Drogendealer springt Dortmunder Zivilpolizisten in die Hüfte

Foto: Lars Heidrich
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Ein Drogendealer hat auf der Flucht vor der Polizei einen Zivilpolizisten angesprungen und verletzt. Entwischen konnte er dennoch nicht.

Dortmund.. Ein 21-jähriger Drogendealer hat auf der Flucht vor der Polizei einen Zivilpolizisten angesprungen und verletzt. Entwischen konnte er jedoch nicht. Bei der Durchsuchung stellten die Beamte unter anderem Marihuana-Beutel sicher.

Die Kontrolle spielte sich bereits am Freitagabend an der Kielstraße ab. Wie die Polizei am Montag mitteilte, wurden die Beamten in zivil auf den polizeibekannten 21-Jährigen aufmerksam, als er auf der Kielstraße gezielt versuchte, Passanten anzusprechen.

Aus vollem Lauf gegen die Hüfte getreten

Die Polizisten entschlossen sich daraufhin, den Mann zu kontrollieren und gaben sich als Polizeibeamte zu erkennen. Daraufhin flüchtete dieser in Richtung Westen. Einem Beamten, der sich dem Flüchtenden in den Weg gestellt hatte, sprang er aus vollem Lauf mit dem Knie voran gegen die Hüfte und brachte ihn so zu Fall.

Trotz mehrerer Aufforderungen stehen zu bleiben, konnte der 21-Jährige erst im Bereich Kielstraße/Nordstraße zu Boden gebracht und festgenommen werden. Auf seiner Flucht hatte der Tatverdächtige mehrere Gegenstände über eine Mauer und in eine Hofeinfahrt geworfen, die die Beamten auffanden und sicherstellten.

Marihuana-Beutel sichergestellt

Hierbei handelte es sich um Plastiktüten, in denen jeweils 19 Portionsbeutel gefüllt mit augenscheinlich Marihuana verstaut waren. Bei seiner Durchsuchung fanden die Beamten darüber hinaus Bargeld in dealertypischer Stückelung und zwei Handys. Alle Gegenstände wurden sichergestellt.

Der 21-Jährige, der auch bei seiner Festnahme weiterhin heftigen Widerstand leistete, wurde in das zentrale Polizeigewahrsam eingeliefert. Ein Polizeibeamter wurde bei der Festnahme verletzt und war nicht mehr dienstfähig, heißt es in der Pressemitteilung.

Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft musste der Mann aufgrund fehlender Haftgründe wieder auf freien Fuß gesetzt werden. Die Ermittlungen dauern an.