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Drabig bleibt SPD-Chef in Dortmund

07.02.2010 | 11:29 Uhr
Drabig bleibt SPD-Chef in Dortmund

Dortmund. Die Dortmunder SPD will künftig verstärkt auf externen Sachverstand setzen und sich nach außen weiter öffnen. Bei aller geäußerten Kritik präsentierten sich die Genossen auf ihrem Parteitag demonstrativ geschlossen und wählten Franz-Josef Drabig mit 72,2 Prozent erneut zum Vorsitzenden.

Drabig erhielt bei dem zweitägigen Parteitag 195 von 270 gültigen Stimmen, Gegenkandidat Hartmut Peinemann erhielt 35 Stimmen.

Zoff mit Blick auf alte innerparteiliche Querelen? Streit über schlechte Wahlergebnisse? Fehlanzeige am Samstag im Hacheneyer Berufsförderungswerk. Sicher, es gab Kritik an der Spitze, es gab auch Selbstkritik der Spitze, aber alle wollten deutlich machen, dass sie die Zeichen der Zeit erkannt haben und die Zeiten der Nabelschau vorbei sein müssen.

Erster Gesprächspartner der Bürger?

„Sind wir noch erster Gesprächspartner der Bürger? Diese Frage müssen wir uns stellen“, rief Franz-Josef Drabig in den Saal. Die Dortmunder SPD will es jedenfalls wieder werden. Bis zu einem Parteitag 2011 gibt sie sich Zeit, notwendige Diskussionen anzustoßen, intern offener zu debattieren, Interessierte, aber Parteilose für die Mitarbeit zu gewinnen. Eine Wertediskussion soll im Mittelpunkt stehen, die Verteilungsfrage und - vor allem – das Thema soziale Gerechtigkeit. Drabig: „Wir stehen für soziale Gerechtigkeit, die anderen für den Ellenbogen.“

Offensiv sollen in den kommenden Wochen Fehlleistungen der Landesregierung thematisiert werden. Drabig: „Wir müssen deutlich machen, was sie den Bürger kosten.“ Für Dortmund gibt es eine Absage an jedwede Koalition. Die Grünen wurden wegen des Bruchs des Bündnisses scharf angegangen, die CDU kaum erwähnt. Eine Koalition mit einer Partei, die in Land und Bund Politik gegen die Menschen mache, sei in Dortmund nicht möglich, sagte Drabig.

Man wolle eine Koalition für Dortmund, eine Allianz mit den Menschen, so auch Ullrich Sierau. Themenbezogene Bündnisse seien angesagt, offen für alle.

Frank Bußmann

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