Einkaufsgalerie öffnet auch sonntags
02.04.2009 | 19:01 Uhr 2009-04-02T19:01:00+0200
Die Einkaufsgalerie auf Thier - Dortmunds erstes Shoppping-Center - ist seit dem gestrigen Tage wieder ein bisschen nähergerückt.
Wie bei Vertragsunterzeichnungen üblich, haben die Akteure „Meilensteine” gesetzt und „Signale” gegeben. Das war bei den Verträgen fürs Bahnhofsprojekt 3do nicht anders als gestern. Nur dass 3do gestorben ist, die ECE-Einkaufsgalerie auf Thier hingegen täglich näher rückt.
Einen wichtigen Schritt für das 150 Geschäfte große Center haben OB Gerhard Langemeyer, Stadtdirektor Ullrich Sierau und ECE-Geschäftsführer Burkhard Hoffmann tatsächlich hinter sich gebracht, als sie im Rathaus den Städtebaulichen Vertrag unterzeichneten. Das 50 Seiten starke Papier regelt Rechte und Pflichten der Stadt und des Hamburger Investors.
Beispielsweise muss ECE die Zeche für die Erschließungs- und Umbauarbeiten an den Straßen bezahlen, rund 2,8 Mio. Euro. Besonderes Augenmerk dürften die Stadt und die City-Kaufleute auf jenen Passus richten, nach dem ECE mindestens ein Drittel Geschäfte ansiedeln muss, die an Osten- und Westenhellweg noch nicht vorhanden sind. Eine Kröte, die den Hamburgern wenig schmeckt, wie ECE-Manager Hoffmann einräumte: „Das fällt uns nicht leicht.” Aber deutlich leichter als die ursprüngliche Forderung der Rot-Grünen Ratsmehrheit, der zeitweilig vorschwebte, dass die Hälfte der Geschäft einmalig sein müsse in Dortmund.
»Wir betrachten Dortmund als Premiumprojekt«
Auch die Öffnungszeiten finden sich im Regelwerk: Sie sollen sich „an denen der Innenstadt-Läden orientieren”. Übersetzt heißt das: werktags und samstags von 8 bis 20.30 Uhr, sonntags von 11 bis 18 Uhr.
Im Mai darf ECE die Baugenehmigung erwarten, wie Stadtdirektor und Planungsdezernent Sierau in Aussicht stellte - und schon im Sommer will ECE die Abrissbirne kreisen lassen. Herbst 2011 soll der Einkaufstempel mit 33 000 qm Verkaufsfläche eröffnen - tatsächlich bringt es das Center inklusive aller Nebenflächen auf rund 70 000 qm.
Dortmund werde innerhalb des Hauses ECE als „Premiumprojekt” betrachtet, schmeichelte Manager Hoffmann - und rief ein Lächeln auf dem Gesicht von Sierau hervor. ECE, setzt offenbar große Stücke auf den Standort und will sich auch von der Konjunkturkrise das Geschäfts nicht verderben lassen. Gleichwohl ist ein Investitionsvolumen von 270 Mio. Euro auch für ECE viel Holz - weshalb man Partner für die Finanzierung finden will. Auch die Suche nach Mietern für die Einkaufsgalerie ist in vollem Gange - und laut Hoffmann gehen die ECE-Leute mit „extrem positiven Gefühlen” aus den Gesprächen. Die hegt man offenbar schon länger: Hoffmann sang das Hohelied auf das Tempo der Stadt („Es geht auch schnell in Deutschland.”) und mochte kaum aufhören. Sierau nahm's dankbar auf. „Sie können das aber auch weitersagen.” Antwort von Hoffmann: „Das werden wir auch tun.”
18:15
@j. de m.
nur weil ihnen in ihrer negativen Grundhaltung nix einfällt heisst es noch lange nicht das es allen mitmenschen so geht.
bei bezahlbaren mieten gibt es noch genügend geschäftsideen die dann auch dankbar angenommen werden
es ist interessant welch kleine aber feine geschäftsidee in Randlagen ihr auskommen findet welche auch in der city gut aufgehoben wäre wenn es nicht diese Megarenditen getriebenen Vermieter gäbe. Meisst irgendwelche Ärzte und Juristen fernab von Dortmund die in Zeiten wie heute von existenzkrise jammern weil ihre Praxen nur noch 30000€ pro Monat nach Steuern abwerfen. Menschen die weit ab von jeder anderen Unternehmerrealität leben aber pefekt sind in realer Lobbyarbeit.
Wie schön wäre es wenn es Köhler noch gäbe, oder wie an anderen Orten das kleine inhabergeführte Geschäft dem man die Detailliebe noch ansieht.
