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OB-Kandidaten auf dem...

Ein bisschen Emotion - viel Langeweile

11.08.2009 | 19:36 Uhr
Ein bisschen Emotion - viel Langeweile

Ein brisantes Thema - seit vielen Jahren und gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise und so kurz vor dem Start ins Berufsleben für viele Jugendliche noch brennender: die Lage auf dem Ausbildungsmarkt. Doch weckt das heftige Emotionen, Ärger, Aktivitäten bei Betroffenen?

Haben die jungen Menschen, die ihr Berufsleben starten wollen, klare Forderungen an die Politiker? Nein! muss man sagen, wenn man gestern im Fritz-Henßler-Haus fast zwei Stunden zugehört hat.

Schon lange in Amt bzw. politischer Funktion: OB Kandidat Ullrich Sierau (SPD), der Dortmunder Planungsdezernent, und Mario Krüger, Grünen-Fraktionsvorsitzender (v.l.). Fotos: Helmuth Voßgraff

Da saßen vier Kandidaten auf dem Podium, die nächster Dortmunder Oberbürgermeister werden wollen. Rund 60 Auszubildende und Jugendliche hörten zu. Einer der Kandidaten hat eine Lehre gemacht: Mario Krüger (Grüne) trat 1973 bei der Firma Göhmann und Einhorn seine Lehre als Technischer Zeichner an. Dennoch: Auch Ullrich Sierau (SPD) Joachim Pohlmann (für CDU/FDP) und Helmut Manz (Linke) ließen keine verbale Leere zu den Themen Lehre, Berufskollegs und die Lage auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt aufkommen, obwohl die Mehrzahl ihrer Statements eher emotionslos von den jungen Gästen aufgenommen wurden. Moderator Dirk Planert hatte zu Beginn der Veranstaltung, zu der die DGB-Jugend und der Ring Politischer Jugend Dortmund (rpj) im Rahmen einer Erstwähler-Kampagne eingeladen hatten, gefragt, wer denn schon wisse, wen er wählen wolle. Nicht einmal fünf Anwesende hoben den Arm. Ein gehöriger Hauch von Langeweile lag im Saal - bis auf die Momente, in denen die Kandidaten sich aus der Reserve polemisierten.

Auch ein wenig Spaß hatten die OB-Kandidaten Helmut Manz (Linke) und Joachim Pohlmann, CDU/FDP (v.l.) beim Auftritt im Fritz-Henßler-Haus.

Keine Versprechungen, mehr Lehrstellen bei der Stadtverwaltung zu schaffen, machte Joachim Pohlmann. Ullrich Sierau bekräftigte dagegen seine Absicht, 20 bis 30 mehr Ausbildungsplätze 2010 zu schaffen. Helmut Manz, der 230 statt 100 Azubi im Jahr bei der Stadt eingestellt wissen will, schlug vor, das über eine höhere Gewerbesteuer für Betriebe, die nicht ausbilden, zu finanzieren - und erntete Hinweise auf sein „ökonomisches Unverständnis.”

Wenn man sehe, dass nur zehn bis 15 von 100 Hauptschulabgängern eine Lehrstelle fänden, müsse man diese Institution abschaffen, so Mario Krüger. Wer sich über den Mangel an qualifizierten Bewerbern beklage, der müsse mehr und besser fördern.

In Rage brachte Sierau der Vorwurf von Pohlmann, die Stadt tue nichts, um die Disco- und Kneipenszene neu zu beleben, die nach dem Abzug vom Thier-Areal wegfalle. Sierau listete seine Aktivitäten auf und verwies darauf, dass Unternehmer investieren müssen, nicht die Stadt.

Klaus BUSKE

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Kommentare
13.08.2009
14:57
Ein bisschen Emotion - viel Langeweile
von leihkeule | #10

Bei dem Vergleich Sierau (inkl. Krüger) / Pohlmann gibts doch nur die Wahl zwischen Pöstchen sichern für das Gefolge oder Pöstchen schaffen für das Gefolge.

