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EDG startet Gebühren-Kampagne in Dortmund

26.01.2013 | 09:00 Uhr
EDG startet Gebühren-Kampagne in Dortmund
Die EDG in Dortmund stellt ihre neue Gebührenkampagne vor. Von Links: Frank Hengstenberg, Wolfgang Birk und Klaus Niesmann.Foto: Jörg Schimmel

Dortmund.  "Bei uns im Angebot" - so heißt eine neue Kampagne der EDG (Entsorgung Dortmund GmbH). Damit sollen die Bürger über Müllabfuhr, Stadtsauberkeit und Gebühren informiert werden. Vor allem aber rechtfertigt die EDG ihre Preise.

Der Rat der Stadt Dortmund verabschiedete Ende vergangenen Jahres die Satzungen für die Abfall- und Straßenreinigungsgebühren 2013. Nun startet die Entsorgung Dortmund GmbH (EDG) ihre Kampagne mit wichtigen Informationen zu Müllabfuhr, Stadtsauberkeit und Gebühren.

Das Motto der Kampagne „Bei uns im Angebot“ soll zwei wesentliche Aussagen haben.

Erstens: Diese Dienstleistung hat die EDG im Angebot. Zweitens: Die erworbene Dienstleistung ist günstig. Damit möchte die EDG all jenen entgegentreten,die meinen, ihre Dienstleistungen seien zu teuer. Übrigens meinten bei einer Umfrage 71 Prozent der befragten Dortmunder, die Abfallgebühren seien zu hoch. Gleichzeitig räumten aber auch 74 Prozent der Befragten ein, die Höhe der Gebühren gar nicht zu kennen.

Familie Mustermann

Zur Erinnerung: Die Gebühren für die Abfallentsorgung steigen im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 Prozent, die der Straßenreinigung sogar nur um 1,0 Prozent. Gleichzeitig sinken die Winterdienstgebühren um 16,1 Prozent. Bezogen auf einen Musterhaushalt (Einfamilienhaus mit drei Personen, 15 Frontmeter, innerörtliche Straße und wöchentliche Reinigung) steigt die monatliche Belastung pro Person lediglich um einen Cent.

Die konkreten Gebühren für Müllabfuhr und Straßenreinigung werden auf einem Preisschild präsentiert. Die Gebühr ist dabei für einen Monat und eine Person des Musterhaushalts berechnet worden, um einen Vergleich mit anderen Waren z. B. Lebensmitteln oder Treibstoff einfacher zu machen.

Für 5,40 Euro erledigt die EDG die 14-tägliche Leerung der 120-Liter-Restabfalltonne. 2,11 Euro werden erhoben, um sowohl für Sauberkeit vor der Haustür als auch in der gesamten Stadt zu sorgen.

Zum Hingucker wird die Kampagne durch die Illustrationen. Wer sich die vier Motive „Müll weg“, „Tonnen leer“, „Straßen topp“ und „Stadt sauber“ genauer anschaut, erkennt, dass sie aus gebrauchten Materialien zusammengefügt wurden.

Städtevergleich

Dabei will die EDG auch zwei für die Kampagne neu beschriftete Fahrzeuge einsetzen. Mit diesen und weiteren neun Fahrzeugen bewegen sich die Kampagneninfos durch das gesamte Stadtgebiet. Infoscreens an sechs zentralen U-Bahn-Stationen und City-Light-Poster im Stadtbahnnetz informieren vor allem die Nutzer des öffentlichen Personennahverkehrs im Zeitraum vom 28. Januar bis 4. März

Ein 12-seitiges Faltblatt wird am 29. und 30. Januar an alle Dortmunder Haushalte mit Tagespost verteilt. Es liefert u. a. Informationen zu den Gebühren im Städtevergleich und im Vergleich mit anderen Lebenshaltungskosten. Die Kosten, die der Gebührenkalkulation zugrunde liegen, werden erläutert. Eine Auflistung zusätzlicher - zum Teil gebührenfreier – Dienstleistungen belegt: „Das ist im Angebot.“

Das Faltblatt wird auf Wunsch auch zugesandt und kann telefonisch unter 9111-111 oder per E-Mail an info@edg.de angefordert werden. Infos zum Dienstleistungsangebot der EDG und den Gebühren unter www.edg.de.



Kommentare
26.01.2013
17:27
EDG - erstens lieb ...
von HerrderFliegen | #2

... und zweitens teuer! Als Bruno Knust zur Gründung der EDG den Scherz "EDG - erst mal doppelte Gebühren" machte, lachte das Volk noch, bis es bittere Wahrheit wurde. Dortmund braucht keine EDG mit hochbezahlten Ex-Politikern (Nicht-Fachleute) an der Spitze, die teure Image-Kampagnen machen sondern Fachleute, die für angemessene Bezahlung die Entsorgung und die Stadtreinigung vernünftig und wirtschaftlich regeln!

5 Antworten
EDG startet Gebühren-Kampagne in Dortmund
von mellow | #2-1

Genau! Aufräumen! Bei der Feuerwehr hat es ja auch geklappt...

@ merdow
von HerrderFliegen | #2-2

Ach neeh - das ist für Sie also "Aufräumen", wenn ein SPD-Mitglied die Leitung der Feuerwehr übernimmt? Jetzt wird dem Leser ihrer Kommentare spätestens klar, wes Geistes Kind Sie sind!

@HerrderFliegenhirne
von mellow | #2-3

Ich glaube, Sie wissen selbst am Besten, was gemeint war.

@ merdow
von HerrderFliegen | #2-4

Kann es vielleicht sein, dass Sie - mal wieder - im Nickname-Ratespiel so richtig daneben liegen? Es sieht zumindest danach aus.

Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #2-5

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

26.01.2013
12:18
EDG startet Gebühren-Kampagne in Dortmund
von xxyz | #1

Wenn ich daran denke, dass Ex-Politiker in verantwortlicher Position sind, dass die Kampagne viel Geld kostet und dass ich die Anbieter sowieso nicht wechseln kann, frage ich mich, wieso die EDG dieses Geld ausgibt. Wir haben genug Bewohner mit wenig Geld, für die es auf jeden Cent ankommt. Die Gebühren sind hier ein großer Kostenfaktor.

Der Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen e.V. hat eine Gebührenübersicht für 2012. Da kann man dann die Werte im Vergleich sehen.

Fraglich ist, warum in dem Bericht nicht Vergleiche gezogen werden. Diese Information hätte ich erwartet. Das würde auch bei den Berichten vom Arbeitsmarkt helfen, wo Dortmund negative Stellung regelmäßig durch fehlende Vergleichszahlen der Umgebung (Hamm, Hagen) kaum zur Geltung kommt.

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