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Öffentlicher Nahverkehr in Dortmund

DSW21: "Verspätungen gehören zum Alltag"

28.01.2016 | 18:07 Uhr
Eine Stadtbahn der Linie U41.
Eine Stadtbahn der Linie U41.Foto: Archivfoto: Peter Bandermann

Dortmund.  Wie zuverlässig sind die Fahrpläne in Dortmunds öffentlichem Nahverkehr? So mancher Dortmunder ärgert sich über unpünktliche Busse und Bahnen. Betreiber DSW21 führt penibel Buch über alle Verspätungen im öffentlichen Verkehrsnetz der Stadt.

Die Dortmunder Uwe Schulte und Joachim Heber zum Beispiel ärgern sich über die Dortmunder Stadtwerke (DSW21). Verspätete Busse und Bahnen und sinkende Zuverlässigkeit - so lauten ihre Vorwürfe, die jetzt im Gespräch mit dieser Redaktion genannt haben.

Der Dortmunder Nahverkehr sei im Großen und Ganzen pünktlich, hält DSW21-Sprecher Bernd Winkelmann dagegen, und nennt Zahlen: Denn DSW erfasst für alle Busse und Bahnen, wie pünktlich sie sind. Als pünktlich gelten Busse und Bahnen bei DSW, wenn sie nicht mehr als drei Minuten Verspätung haben. 2015 traf dies laut DSW auf 89,56 Prozent aller Bahnen zu, 2014 auf 89,16 und 2013 auf 89,55 Prozent. Heißt: Knapp 9 von 10 Bahnen sind pünktlich.

Ausschließen könne man Verspätungen allerdings nie: "Verspätungen gehören leider zum betrieblichen Alltag", sagt Winkelmann: "Meist hat dies keine technischen Gründe, sondern es handelt sich um Auswirkungen von Baustellen oder von Unfällen."

Weil Busse öfter in Baustellen stehen, sei ihre "Verspätungsanfälligkeit" höher: 2015 kamen 84,52 Prozent aller DSW-Busse nicht mehr als drei Minuten zu spät, 2014 84,79 und 2013 84,68 Prozent.

Diese Zahlen stehen dem persönlichen Eindruck von Schulte und Heber gegenüber. Letzterer bleibt dabei: "Ich halte die Busse und Bahnen für extrem unpünktlich."

Welche Erfahrungen haben Sie mit DSW21 gemacht? Schreiben Sie uns Ihre Meinung unten in die Kommentare.

Michael Schnitzler

Kommentare
29.01.2016
12:53
DSW21: "Verspätungen gehören zum Alltag"
von narit | #6

Strecke Grevel - Hombruch U-Bahn = Es kam alleine zu zwei Oberleitungsschäden, einmal habe ich deswegen sogar einen ambulanten OP-Termin verpasst,...
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1 Antwort
DSW21: "Verspätungen gehören zum Alltag"
von narit | #6-1

Auch schon zur "Normalität" gehört es, dass man am Brügmannplatz des öfteren in eine andere Bahn umsteigen muss, weil die, in der man gerade sitzt, gerade mal wieder defekt ist. Genauso gerne andersherum in Schulte-Rödding, da steht man sich auch sehr häufig die Beine in den Bauch. Die 1 Minute Verzerrung ist schon Normalität, Durchsagen bei Verspätungen auch mehr als selten. Übrigens lade ich den Herrn Winkelmann gerne mal auf eine U-Bahnfahrt in einer "blauen Bahn" ein, wenn die mal wieder dauerpiept und der Fahrer an jeder Haltestelle erst mal rumrennen muss, um die betroffene Tür mechanisch zu schließen. Ich fahre täglich die Strecke von Scharnhorst Zentrum bis Stadtgarten und zurück und bekomme auch oft die Auflistung von Mängeln bei der Fahrerübergabe am Stadtgarten mit. Mir tun die Fahrer wirklich oft leid und ich finde es eine Schande, dass nicht endlich mal in den ÖPNV mehr investiert wird. Stattdessen versenkt die DSW21 ja lieber die Kohle im Millionengrab Flughafen.

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DSW21: "Verspätungen gehören zum Alltag"
DSW21: "Verspätungen gehören zum Alltag"
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http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/dsw21-verspaetungen-gehoeren-zum-alltag-id11505250.html
2016-01-28 18:07
Dortmund