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Haftbefehle

Drogenfahnder erwischen Händler aus dem Rockermilieu in Lünen und Dortmund

22.05.2012 | 15:14 Uhr
Drogenfahnder erwischen Händler aus dem Rockermilieu in Lünen und Dortmund

Lünen/Dortmund.   Staatsanwaltschaft und Polizei Dortmund feiern einen großen Schlag gegen Drogenhändler aus dem Rockermilieu in Lünen: Nach einer Festnahme wegen Kokains Anfang Mai stellten die Behörden nun bei sieben Hausdurchsuchungen 35.000 Euro, Marihuana und Waffen sicher. Es gab vier Haftbefehle.

In einer gemeinsamen Presseerklarung von Staatsanwaltschaft und Polizei Dortmund teilten die Behörden am Dienstagnachmittag mit, dass den Drogenfahndern ein Schlag gegen Drogenhändler im Lüner Rockermilieu gelungen sei.

Als am 4. Mai 2012 in Goch am Niederrhein ein 41 Jahre alter Mann aus Lünen festgenommen wurde , der gerade zwei Kilo Marihuana und 50 Gramm Kokain aus den Niederlanden eingeführt hatte, hüllten sich die Dortmunder Drogenfahnder zu den Hintergründen der Festnahme aus ermittlungstaktischen Gründen noch in Schweigen.

Sieben Durchsuchungsbeschlüsse und vier Haftbefehle

Nun sei am Mittwoch, 16. Mai, der zweite Schlag gegen die Hintermänner und Helfer des 41-Jährigen erfolgt: Sieben Durchsuchungsbeschlüsse und vier Haftbefehle wurden gegen Männer aus Lünen und Dortmund vollstreckt. Sichergestellt wurden neben ca. 35.000 Euro Bargeld und kleinen Mengen Marihuana erneut Waffen, darunter zwei Luftgewehre, zwei Gassignalwaffen, eine Schreckschusswaffe, Messer, ein Teleskopschlagstock und eine Schutzweste.

Die Ermittler gehen davon aus, dass die Gruppierung um den 41-jährigen Lüner seit Februar 2012 in mindestens acht Fällen mehrere Kilo Marihuana sowie kleinere Mengen Kokain zum Vertrieb im Raum Dortmund/Lünen aus den Niederlanden beschafft hat.

„Hasenbraten“ - Fünf Tatverdächtige mit Kontakt zur Lüner Rockerszene

Alle fünf Tatverdächtigen haben laut Mitteilung Verbindungen in die Lüner Rockerszene, über die der Verkauf des Rauschgiftes auch organisiert worden sein soll. Zwei Männer aus Lünen im Alter von 28 und 32 Jahren übernahmen den Vertrieb vor Ort und bestellten die Lieferungen jeweils gegen Vorkasse.

Wie es weiter in der Presseerklärung hieß, habe der 41-jährige Haupttäter das Marihuana unter wechselnden Codebezeichnungen („zwei Kisten Whiskey“, „Hasenbraten“) in Holland geordert und den Import, teilweise mit Hilfe eines 20-Jährigen aus Dortmund und eines 35-jährigen Lüners organisiert. Alle fünf Mitglieder der Schmugglerbande befinden sich wegen Handels mit Betäubungsmitteln in Untersuchungshaft.



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