Dreiste Autofahrer räumten Absperrung zur A45 weg
25.01.2012 | 10:27 Uhr 2012-01-25T10:27:00+0100
Dortmund. „Dreist und gefährlich“ nennt die Polizei das, was mindestens ein Autofahrer am Dienstagabend an der Auffahrt von der B54 zur A45 getan haben muss: Unbekannte räumten die Absperrungen weg und fuhren auf die Autobahn, auf der Arbeiter gerade einen Tagesbruch verfüllen.
Am Dienstagabend, gegen 18 Uhr, hatte es ein Autofahrer wohl besonders eilig: Der Unbekannte räumte die Absperrung an der Auffahrt zwischen B54 und A45, in Richtung Oberhausen, zur Seite und fuhr auf die wegen Bauarbeiten gesperrte Autobahn. Andere Autos folgten, darunter auch ein Lastwagen.
Die Polizei kennt solche Vergehen bislang eher von provisorischen Absperrungen. Da komme es „hin und wieder“ vor, dass eilige Autofahrer die aufgestellten Hütchen zur Seite räumen, um freie Bahn zu haben, sagt Polizeisprecher Manfred Radecke. Eine offizielle Absperrung von Straßen.NRW abzubauen, sei schon „außergewöhnlich und wirklich gefährlich“.
Ordnungswidrigkeit
Denn die Bauarbeiter, die rund um die Uhr mit dem Verfüllen zahlreicher Hohlräume unter der Fahrbahndecke beschäftigt sind, rechnen nicht damit, dass plötzlich Autos auf der gesperrten Straße unterwegs sind. Radecke weist darauf hin, dass es sich beim Ab- und Auffahren über gesperrte Rampen um eine Ordnungswidrigkeit handele - „unerlaubtes Verlassen bzw. Befahren einer Kraftverkehrsstraße“. Möglich sei jedoch auch, dass die Polizei wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr ermitteln muss. Doch nach derzeitigem Erkenntnisstand wurde kein Arbeiter unmittelbar gefährdet.
Ohnehin ist fraglich, ob die Polizei die Fahrer ermitteln kann. Als die beamten an Ort und Stelle eintrafen, waren die Autos schon weitergefahren.
BVB-Spiel betroffen
Die „Sauerlandlinie“ ist voraussichtlich noch bis einschließlich Sonntagnacht gesperrt . Auch das Heimspiel des BVB gegen Hoffenheim am Samstag ist betroffen. Fans werden gebeten, mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen . Unter der Fahrbahn wurden zahlrieche Hohlräume entdeckt, da unter der Autobahntrasse alte Flöze verlaufen. In einem dieser Flöze kam es zum Tagesbruch, der ein Loch mitten auf der Fahrbahn zur Folge hatte. Der Tagesbruch befindet sich in etwa auf der Höhe der Parkplätze „Flöz Mausegatt“ und „Johannes Erbstollen“.
08:36
. Wenn ich sehe, wie 400m vor Beginn der Absperrungen auf der linken Spur die Rennen um die "besten Plätze in der Schlange" Stoßstange an Stoßstange geführt werden, wie rücksichtslos blockiert, genötigt und aggressiv wegen weniger Meter vorgegangen wird, frage ich mich, was eigentlich noch alles passieren muss, bis solche Szenen endlich aufhören. Die aus solchen Szenen resultierenden Unfälle tragen keinesfalls zu einer Entschärfung der Situation bei. Insofern ist JEDER Verkehrsteilnehmer aufgefordert, rücksichtsvoll zu fahren, das Reissverschlussprinzip vor dem Hindernis anzuerkennen. Das bedeutet auch: Fahren bis zum Hindernis, und nicht wechseln 2000m vorher. Auch hier können Medien wertvolle Arbeit leisten, in dem sie diese Hinweise und Tipps veröffentlichen.
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Das Reissverschlussprinzip ist sehr nützlich, wenn es denn von allen angewendet wird. Jedoch kann man das täglich sehen, dass es keine macht. Da wird km weit von 2 auf 1 spurig gewechselt und die Leute die dann bis zur Baustelle/Unfallstelle vor fahren werden beleidigt und genötigt... Aber das gehört wohl zu Deutschland...
Was anderes kann man jeden morgen am Kreuz Breitscheid sehen.. An der Stelle wo der mittlere und linke Streifen wieder recht zügig befahrbar ist gibt es immer wieder solche Strategen die meinen ich bremse jetzt auf der Überholspur weil ich nocha uf die 52 wechseln muss! Hier muss streng kotrolliert und regelmentiert werden..
Danke für die Guttenbergsche Handlung...
meinen geistigen Dünnpiff habe ich im unteren Teil dazugegeben.....als Quelle der Buchstaben über dem Strich habe ich leider nicht ihr hochtrabende Meinung angegeben.
aber zum Glück gibt es hier ja keine Dr. Titel
07:23
@Bohrhammer:
Vermutlich, weil da auch ständig Laster hin und her fahren müssen.
