse.

Von Andreas Winkelsträter

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