DSW21: "Verspätungen gehören zum Alltag"

Wie zuverlässig sind die Fahrpläne in Dortmunds öffentlichem Nahverkehr? So mancher Dortmunder ärgert sich über unpünktliche Busse und Bahnen. Betreiber DSW21 führt penibel Buch über alle Verspätungen im öffentlichen Verkehrsnetz der Stadt.

Dortmund.. Die Dortmunder Uwe Schulte und Joachim Heber zum Beispiel ärgern sich über die Dortmunder Stadtwerke (DSW21). Verspätete Busse und Bahnen und sinkende Zuverlässigkeit - so lauten ihre Vorwürfe, die jetzt im Gespräch mit dieser Redaktion genannt haben.

Der Dortmunder Nahverkehr sei im Großen und Ganzen pünktlich, hält DSW21-Sprecher Bernd Winkelmann dagegen, und nennt Zahlen: Denn DSW erfasst für alle Busse und Bahnen, wie pünktlich sie sind. Als pünktlich gelten Busse und Bahnen bei DSW, wenn sie nicht mehr als drei Minuten Verspätung haben. 2015 traf dies laut DSW auf 89,56 Prozent aller Bahnen zu, 2014 auf 89,16 und 2013 auf 89,55 Prozent. Heißt: Knapp 9 von 10 Bahnen sind pünktlich.

Ausschließen könne man Verspätungen allerdings nie: "Verspätungen gehören leider zum betrieblichen Alltag", sagt Winkelmann: "Meist hat dies keine technischen Gründe, sondern es handelt sich um Auswirkungen von Baustellen oder von Unfällen."

Busse sind anfälliger für Verspätungen

Weil Busse öfter in Baustellen stehen, sei ihre "Verspätungsanfälligkeit" höher: 2015 kamen 84,52 Prozent aller DSW-Busse nicht mehr als drei Minuten zu spät, 2014 84,79 und 2013 84,68 Prozent.

Diese Zahlen stehen dem persönlichen Eindruck von Schulte und Heber gegenüber. Letzterer bleibt dabei: "Ich halte die Busse und Bahnen für extrem unpünktlich."

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