Drei Lehrerinnen bestätigen Strafgeldzahlungen
02.06.2009 | 19:24 Uhr 2009-06-02T19:24:00+0200
Dortmund. Nach dem WR-Bericht über die Leiterin der Berswordt-Grundschule, die nach Aussagen mehrerer Eltern und Mitglieder des Fördervereins Strafgeld von Schülern für Schreien und Kippeln genommen haben soll, ziehen sich die rechtlichen Auseinandersetzungen in die Länge.
Derweil ist die Zahl der Hinweise, dass Strafgeld kassiert wurde, gestiegen: Drei Lehrerinnen haben ihr Schweigen gebrochen. Dr. Holm Putzke, Strafrechtler an der Ruhr-Uni Bochum und Fachmann für Disziplinarrecht, begleitete die drei Lehrerinnen als rechtlicher Beistand am 11. Mai zu einem Gesprächstermin im Schulamt.
Aufgrund des WR-Berichts wollten die Pädagoginnen Aussagen zu den Vorgängen an der Schule machen. Der zuständige Mitarbeiter des Schulamtes sei „nur widerwillig” auf das Begehren eingegangen, habe auf Arnsberg verwiesen. Gegenüber der WR hieß es am Dienstag von ihm: „Kein Kommentar zum laufenden Verfahren.” Dennoch musste der Beamte sich einige der Aussagen der Lehrerinnen anhören. „Alle drei haben im Kern gesagt, dass sie die Vorwürfe der Geldzahlungen von Schülern bestätigen können”, versichert Putzke.
"An den Pranger gestellt"
Zudem hätten sie von einer Lehrerkonferenz am 16. Oktober 2008 berichtet. Damals soll unter „Verschiedenes” die Frage an die Schulleiterin gerichtet worden sein, ob sie Geld von einem Schüler bei dessen Fehlverhalten nehme. Dies sei - unter Verweis auf die Absprache mit dessen Eltern - bejaht worden. Auch hätten sie mitgeteilt, dass sie jüngst in einer Lehrerkonferenz von der Leiterin „an den Pranger gestellt” worden seien.
Wenige Tage nach dem Gespräch hätten die Lehrerinnen einen Brief an die Bezirksregierung geschickt. In dem Brief, der dem Juristen vorliegt, würden, so Putzke, „zahlreiche Fallbeispiele und Belege für die Erhebung von Strafgeld” im Unterricht aufgeführt. Der Brief liegt in Arnsberg vor. Wie auch Hinweise von Eltern, die sich über weitere Verhaltensweisen der Schulleiterin beklagen.
Über das Verhalten bei der Bezirksregierung zeigt sich Putzke verwundert: „Bei einem solchen Verfahren und solch deutlichen Hinweisen muss dringend ermittelt und müssen Zeugen gehört werden.” Laut Landesdisziplinargesetz sei hier das „Beschleunigungsprinzip” zu beachten. Allein, um zum Wohle aller schnellstmöglich eine Klärung zu erreichen. Sonst könnte der Eindruck entstehen, dass die Sachaufklärung nicht oberste Priorität habe, es vielmehr eine „Allianz zwischen Schulleiterin, Schulamt und Bezirksregierung gebe”, so Putzke.
Brief auf "postalischem Wege hängengeblieben"
Zuletzt war es zu Verfahrens-Verzögerungen gekommen, weil die Schulleiterin um eine mehrwöchige Fristverlängerung gebeten habe. Auch sei ein Brief aus Arnsberg, der ein Mitglied des Lehrerkollegiums zu einer Stellungnahme auffordert „auf postalischem Wege hängengeblieben”, heißt es bei der Bezirksregierung.
Bei den Stadteltern haben sich derweil Eltern gemeldet, die eine Verzögerung der Verfahren als unzumutbar empfinden. Werner Volmer, Vorsitzender der Stadteltern Grundschulen: „Solche Fristverlängerungen und Verzögerungen sind ein Unding.” Eltern hätten ihm mitgeteilt, dass ihre Kinder schon unter psychosomatischen Erscheinungen wie Schlaflosigkeit litten.
19:20
mit diesem kaffeetrinken kann ich mir irgendwie nicht so vorstellen. Die Beamten reisen doch nicht nach Dortmund, um Kaffee zu trinken.Und woher wollen Sie es wissen? waren sie dabei?!
also.... ich kann mir es auch nicht vorstellen, dass die Behörden das auf so leichten Schulter nehmen....
13:00
@#34
was wurde von den behörden geprüft? angeblich wurden keine unterlagen gesichtet und es wurde auch nicht mit zeugen gesprochen.
die mitarbeiter sind (ohne etwas zu unterstellen) in die schule gegangen, haben ne tasse kaffe mit frau könig getrunken und sind wieder gegangen.
wie im artikel steht....wollte das schulamt nichts von der angelegenheit wissen.
es streitet auch keiner ab das frau könig keine gute lehrerin ist, aber kann eine gute lehrerin nicht dennoch kriminell sein?
was wäre wenn frau könig ein mann wäre und es das hartnäckige gerücht gebe er würde sich an kinder vergreifen? wie gross wäre nun der aufschrei der eltern? wie gesagt..nur ein gerücht..erstmal!
12:23
keine behörden aktiv werden
so viel ich weiß waren alle vorherige Vorwürfe vom Bez.Regirung doch überprüft. Es war alles doch nur gelogen. Oder habe ich was falsches gelesen?
