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Baumsterben

Durch den Klimawandel sterben in Dortmund die Eichen

12.11.2011 | 06:00 Uhr
Durch den Klimawandel sterben in Dortmund die Eichen
Immer mehr Eichen sind in Dortmund krank. Foto: Knut Vahlensieck

Dortmund.   Das Waldsterben trifft den Dortmunder Wald mit voller Wucht. Besonders die Eichen halten dem Klimawandel und dem damit verbundenen Schädlingsbefall nicht stand. Jede zweite Eiche ist krank.

Das Waldsterben trifft den Dortmunder Wald mit voller Wucht. Besonders die Eichen halten dem Klimawandel und dem damit verbundenen Schädlingsbefall nicht stand. Jede zweite Eiche ist krank. Ein drittes Stress-Jahr werden die Eichen nicht überstehen, so die Einschätzung des Umweltamtes.

Es ist zu warm. Es ist zu trocken. Und es gibt zuviele Schädlinge . Die Eiche leidet. So lautet die Bilanz von Umweltamtsleiter Dr. Wilhelm Grote: „Wir haben in diesem Jahr zum zweitenmal hintereinander einen heftigen Befall von Schmetterlingsraupen gehabt. Grote weiter: „Das hat den Eichen stark zugesetzt.“ Schon 2009 hatte es einen starken Befall von Frostspannern und Eichenwicklern gegeben.

Kleine Blätter, lichte Kronen sind die sichtbaren Folgen des supertrockenen Frühjahrs 2011. Der Biologe spricht von einem starken „Vitalitätsverlust“ der Bäume. Immerhin acht Prozent des Stadtgebietes sind bewaldet. 28 Prozent des Dortmunder Waldes sind Eichenbestände.

Keine Altersschwäche

Zwei Krisenjahre seien allerdings noch als gerade tolerierbar anzusehen. Aber: „Wenn das nächste Jahr wieder so wird, müssen wir uns ernste Sorgen machen.“ Die Schwächung der Bäume sei enorm.

Einzelbäume haben es schon jetzt hinter sich. „Ein gutes Dutzend abgestorbene Eichen haben wir in diesem Jahr im Rauhen Holz in Lütgendortmund fällen müssen“, berichtet Grote. Dabei habe es sich um kapitale Exemplare gehandelt, die locker 140, 150 Lebensjahre auf der Rinde hatten. „Die Eiche kann älter werden. Das ist also keine Altersschwäche gewesen“ rückt der Amtsleiter gerade.

Und auch an anderen Stellen im Stadtforst sind die Eichen schon in diesem Jahr mit dem Klima nicht fertig geworden. Wann gab es schon mal ein Frühjahr, in dem es dreieinhalb Monate lang nicht regnete? Die Eichen starben dutzendweise ab. Der bange Blick geht jetzt ins nächste Jahr. Forstwirte freuen sich deshalb auf ein verregnetes Frühjahr.

Klimawandel

Besser sei die Buche in diesem Jahr mit dem Trockenstress und Raupenfraß zurecht gekommen. Die Buche ist mit 35 Prozent die Hauptbaumart des Dortmunder Forstes. Dass es in diesem Herbst eine starke Fruchtbildung und viele Bucheckern gegeben habe, habe nichts zu bedeuten.

Das Siechtum der Eichen in Verbindung mit dem Klimawandel hat Folgen: Die Stadt Dortmund wird Forstflächen nicht mehr mit der guten, deutschen Eiche aufforsten. Dafür mit widerstandsfähiger Buche.

Gerald Nill

Kommentare
13.11.2011
16:12
gutes Geld
von Sanne01 | #2

Baumsterben ist in Deutschland verstärkt angestiegen- und in diesem Jahr so großflächig wie nie! Die Krux dabei ist nur, daß alle Baumarten...
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2011-11-12 06:00
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