Eigentlich fast schade, dass nicht in dem abgesperrten Bereich eine Baugrube quer über die Fahrbahn war... ;-)
00:24
Warum hat man nicht 1km hinter der Absperrung, zum Schutz der Bauarbeiter, Wanderleitplanken quer über die Fahrbahn aufgebaut? Da hätten die Autofahrer umkehren müssen.
20:38
So eine Unsinnstat zeigt nur, wie wenig sich Leute mittlerweile an Regeln oder Verbote halten. Bei dem Hochwasser an der Ruhr sind die Leute auch einfach an den Absperrungen vorbei spazieren gegangen. Die DENKEN sich nicht einmal mehr etwas dabei, denn sie haben die Berechtigung der Gewohnheit einen Weg zu begehen, wen juckt schon das Schild "Durchgang verboten"?
Bleibt nur zu hoffen, das bei eventuellen Nachahmern derartiger Aktionen wenigstens Teilbereiche des Verstandes arbeiten um so etwas nicht Gewohnheit werden zu lassen.
19:33
Man kann über so ein dämliches Verhalten der Autofahrer nur mit dem Kopf schütteln! Erst denken, dann handeln!
18:47
Damit solche Gefährdungen seitens unserer Verwaltungsbehörde vermieden werden, hier noch einmal ein früherer Kommentar von mir:
Erst wurde ein Tagesbruch an der Oberfläche verfüllt.
Das sollte offenbar reichen, sonst wäre die A45 ja schon zu diesem Zeitpunkt gesperrt worden.
Jetzt werden nach und nach immer mehr Hohlräume erkannt, die das Oberbergamt nicht kannte.
Wie verläßlich sind denn dann die Auskünfte dieses Amtes ?
Was macht eigentlich noch dieses Amt ?
Kann sich ein Häuslebauer überhaupt auf diese Informationen verlassen, die ohnehin sehr vage formuliert sind ?
In meiner Auskunft war eher die Frage nach Mithilfe formuliert, als die Information selbst.
Lieber " DerWesten", die Technik erlaubt es, Ölvorkommen in vielen tausend Meter Tiefe mittels Sattelit zu erkennen.
Gibt es denn kein Mittel, die Höhlräume, die der Bergbau hinterlassen hat, einzusetzen ?
Oder sagt die Kosten-/Nutzenrechnung, daß lieber ein durch den Bergbau beschädigtes Haus neu gebaut wird, als Vorsorge zu treffen ?
Oder werden Fristen ausgesessen ?
Hier sind unbedingt mehr Informationen nötig.
Hängt euch doch bitte dahinter. Bleibt dran .
Erst mal:Es gibt seit 2007 kein Oberbergamt mehr. Das ehemalige Landesoberbergamt in Dortmund ist inzwischen Teil der Bezirksregierung Arnsberg.
Außerdem müssen Sie einsehen, dass bei uns seit Jahrhunderten Tunnel gegraben werden. Viele sind nicht offiziell verzeichnet. Die älteren Tunnel, wie die Flöze unter der A45, sind schon vor zweihundert Jahren zugeschüttet worden. Diese Auffüllungen sind es zumeist, die nachgeben.
17:48
Als beruflich im Bauwesen Beschäftigter möchte ich mal kurz einige Kommentatoren auf folgende Tatsachen hinweisen:
1. Planer und Ausführende bauen FÜR den Verkehr, und nicht gegen den Verkehr. Das betrifft nicht nur diese Baumaßnahme. Es ist mir unbegreiflich, mit welcher Arroganz sich einige wenige, aber laute Verkehrsteilnehmer erlauben ohne entsprechende Fachkenntnis beurteilen zu wollen, ob eine Baumaßnahme notwendig ist, oder nicht. Wenn von "verwaisten Baustellen" gesprochen wird, so wird eigentlich nie daran gedacht, dass der rollende Verkehr die Bauarbeiten eventuell gar nicht sehen kann (z.B.Instandsetzung der Brückenunterbauten), oder dass das bewußte Reduzieren der Spurbreite sowie der zulässigen Geschwindigkeit die letzte Maßnahme ist, einer bestehenden Brücke einen Abrissaufschub zu gewähren.
2. Die Absperrungen zur A45 dienen dem Zweck, die Arbeiter zu schützen UND den Verkehr vor schweren möglichen Unfällen zu bewahren. Diese von einigen ja schon wie Verkehrs-Revoluzern gepriesenen Idi... haben nicht nur die Arbeiter, sondern auch sich selbst und den Verkehr massiv gefährdet. Man stelle sich vor, der LkW hätte einen weiteren Tagesbruch ausgelöst...
3. In erster Linie interessiert doch fast jeden nur die eigene Perspektive. Doch vielleicht sollte man auch mal über den Tellerrand hinausschauen. Ganz gleich ob A3, A45 oder die bevorstehenden Arbeiten an der A40. Was ist Ursache, und was ist Resultat? Haben etwa die Bauarbeiter das Chaos ausgelöst?