14:16
@Ein_Schwarzer
Ein Blick ins Gesetz erleichtert manchmal die Rechtsfindung. Ich würde mal in die Gemeindeordnung NRW § 64 gucken anstatt hier wirres Zeug zu formulieren. Aber das Ergebnis passt ja nicht in die Scharz-Gelbe Traumwelt.
13:30
Na super...was sollen denn dann da für Geschäfte rein??? Der Bahnhof kommt ja auch noch mit ein paar Geschäften.....dann fällt die Auswahl noch ein wenig dürftiger aus...Am Ende ist da an jeder Ecke ne Pommesbude, oder ein Dönerladen drin, weil man die Räume eh nicht vermietet kriegt....
11:53
@Hä: Völlig richtig. Der Wirtschaftsstandort Dortmund als Handelsmetropole leidet zu aller Erst unter der Gier von Immobilienbesitzern. Das ist an Osten- und Westenhellweg nicht anders, als an der Kaiserstrasse. Das passiert, wenn lebensuntüchtige Erben ihre Zeit als Privatiers vergammeln und dabei den höchstmöglichen Luxus wollen:
Dann stranguliert der Mietzins den hart arbeitenden Kaufmann.
Leerstände reissen Löcher in die Kassen von Herrschaften, die zusätzlich ein paar Tritte verdient hätten. Find ich richtig. Die Filialisten - Meile Osten/Westenhellweg zeigt, wie man eine Einkaufsstadt banalisiert, nach dem Motto: Next town, same shit. Das passiert aber immer dort, wo die Gier der Immobilienhaie den kleinen Einzelhändlern mit den interessanten Spezialangeboten keine Luft zum Atmen lassen.
Aber natürlich tönen hier im Forum die Loser rum, denen alles recht und nix zu blöd ist, um unsere Stadt runter zu machen. Die ECE-Mall wird ein Erfolg und gut für die Stadt, egal, was die Frösche im schwarzbraunen Verlierersumpf so zusammenquaken
07:54
@Barfusstänzer
Scheuklappen lassen einer nur sehen was man sehen will
Borsigplatz? Schon mal die letzten Nachrichten vom Brunnenstrassenviertel gelesen und dort beim Spanier gespeisst?
Phoenixsee, schon mal an der Aussenalster in HH gesessen oder Spazierengegangen? So was in klein ist großartig!
Altermarkt mit seinen Strassencafes.
Die Fußgängerzonen in der City.
Naja Sie sind ja Hellseher und wissen jetzt schon welche Geschäfte schliessen werden.
Gehören Sie auch zu einer Erbengemeinschaft die um ihre exorbitant hohem Mieteinnahmen auf den Westenhellweg fürchten (Siehe Sawall)?
Es gibt genug Geschäftsarten für die Geschäftsräume nur die Gier der Eigentümer muss durch Konkurrenz begrenzt werden.
03:01
66% der Geschäfte dürfen/werden also vom Westenhellweg abgezogen, (Das fällt uns nicht leicht.”), obwohl in der City schon der Trend zu Billigläden zu finden ist, und auch Flächen frei sind.
Die Kaufkraft steigt ja nicht mit der Fläche. Schade um das Thier-Gelände, das bis heute eine sehr gute Bausubstanz aufweist. Das erste Dortmunder Shopping-Center wird keine 50 Jahre halten.
(Sie hören: Pfeifen im Walde, aus der Oper Westfalenmetropole von Günter Samtlebe, in einer Inszenierung von
Lennon/McCartneySierau/Langemeyer)00:14
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22:39
Leider wohne ich schon seit mehr als 20 Jahren nicht mehr in meiner Heimatstadt, trotzdem bleibt Dortmund für mich in seiner Größenklasse die lebenswerteste Stadt in Deutschland.
In der Liga darüber ist es gerade eine kleine einstellige Zahl an Städten die Dortmund toppen.
Also egal ob roter Wunderheiler oder schwarzer Hellseher, Dortmund ist der Beweiß dafür das egal ob Rot oder Schwarz oder sonst eine Ideologie Platz für ein Lebenswertes Umfeld ist in dieser Welt. Ihr lebt im gestern liebe Politiker.
Der größte Verfassungsfeind ist der schlechte Politiker mit rückwärtsgewandter Sichtweise.
22:08
dann gucken wir mal in die schwarz-gelbe Wunschzukunft. Dann unterschreibt da ein OB-Darsteller Pohlmann - obwohl er von Tuten und Blasen keine Ahnung hat...
Da ist mir die jetzige Konstellation aber eindeutig lieber!
20:51
Roter Bulle, wollen wir mal unter den Kaufvertrag zwischen Stadt Dortmund und Thyssen Krupp für die Fläche Phoenix-Ost gucken oder unter den städtebaulichen Vertrag zwischen Stadt und SONAE im Zuge der 3do-Planung?
Gerd hat unterschrieben, und sonst keiner!
Roter Bulle, sind Sie ein Hornochse?