Arnsberg hat sich doch zugunsten der Schulleiterin geäußert! Da war doch nichts! Also ....
man soll doch die Frau ihren Job machen lassen. Sie macht es gut, ich lese hier Kinder sind zufrieden, freuen sich auf sie.... was wollen die Eltern denn noch?!
Wenn man die Geschichte der Schule liest, kann man doch die enorme Entwicklung der Schule seit ihre Amtszeit an dieser Schule nachfolziehen. Ich kann mir nur wirklich ältere Kolleginnen hinter dieser Sache vorstellen, die einfach den Schritt nicht halten können oder nicht wollen.
( Ich möchte dabei niemanden persönlich treffen und entschuldige mich schon vorab)
12:06
Zum Thema Schwierige Kinder kann ich nur soviel sagen: Es gibt in der Tat schwierige Kinder, die wirklich wirklich gut in Klassengemeinden integriert sind, besser auf jedem Fall, als wenn sie an den anderen Schulen wären. Das kann wirklich keiner abstreiten. Die pädagogische Leistungen der Schulleiterin sind auch in anderen Bereichen mehr als Präsent. Aber darum geht es hier offensichtlich nicht.
Zum Thema wie wollen sie als einzelne person gegen ihren arbeitgeber vorgehen? Es ist bestimmt wirklich nötig den Fall aufzuklären, zugensten aller Beteiligten. Aber auch eine Einzelperson kann etwas bewirken, sogar ohne sich zu verraten oder sich vor dem Chef bloss zu stellen. (da kann Herr Ring bestimmt einige §§ im Rechtsbüchern auch finden :-) ).
Ich finde es nur etwas zuspät, die Sachen nachtzugehen, die vor vier Jahren geschehen sind. Waren sie (drei Lehrerinnen) damals zu feige oder konnten sie sich früher nicht zusammen tun? Etwas stimmt bei dieser Geschichte einfach nicht.
Ich unterstelle dem ganzen Kollegium eine fehlende Kommunikation, ein fehlendes Vetrauen und Feigheit.
Mit tun die Kinder leid, die so eine Kommunikation und Kooperation vorgelebt bekommen.
10:16
wie sie sicherlich lesen können (siehe bericht oben) wurde dieses thema bei einer schulkonferenz schon mal besprochen.
desweiteren wie soll man vorgehn wenn vorgesetzte incl. schulamt nichts von der sache hören will?
wie wollen sie als einzelne person gegen ihren arbeitgeber vorgehen. sie schaden doch nur ihrer karriere, glauben wird ihnen doch eh niemand.
schauen sie sich doch mal die hetze gegen herrn wydra an! hätten sie das allein, mit einem schulkind bei frau könig durch gezogen?
dann sollten sie auch mal fogendes bedenken. frau könig nimmt schwierige schüler an ihrer schule auf, veranstaltet sogar abwerbeaktionen. diese schüler würden sonst normalerweise auf die sonderschule kommen. welche eltern hätten dies gerne? also wird mal lieber nix gesagt....man ist ja froh das es jemand gibt der sich so für die schwierigen kindern einsetzt.
etc.
und den rest..überlegene sie mal weiter.
machen sie einen aufstand gegen einen beamten?
auch komt es net zum ende des schuljahres. das thema ist schon einige monate bekannt. nur wenn keine behörden aktiv werden.......geht man halt an die öffentlichkeit damit. vollkommen legitim.
09:54
Ich kann es nicht verstehen, aus welchen Grunden diese Lehrerinnen die Schulleiterin an der Schule nicht mehr haben wollen ?
Die Geldzahlungen von Schülern gab es nicht, da bin ich überzeugt! Und wenn sie es gesehen haben, warum haben sie es nicht sofort gemeldet oder noch besser sofort gestoppt, Eltern, das betroffene Kind und die Schulleiterin darauf angesprochen? Warum kommt so etwas erst jetzt, zum Ende des Schuljahres? Sie wünschen sich nun mal eine andere Leitung und da kann der Skandal grade rechtzeitig. So sehe ich das. So etwas nennt man Mobbing. Gerade Lehrer wollen den Kindern in der Schule vermitteln, dass Mobbing falsch ist. Tolles Vorbild!
02:48
@needle
Ich weiß, dass 5-Jährige keine solch sinnlos gestotterten Kommentare verfassen würden.
Und ich weiß, dass freie Marktwirtschaft etwas ist, das man sich während seines Lebens aus Erfahrung heraus aneignet, aber nicht, weil übereifrige und überforderte Eltern dies schon in der Grundschule manifestieren wollen.
01:40
vaikl
wenn Du das als 5jähriger völlig verständnislos dich deiner eigenen Welt zuwendest ist das völlig Ok. Aber es gibt auch weniger Ich-Zentrierte Wesen ,die es in der freien Marktwirtschaft auch einfacher haben.
01:33
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01:11
PS, @needle
Ich stelle mir grade vor, dass man diesen lernen-ohne-angst-Erwachsenen-Hirnfick in echt lebenden Einschülern vorliest und wie sie einen danach völlig verständnislos nickend verlassen und sich lieber ihrer Welt zuwenden. Mag ja aus Pädagogen-Sicht supi modern und hyper-kümmernd sein, aber mit der Erfahrungswelt von 5-Jährigen hat das genauso viel zu tun, wie Fernsehwerbung mit der Realität.