Eiseskälte erfordert kühle Vorsorge
06.02.2012 | 17:35 Uhr 2012-02-06T17:35:00+0100
Dortmund. Bei besonders niedrigen Temperaturen können Leitungen und Zähler schnell Schaden nehmen. Doch auch Leib und Leben sind in Gefahr, etwa dann, wenn sich Menschen auf (zu) dünnes Eis begeben. Eine weitere Gefahrenquelle sind verstopfte Schornsteine – hier droht Erstickungsgefahr.
Unter Null wird’s kritisch. Das weiß der Wasserversorger nur zu gut. Er ist selbst von Rohrbrüchen vermehrt geplagt, rät aber vor allem die Kunden zur Vorsorge gegen unliebsame Schäden. Das Gleiche macht die Feuerwehr. Hier ihre Tipps:
Wenn sich Väterchen Frost anmeldet, sollen Zähler Leitungen keinen Schaden nehmen. Besonders gefährdet sind alle Zähler, die in außen liegenden Schächten liegen oder an denen nur im Sommer Wasser entnommen wird.
Kostenlos und sehr effektiv ist das geschlossene Fenster als erste Frostschutzmaßnahme. Darüber hinaus sollten die Zähler warm eingepackt werden, damit sie den Winter unbeschadet überstehen.
Decken Sie den Zähler mit Stein- oder Glaswolle ab.
Oft wird bei Frosttemperaturen der geringe Durchfluss zum Problem. Sinnvoll ist deshalb, vor besonders knackigen Nächten eine Entnahmestelle ein wenig „dröppeln“ zu lassen. Das schützt auch die freiliegenden Leitungen.
Selbsthilfe bei Rohrbruch
Die Feuerwehr rät zur Selbsthilfe beim Wasserrohrbruch . Informieren Sie sich, wo in Ihrem Haus oder Wohnung sich die Absperrmöglichkeiten für die Wasserleitungen befinden. Sollte es zu einem Wasserrohrbruch kommen, schiebern Sie die Wasserleitung ab. Dadurch unterbrechen Sie die Zufuhr und es kann kein Wasser mehr nachlaufen. Zusätzlich sollten Sie die Sicherungen für die betroffenen Bereiche herausnehmen, um die elektrischen Gefahren zu minimieren.
Betreten Sie keine Eisflächen! Zugefrorene Gewässer bieten ein hohes Gefahrenpotenzial . Besonders Kinder unterliegen der Versuchung, Eisflächen zu betreten. Auch wenn die Eisfläche in Ufernähe tragfähig erscheint, kann das ein paar Meter weiter schon ganz anders aussehen. Erwachsene sollten Kindern ein Vorbild sein.
Gefährliche Gase aus der Heizung
Kontrollieren Sie Ihre Heizung! Durch eine Prüfung wird sichergestellt, dass in der Heizung eine saubere Verbrennung stattfindet und dass Abgase über den Schornstein abgeführt werden können. Eine nicht ordnungsgemäß gewartete Heizungsanlage oder ein verstopfter Schornstein können dazu führen, dass sich giftiges Kohlenmonoxid in Wohnräumen sammelt. CO ist ein farb-, geruch- und geschmackloses Gas, das schnell zum Tod führen kann. Es gibt jährlich Todesfälle.
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