Eine ganze Stadt gegen die Nazis
03.09.2010 | 16:05 Uhr 2010-09-03T16:05:00+0200
Dortmund.Dortmund zeigt an vielen Orten, dass man die Nazis satt hat. Vielfältig ist der Protest, der sich im gesamten Stadtgebiet am Samstag widerspiegelt. Hier eine Auswahl der Aktivitäten und die Beeinträchtigungen im Nahverkehr.
Aufgrund der angekündigten Demonstrationen kann es am Samstag insbesondere im Bereich der nördlichen Innenstadt zu Beeinträchtigungen im Bus- und Bahnverkehr von DSW21 kommen. Fahrgäste sollten sich darauf einrichten, dass es am Samstag auf den Stadtbahnlinien U43 und U44 zwischen Wittener Straße, Stadtmitte und Westfalenhütte zu Unterbrechungen kommen kann. Auch auf der Linie U47 sind Betriebsunterbrechungen auf dem Abschnitt zwischen Hauptbahnhof und Hafen nicht ausgeschlossen. Im Busverkehr ist in den Bereichen Borsigplatz, Mallinckrodtstraße, Schützenstraße und Unionstraße mit Beeinträchtigungen zu rechnen. Die Casinobuslinie 444 muss unter Umständen einen veränderten Linienweg in Richtung Hohensyburg befahre.
Friedensfest
Nicht allzu wortlastig soll das große Friedensfest ab 18 Uhr auf dem Wilhelmplatz in Dorstfeld über die Bühne gehen, das OB Ullrich Sierau eröffnen wird. So steht dann auch die Musik im Vordergrund. Neben dem Topact Purple Schulz („Verliebte Jungs“) werden die German Tenors mit dem Dortmunder Johannes Groß oder auch die Dortmunder Nachwuchsband „Stranded“ auftreten.
Arbeitskreis gegen Rechtsextremismus
Der Arbeitskreis gegen Rechtsextremismus lädt ab 12 Uhr auf den Nordmarkt zur Kundgebung u.a. mit Claudia Roth (Bundesvorsitzenden der Grünen), Landessozialminister Guntram Schneider, Alfred Buß (Präses der Ev. Landeskirche von Westfalen) sowie DGB-Chefin Jutta Reiter ein. Außerdem wird Hasan Sahin (Kulturtreff Taranta Babu) sprechen. Das Taranta Babu wurde in der Vergangenheit häufiger Ziel von echten Anschlägen.
„Wir stellen uns quer“
Das Bündnis aus dem Antifa-Spektrum, unterstützt durch die Partei Die Linke, ruft bundesweit zur Blockade der Nazi-Demo auf. Angemeldet ist eine Route vom Hauptbahnhof über die Rheinische Straße bis Dorstfeld.
Kultour
Mit kulturellem Programm möchte das Bündnis durch die Nordstadt ziehen. Genehmigt wurde eine Route, die durch die östliche Nordstadt an einigen markanten Punkten vorbeiführt. An der Kultour beteiligt sind u.a. die Kammerschauspieler Ines Burkhardt und Claus Dieter Clausnitzer, Kabarettist Ilhan Atasoy oder auch die Musiker „Die Querköpfe“.
Mahnwache
Nach langem Hin und Her hat die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes eine Möglichkeit gefunden, eine Mahnwache an der Steinwache durchzuführen. Die Mahnwache findet auf dem Privatgelände zwischen Gedenkstätte und Auslandsgesellschaft statt. In der Gedenkstätte wird ab 10 Uhr der Film „Shoa“ gezeigt.
Taxi Tom
Mit Bratpfannen und Kochlöffeln möchte „Taxi Tom“ gegen die Nazis protestieren. Verschiedene Musikgruppen werden an der Aktion teilnehmen.
Grüne Farrradtour
Der Kreisverband der Grünen lädt im Anschluss an die Kundgebung auf dem Nordmarkt zu einer Farradtour ein. Sie führt durch die Nordstadt weiter über die Rheinische Straße und endet gegen 18 Uhr beim Friedensfest in Dorstfeld.
Vinckeplatz
Zum großen Familienfest laden ab 11 Uhr die IG Bau und die Naturfreunde Kreuzviertel ein. Auf dem Programm stehen u.a. ein Familienfrühstück oder auch Musik von „Fräulein Nina und das Resopal“ oder auch den „Kreuzvierteltriolen“.
Aktionen in Brackel
Von 11 bis 15 Uhr veranstalten balou und Stadtteilbibliothek einen Trödelmarkt rund um das balou. Um 17 Uhr wird ein Kindertheaterstück (Engel nur mit einem Flügel) aufgeführt. Von 12 bis 17 Uhr wird die SPD Brackel/Wambel einen Informationsstand gegenüber der Reichshofgrundschule am Westheck aufstellen. Unter dem Thema „Keine Zukunft ohne Vergangenheit“ will die katholische Kirchengemeinde St. Clemens die 50er Jahre aufarbeiten.
Oststadt
In der östlichen Innenstadt heißt es ab 10 Uhr „Oststadt in Harmonie“ Weitere Einzelheiten hierzu unter www.kaiserstrasse-do.de
Radfahrjugend
Auch die Radfahrjugend und der Jugendring Dortmund werden am Samstag für Demokratie und gegen Rechts demsonstrieren, allerdings nicht auf zwei Beinen, sondern auf zwei Rädern.
08:59
ja, steht doch das gleiche drin, wie bei mir oben. wenig radau, ein bisschen geplänkel. also wie alle 14 tage bei heimspielen.
im großen und ganzen hat man gezeigt, dass man die braunen nicht in dortmund haben möchte. und womit? mit recht.
17:26
#43 und # 45 und @ dortmunderin
Vor allem der Abschlußbericht der Polizei spricht eine ganz deutliche Sprache:
http://www.polizei-nrw.de/dortmund/start/article/20100906.html
17:20
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15:55
@19: nicht jeder, der festgenommen wird, ist deshalb automatisch kriminell.
ansonsten war es bis auf ganz wenige ausnahmen eine friedliche demo am nordmarkt und auf der kreuzung später. aber da ist ja bei jedem bvb-heimspiel mehr alarm.
ansonsten schön, dass man von dem braunen pack kaum was gesehen hat und die mal wieder am a***h der welt vor sich hin demonstratiert haben. das schafft hoffnung für die nächsten jahre, wenn aus den diesjährigen 1000 (ganzes bundesgebiet und z.t. europa) in 2 jahren nur noch 500 und dann bald gar keiner mehr von denen irgendwo rumsteht und sich dort langweilt.
bei solch einem zahlenmäßigen aufmarsch wird mir nicht bange.
11:47
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11:39
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10:19
Wo war die EDG?!!? Braune Scheisse von der Strasse zu kärchern fällt doch in deren Aufgabengebiet.
07:32
Wer einen Rauswurf als positive Resonanz bezeichnet, ist nicht ganz dicht
02:09
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02:09
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