Das aktuelle Wetter Dortmund 4°C
Polizei

Dreiste Räuber bestehlen Frauen in Dortmund aus dem Auto heraus

30.08.2012 | 14:45 Uhr
Dreiste Räuber bestehlen Frauen in Dortmund aus dem Auto heraus
Die Polizei warnt vor einer neuen Masche von Auto-Räubern.Foto: Uwe Schaffmeister

Dortmund.   Erst locken sie ihre Opfer zur Beifahrerseite ihres Wagens, dann reißen sie ihnen den Schmuck von Hals und Armen und fahren davon: Die Polizei warnt vor Auto-Räubern, die im Dortmunder Westen unterwegs sind. Anscheinend haben es die Täter vor allem auf Goldschmuck abgesehen.

Die Polizei warnt vor Goldschmuck-Räubern, die im Dortmunder Westen mit einer neuen Masche auf Beutezug gehen. Bisher sind zwei Fälle aus dem Dortmunder Westen bekannt, bei denen die Opfer - zwei Frauen - unter einem Vorwand zu Beifahrerseite des Wagens der Täter gelockt wurden. Dort entrissen diese ihnen den Schmuck und flüchteten.

Zunächst traf es am Donnerstag, 23.08., eine 55-jährige Dortmunderin. Diese hatte gerade den Friedhof an der Bockenfelder Straße verlassen und ging an einem Pkw mit Hamburger Kennzeichen auf dem Seitenstreifen vorbei. Als sie auf Höhe der Beifahrertür war, zog der Beifahrer sie am T-Shirt heran und entriss ihr zwei Halsketten. Der Polizei konnte die geschockte Frau nur sagen, dass insgesamt drei Personen im Pkw saßen.

Kein Geschenk sondern Raub

Die zweite Tat ereignete sich am Mittwoch. Eine 50-jährige Dortmunderin stand an einer Bushaltestelle an der Zollernstraße, als sich ein BMW mit Dortmunder Kennzeichen näherte. Laut Aussage des Opfers saß ein Mann am Steuer und eine Frau auf dem Beifahrersitz.

Das Fahrzeug hielt in Höhe der Dortmunderin. Die Beifahrerin sprach die 55-Jährige an und lockte sie mit dem Versprechen, ein Geschenk übergeben zu wollen, näher zum Fahrzeug heran. In dem Moment, als die Dortmunderin ihren linken Arm in Richtung Fenster ausstreckte, ergriff der Mann den Arm der Frau und die unbekannte Beifahrerin zog ihr drei Armreifen aus Gold vom Arm ab. Anschließend entfernten sich die Täter in Richtung Bockenfelder Straße.

Auffällige Ohrstecker

Den Fahrer beschreibt die derart Bestohlene als ca. 40-45 Jahre alt, dickliche Figur mit deutlichem Bauchansatz. Er hatte eine dunkel gebräunte Haut, schwarze, kurze Haare und machte einen insgesamt südländischen Gesamteindruck. Die Frau soll soll ca. 30 Jahre alt sein, dunkle Hautfarbe, schlanke Figur. Sie hatte lange schwarze Haare, zu einem Zopf gebunden. Auffällig waren ihre goldenen, großen Ohrstecker.

Von dem BMW, dessen Scheiben im hinteren Bereich mit einer Folie abgedunkelt waren, ist nur ein Dortmunder Teilkennzeichen bekannt. Nach Angaben der 50-Jährigen könnte es ein 5er-Modell gewesen sein. Die Polizei weist noch einmal darauf hin, dass man misstrauisch bleiben sollte, wenn Fremde einen ansprechen. Wichtig sei auch, einen größeren Sicherheitsabstand zu einem fremden Fahrzeug einzuhalten.



Kommentare
Aus dem Ressort
"In Dortmund gewinnt der Billigste"
Bus-Skandal
Nach dem Skandal um nicht angeschnallte Kinder im Bus einer Transportfirma aus Asseln besteht bei den Unternehmen Ärger darüber, dass ein "schwarzes Schaf" die Schlagzeilen bestimmt. TRD-Geschäftsführerin Anja Fischer erklärt, wie es in der Branche aussieht - und wie es zu dem Skandal kommen konnte.
Sieben Tage, sieben Fragen - unser Dortmund-Quiz
Testen Sie Ihr Wissen
Na, haben Sie in den vergangenen sieben Tagen gut aufgepasst? Wir stellen Ihnen sieben Fragen zu sieben Nachrichten aus Dortmund. Machen Sie mit und finden Sie heraus, wie gut Sie informiert sind!
Polizei kontrolliert in der Nordstadt fast 500 Menschen
Schwerpunkteinsatz
Bei einem siebenstündigen Schwerpunkteinsatz hat die Polizei in der Nordstadt rund 500 Menschen und beinahe 119 Fahrzeuge kontrolliert. Ziel sei die Bekämpfung der Straßenkriminalität. Es ist nicht der erste Einsatz dieser Art und auch im nächsten Jahr soll will die Polizei Präsenz zeigen.
Polizei nimmt Serieneinbrecher fest
Fahndungserfolg
Ein Serieneinbrecher ist am Freitag der Polizei ins Netz gegangen. Der Mann, der in der Nordstadt festgenommen wurde, soll für eine Reihe von Wohnungseinbrüchen in der Region verantwortlich sein.
Das sind die Pläne für die Zukunft des Hafens
Übersichtskarte
Alle Versuche sind bislang gescheitert, die Speicherstraße am Hafen in eine lebendige Meile mit Gastronomie, Büros und Galerien zu verwandeln. Jetzt hat die Stadt einen neuen Anlauf genommen. Wir haben die aktuellen und verworfenen Pläne für den Hafen in einer Karte zusammengefasst.
Fotos und Videos
Neues Wohnen im Denkmal
Bildgalerie
Fotostrecke
Welcher Stand ist der schönste?
Bildgalerie
Fotostrecke