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Kolumne des Schauspiels

Dramaturg Alexander Klein über Tischtennis und Komödien

19.02.2013 | 18:01 Uhr
Alexander Kerlin ist Dramaturg beim Schauspiel Dortmund.
Alexander Kerlin ist Dramaturg beim Schauspiel Dortmund.Foto: Schauspiel

Dortmund.  Alle 14 Tage erlaubt die Kolumne "Sterntagebuch" einen ganz besonderen Blick hinter die Kulissen des Dortmunder Schauspiels. Hier stellen die Beteiligten selbst ihre Sicht der Dinge vor. Heute: Dramaturg Alexander Kerlin über das neue Erholungsprogramm des Schauspiels: Tischtennis.

Fitnessstudio neben dem Konferenzsaal, Minigolfanlage auf dem Dach, Sauna im Untergeschoss: Hippe Betriebe mit Selbstbewusstsein bieten ihren Mitarbeitern heute das volle Erholungsprogramm für die Pausen: Zufriedenheit steigern, Kommunikation fördern, Krankenstand minimieren.
Bei uns steht auf Probebühne 3 seit kurzem eine gebrauchte Tischtennisplatte. Die Umwälzungen im Sozialen sind gewaltig. Man steht nun nicht mehr vor Kälte zitternd beim Pausen-Zigarettchen, sondern hechtet im Zehner-Kollektiv der Freude bringenden weißen Kugel hinterher.

Noch nach Feierabend finden sich Mitglieder aller Abteilungen, die dem guten alten Spiel des "Rundlaufs" frönen: Anstellen, schmettern, um die Platte sprinten - mit dem einzigen Ziel, den Ball zurück zu schlagen.

Besser als das Leben
Rundlauf ist wie das Leben, sagt der Pessimist: Alles rennt im Kreis und bemüht sich, keine Fehler zu machen - dennoch muss man sich immer wieder hinten anstellen, und ins Endspiel kommen eh nur zwei. Rundlauf ist besser als das Leben, sagt der Optimist: Man hat drei Chancen, bevor man rausfliegt, und am Ende geht’s mit vollem Konto von vorne los.
Tischtennis, verrät uns Wikipedia, ist der schnellste Rückschlagsport der Welt. Stolz blickt man zurück auf eine bewegte Geschichte bis ins 19. Jahrhundert. Da spielte man auf Küchentischen mit Büchern oder Bratpfannen und nannte den Familienspaß "Whiff Whaff", "Flim Flam" oder eben "Ping Pong". Whiff Whaff?
Rückschlagsport? Whiff Whaff? Was für 1A-Begriffe, wenn man über die Kunst der Komödie sprechen möchte! Denn was für den Wettstreit auf der grünen Platte gilt, gilt erst recht für den Kampf der Schauspieler auf dem doppelten Boden des gehobenen Amüsements:
Je schneller der Angriff, je gewiefter der Spin, desto überraschender musst du kontern. Für alle Freunde des Sports und der Komödie: Die wahnwitzigsten Ballwechsel Dortmunds gibt’s derzeit wohl bei uns: in "Arsen und Spitzenhäubchen"! Rein ins Theater, Hipster der Stadt: Zufriedenheit steigern, Kommunikation fördern, Krankenstand minimieren!

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Dramaturg Alexander Klein über Tischtennis und Komödien
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http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/dramaturg-alexander-klein-ueber-tischtennis-und-komoedien-id7637744.html
2013-02-19 18:01
Dortmund