13.08.2009
10:09
Ein bisschen Emotion - viel Langeweile
von sigrid l. | #9

kein noch so großer Pohlmann-Fan kann aus dem einen guten Arbeitgeber machen!

13.08.2009
01:32
Ein bisschen Emotion - viel Langeweile
von Stefan S. | #8

In Dortmund müssen klare Verhältnisse geschaffen werden!
Deshalb: SPD

12.08.2009
17:28
Ein bisschen Emotion - viel Langeweile
von steuerzahler23 | #7

im gegensatz zu den herren pohlmann und krüger kann stadtrat sierau führen und nicht nur 20 leute in einer fraktion oder kanzlei. ich werde den teufel tun und jemanden der niemals im leben eine mammutbehörde wie dortmund mit 8000 mitarbeitern lenken kann. da nützen auch neue ideen nichts wenn man nicht führen kann.

12.08.2009
11:17
Ein bisschen Emotion - viel Langeweile
von Dora | #6

Die Jusos sind eh kommende Linke. Die wissen es nur noch nicht ;-)).

11.08.2009
23:14
Ein bisschen Emotion - viel Langeweile
von murphy42 | #5

Tja da war wohl jemand nicht bis zum Ende der Veranstaltung anwesend! Gell, Herr Buske, den am Ende wurde nochmal gefragt wer den schon wisse, wen er wähle. Weit über die Hälfte hat dann bei der (nicht ganz so geheimen Wahl) abgestimmt. War vielleicht doch nicht so langweilig.

Ich denke die WR und ihre Jornalisten müssen noch ein wenig an der Qualität ihrer Bewrichte arbeiten. Es kann nur besser werden.

11.08.2009
22:45
Ein bisschen Emotion - viel Langeweile
von Peter Krüger | #4

Herr Sierau hat Recht, wenn er sagt, dass für eine Belebung der Disco- und Kneipenszene private Investitionen erforderlich sind.
Völlig unverständlich ist aber, dass der Ratskandidat der Jusos auf seinen Wahlplakaten städtische Aktivitäten in dieser Richtung fordert.
Erneut gibt es sich widersprechende Aussagen.Wofür steht denn nun die SPD?

11.08.2009
22:40
Ein bisschen Emotion - viel Langeweile
von Zuschauerin | #3

Warum nur an Sierau oder Pohlmann denken? Krüger war autentisch (hat eineLehre absolviert) und hat Ideen. Dabei verliert er nicht die Realität aus den Augen und verspricht nicht, was er nicht halten kann! finde ich gut.

11.08.2009
20:56
Ein bisschen Emotion - viel Langeweile
von Bild dir deine Meinung | #2

Die 8000 Mitarbeiter wissen was sie an Sierau haben deshalb werden sie ihn wählen.

Pohlmann der nur daherplappert, den will keiner.

Wer wissen möchte was wirklich hinter den kulissen los ist sollte in der mittagszeit mal in die DEW Kantine gehen.
Da lachen mittlerweile hunderte über Pohlmann-Hengstenberg und Littmann.

Mit der Aktion der verlorengegangen Papiere haben die Schwarzen ihre letzten Chancen verspielt.

Pohlmann glaubt doch selbst nicht mehr das er gewinnen kann, das sieht man wenn man seinen Gesichtsausdruck bei den Veranstaltungen beobachtet.
Aber mal allen ernstes, wie sollte Pohlamnn auch gewinnen mit Hengstenberg und Littmann ?

11.08.2009
20:06
Ein bisschen Emotion - viel Langeweile
von Mitarbeiter | #1

Sierau ist immer leicht in Rage zu bringen, wenn man ihn auf seine Unfähigkeit anspricht. Ein Choleriker vor dem Herrn. Die 8000 städtischen Mitarbeiter sollten sich ernsthaft überlegen, sich ausnahmsweise nicht für den SPD-Kandidaten auszusprechen.

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