Einkaufsstadt Dortmund ist im Aufwind
18.01.2010 | 11:21 Uhr 2010-01-18T11:21:00+0100
Dortmund. Dortmund gewinnt als Einkaufsstadt zunehmend an Bedeutung. Zu diesem Ergebnis kommt der weltweit größte Immobiliendienstleister CB Richard Ellis. Und in der bundesweiten Rangliste der besucherstärksten Innenstädte steht der Hellweg stets gut da.
Dortmund liegt im Aufwind - zumindest als Einkaufsstadt. Zu dieser Einschätzung gelangt nicht nur, wer sich in den Trubel auf der Goldmeile Westenhellweg stürzt. Immer wieder steht die Westfalenmetropole auch bei den wichtigen Immobilienmaklern hoch im Kurs. Denn im Ranking der besucherstärksten Einkaufsstraßen Deutschlands schafft es der Westenhellweg locker auf die vordersten Plätze, die Mieten der Ladenlokale erreichen bundesweit Spitzenwerte.
Jetzt hat sogar der nach eigenen Angaben weltgrößte Immobiliendienstleister CB Richard Ellis CBRE (30 000 Mitarbeiter in weltweit 300 Büros) ein Auge auf Dortmund geworfen - was schon für sich genommen etwas bedeutet: Andere Großstädte aus dem Ruhrgebiet nämlich tauchen in den regelmäßigen Reports von CBRE erst gar nicht auf.
Hohe Mietpreise, geringer Leerstand
Hohe Mietpreise und eine niedrige Leerstandsquote kennzeichneten den Dortmunder Markt, teilte das Unternehmen mit Hauptsitz in Los Angeles jetzt mit. Westen- und Ostenhellweg sowie die Brückstraße wiesen die stärksten Vermietungsaktivitäten auf. Besonders beeindruckt zeigen sich die Immobilienspezialisten von der Kontinuität der Dortmunder Entwicklung. Die Spitzenmieten stiegen laut CBRE in der City in den letzten sieben Jahren um durchschnittlich 3,4 Prozent pro Jahr und liegen heute bei 190 Euro pro Quadratmeter. Dortmund gehöre nach Köln und Düsseldorf - nur dort in NRW werden noch höhere Spitzenmieten von bis zu 240 Euro/qm erzielt - zu den drei Top-Einkaufsmetropolen in der Region Rhein-Ruhr. Interessant dabei diese Sichtweise: CBRE betrachtet Rhein-Ruhr, nicht etwa nur das Ruhrgebiet, mit 11,4 Mio Einwohner als größten deutschen Ballungsraum, der es nach Moskau, Istanbul, London und Paris unter die Top 5 der europäischen Metropolregionen schaffe.
Mit Interesse blickt CBRE auf das „Neue Thier Areal” und dessen Wirkung auf den City-Einzelhandel. Das ECE-Shoppingcenter, das 2011 eröffnet wird, könne mit 33 000 qm Fläche und 150 Läden den aktuellen Nachfrageüberhang an Einzelhandelsflächen abbauen und möglicherweise das Mietpreisniveau drücken.
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