4. Auch die Medien - insbesondere die WAZ - sollten mal den Ball flach halten. Stimmungsmache mit Überschriften wie "Katastrophe" und "Chaos" helfen absolut nicht weiter. Wie viel hilfreicher ist es, nach Alternativen zu recherchieren, sinnvolle Tipps zu bringen und dazu beizutragen, dass wir GEMEINSAM diese erforderlichen Maßnahmen bestreiten. Und da ist jeder einzelne gefragt.
5. Wenn ich sehe, wie 400m vor Beginn der Absperrungen auf der linken Spur die Rennen um die "besten Plätze in der Schlange" Stoßstange an Stoßstange geführt werden, wie rücksichtslos blockiert, genötigt und aggressiv wegen weniger Meter vorgegangen wird, frage ich mich, was eigentlich noch alles passieren muss, bis solche Szenen endlich aufhören. Die aus solchen Szenen resultierenden Unfälle tragen keinesfalls zu einer Entschärfung der Situation bei. Insofern ist JEDER Verkehrsteilnehmer aufgefordert, rücksichtsvoll zu fahren, das Reissverschlussprinzip vor dem Hindernis anzuerkennen. Das bedeutet auch: Fahren bis zum Hindernis, und nicht wechseln 2000m vorher. Auch hier können Medien wertvolle Arbeit leisten, in dem sie diese Hinweise und Tipps veröffentlichen.
6. Ein Appell an die Politik, DRINGEND mehr Personal für Verkehrsüberwachung und -kontrolle bereitzustellen. Es ist nicht nur ein subjektives Gefühl, sondern eine Tatsache, dass die Aggressivität auf der Straße zunimmt. Und dem muss entschieden entgegengewirkt werden. Und das heißt für mich klar: Videoüberwachung und auch das Durchsetzen höherer Strafen, nicht nur das Androhen.
16:01
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15:50
Man kann sich des Eindrucks nicht erwähren, dass es Verkehrsteilnehmer gibt,die meinen, mit Zahlung ihrer Leasingrate, zusätzliche Rechte im Straßenverkehrs erworben zu haben.
... das gilt nicht nur für Autofahrer. Bin gerade die Woche über beruflich in Bonn. Was die Radfahrer hier veranstalten. Rote Ampel? Was ist das? Rechts vor links? Gilt nicht für Radler! Wie Vorfahrt achten? Dein Auto hat doch Bremsen! In Bonn gibt es gerade eine Blitzeraktion, die stehen wirklich an jeder Ecke, da letztes Jahr 20 Unfalltote zu beklagen waren, statt 5 wie das Jahr zuvor. Also ich wage mal zu behaupten dass davon 19 Radfahrer waren.
Ja, was soll uns Ihr Kommentar sagen? In dem Artikel der WAZ kann ich das Wort Radfahrer nicht entdecken. Also stelle ich jetzt mal Mutmaßungen über Ihre Aussage an:
1. Es waren keine Radfahrer auf der Autobahn, aber wenn dort welche gewesen wären, hätten sie die Baustellenabsperrung weggeräumt.
2. Wenn Radfahrer in Bonn bei Rot über die Ampel fahren, kann ich als Autofahrer in Dortmund die Sperre auf der Autobahn wegräumen.
Zusammenfassung: RADFAHRER waren schuld, dass der Autofahrer die Baustellensperre weggeräumt hat. Na dann ist ja Alles gut.
13:57
Die Strafen sind in Deutschland generell viel zu gering. Und die größte Strafe ist, der Entzug der Erlaubnis, denn wenn man ohne Schein erwischt wird, sind die Fahrer echt in Nöten. Hier sollte Freiheitsentzug drohen.
Geldstrafen? Ein Witz. Deutschland ist ein wohlhabendes Land. Die meisten Männer würden ihre Familie hungern lassen nur um Auto zu fahren, PS-stark, egal was der Sprit oder die Strafen kosten!
Nein, Entzug der Fahrerlaubnis, viel früher und viel härter. Wenn ich das hier schon lese, dass es NUR eine Ordnungswidrikeit wäre, da wird mir schlecht.
Aber unsere Politiker, haben wie vor fast jeder halbwegs großen Lobby die Hosen voll oder gehören selbst dazu.
Die meisten Frauen würden ihre Familie hungern lassen, nur um Gucci-Handtaschen, Manolo Schuhe oder mal wieder ein neues Sofa kaufen zu können ...
merken se was ?
Korrekt, ist genau so ein Schwachsinn wie Ihr männerfeindliches Geschwafel hier
Lappen weg ,,, rrrrradikal, rrrrücksichtslos und ohne Gnade, bei j-e-d-e-m noch so kleinen Verstoß, damit nur die Mädels überbleiben, oder wie ?
Oh, Mann.
Manchmal habe ich wirklich das Gefühl, dass die Idee mit der freien Meinung damals doch nicht so toll war :)