Drängelei auf Autobahn kostet 3000 Euro Strafe
15.02.2010 | 15:32 Uhr 2010-02-15T15:32:00+0100Dormund. Ein BMW-Fahrer (27), der einen anderen Fahrer auf der Autobahn erst mit Lichthupe bedrängt und dann rüde ausgebremst hat, muss 3000 Euro Geldstrafe zahlen. Zudem ist sein Führerschein für weitere zwei Jahre gesperrt. So lautete ein Urteil im Dortmunder Amtsgericht.
Höflichkeit und Rücksichtnahme scheinen für den jungen Mann Fremdwörter zu sein - zumindest am Steuer. Mit gerade mal 27 Jahren hat er bereits zwei Eintragungen wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und Nötigung auf dem Konto. Auch am 29. Juni 2009 benahm er sich auf der Autobahn A 45, der „Sauerlandlinie” nach allen Regeln der Kunst daneben - und landete ein weiteres Mal vor Gericht.
Familienvater verhinderte mit Mühe einen Unfall
Am Westhofener Kreuz ließ er erst die Lichthupe aufblitzen, um seinen Vordermann wegzuscheuchen. Weil der nicht sofort Platz machte, setzte sich der Angeklagte mit seinem BMW dermaßen dicht vor dessen Wagen, dass dessen Fahrer - ein Familienvater mit drei Verwandten im Auto - einen Unfall nur durch Vollbremsung verhindern konnte. Und alles ohne Führerschein...
Angeklagter sah sein Unrecht nicht ein
Wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, Nötigung und Fahrens ohne Fahrerlaubnis muss der Verkehrsrowdy jetzt 3000 Euro Geldstrafe zahlen. Zudem darf er sich in frühestens zwei Jahren um eine neue Fahrerlaubnis kümmern. „So etwas kann ganz schlimm ausgehen”, redete Amtsrichter Dirk Brahm dem 27-Jährigen ins Gewissen. Vorangegangen war der ganzen Aktion übrigens ein Überholmanöver des anderen Autofahrers - und das ging entschieden gegen die Ehre des Angeklagten.
"Die Lichthupe nur als Warnung eingesetzt"
Sein Unrecht einzusehen, sich gar zu entschuldigen, dazu war er vor Gericht nicht im Mindesten bereit. Durch seinen Anwalt ließ er verkünden, die Lichthupe lediglich als „Warnung” eingesetzt haben. Und natürlich habe er bremsen müssen - es sei ja schließlich viel Verkehr unterwegs gewesen. Originell auch die Aussage seines Kölner Anwaltes zu dem „Vogel”, den sein Mandant dem anderen Autofahrer beim Vorbeifahren gezeigt hatte: „Das war doch nur ein etwas provokanter Gruß.”
Der Vertreter der Staatsanwaltschaft hatte eine Bewährungsstrafe von sechs Monaten und Zahlung von 1000 Euro Geldbuße gefordert.
09:45
> und das ging entschieden gegen die Ehre
> des Angeklagten.
Aha, ein neuartiger Deutscher!?
17:14
Im Urteil fehlen noch 500 Sozialstunden in einem Unfallkrankenhaus!
Mal sehen, ob dieser Kommentar nun auch gelöscht wird?!
16:33
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22:17
Mindestens 10 jahre Führerschein weg und anschließend mit KM-Begrenzung 25 Km/h fahren dürfen.
Geldstrafe 4mal so hoch wäre gerade mal angemessen zzgl. Freiheitsstrafe auf Bewährung.
Zu komisch nur, dass es täglich viele von diesen Kleingeistern gibt, die unbehelligt ihr unwesen treiben. Leider sehen es unsere Ortnungshüter nicht, weil diese nicht immer da sein können, um solchen Rasern das Handwerk zu legen.
20:45
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16:55
Ich mochte diesem Menschen nicht in Schutz nehmen,aber haltet euch doch alle mal das Rechtsfahrgebot ... was ich alles auf Autobahnen sehe ist nicht schön. in 2Km kommt ein LKW da fahre ich doch lieber in der Mitte mit 110 Kmh und bremse alle aus. Das sind die Leute die die Staus VERUSACHEN, wenn man angst hat kauf euch doch ein BUS Ticket.Fahre über 100000Km im Jahr habe ins 20lahren noch kein Unfall gehabt. Dieser Mensch gehört natürlich weg von den Straßen in NRW und Umgebung.
15:36
So etwas ist kein Einzelfall. Das erlebt man täglich auf der Autobahn. Der Geschädigte hatte noch Glück, dass er drei Zeugen dabei hatte. Als Alleinfahrer kann man den arroganten Rasern meistens nichts nachweisen, wenn die alles abstreiten.
10:32
Ich bin ja dafür, dass man eine Strafe einführt, dass solche Täter, nachdem sie dann irgendwann ihren Führerschein zurückerhalten, nur noch Fahrzeuge mit wenig PS oder Hubraum fahren dürfen. Dann vergeht denen ebenfalls der Spaß am Rasen.
07:51
Wenn ich das richtig lese, ist hier ein wirklich Unbelehrbarer erneut erwischt worden. Warum bekommt der dann nur eine Geldstrafe? Warum nimmt der Richter an, dass dieser Mensch sich jetzt NICHT wieder gleich ins Auto setzt, oder zumindest in ein paar Wochen wieder, wenn das erste Gras über die Sache gewachsen ist? Und dann wieder allen zeigt, wer der Chekker auf der Strasse ist?
Eingesperrt gehört so jemand, und wenns nur ein paar Monate wären. Des Lerneffekts wegen...
03:50
Wie blöde muss der sein. Wenn ich schon ohne Führerschein fahre, versuche ich doch, auf gar keinen Fall aufzufallen. So wie der nach Sanktionen schreit, müsste er mal einem Psychiater vorgeführt werden. Vermutlich würde er wegen mangelnder geistiger und sittlicher Reife lebenslang für den Führerschein gesperrt.