Ehemals besetzte Kirche bald kein Denkmal mehr

Eine Kita statt einer leer stehenden Kirche: Die Albert-Magnus-Kirche in der Nordstadt war vor Kurzen in den Schlagzeilen, weil sie besetzt wurde. Jetzt soll sie abgerissen werden, aber zuvor muss noch verhandelt werden.

DORTMUND.. Die in der Nacht zu Samstag (18. 10.) durch die Polizei beendete Besetzung einer ehemaligen neuapostolischen Kirche in der Braunschweiger Straße ruft die Besetzung der ehemaligen katholischen Albertus-Magnus-Kirche in der Enscheder Straße in Erinnerung. Die "Avanti"-Initiative, die zuletzt in der Braunschweiger Straße aktiv war, hatte in der Nacht zum 23. August 2014 auch die längst entweihte Magnus-Kirche besetzt.

Verhandlungen laufen

Pfarrer Ansgar Schocke vom Pastoralverbund in der Nordstadt berichtete am Montag, dass aktuell mit der Stadt Dortmund und dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe verhandelt würde. Denn die alte Kirche soll ihren Denkmalstatus verlieren. Sonst kann die Stadt einen Abriss nicht genehmigen - die Abrissgenehmigung wiederum ist Voraussetzung für einen Verkauf des Gebäudes.

Ein Investor möchte dort eine neue Kindertagesstätte (Kita) bauen. Kita-Plätze sind in der Nordstadt knapp.