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Rückrufaktion

Dortmunds VW-Händler erwartet Nachrüstung von tausenden Autos

01.01.2016 | 11:48 Uhr
Dortmunds VW-Händler erwartet Nachrüstung von tausenden Autos
Ein KFZ-Servicetechniker steht mit einem Auslesegerät vor einem vom Abgas-Skandal betroffenen VW. Archivfoto: Julian Stratenschulte

Dortmund.  Im neuen Jahr kommt einiges auf Dortmunds VW-Händler zu: Ab Ende Januar sollen auch im Ruhrgebiet tausende Volkswagen in die Werkstätten rollen. Im Zusammenhang mit der Abgas-Affäre will der Konzern dann seine deutschlandweite Rückrufaktion starten. Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Auch in Dortmund kommt auf die VW-Händler wegen der Rückrufaktion aufgrund gefalschter Abgaswerte einiges zu.

Was genau hat VW vor?

Als Konsequenz aus der Affäre um die Abgasmanipulation will VW ab Ende Januar 2016 deutschlandweit betroffene Fahrzeuge nachbessern lassen. Dies soll in Werkstätten der örtlichen Partner des Konzerns passieren.

Wer ist davon betroffen?

Betroffen sind Fahrzeuge mit einem Dieselmotor der Baureihe EA189. Die Maßnahmen sollen an Motoren mit 1,2 Liter, 1,6 Liter und 2,0 Liter Hubraum durchgeführt werden. Laut Kraftfahrtbundesamt sollen deutschlandweit 2,4 Millionen Autos in die Werkstätten gerufen werden. VW-Fahrer können anhand der Fahrzeugidentifikationsnummer prüfen, ob auch ihr Wagen dazugehört. Dazu hat Volkswagen eine Internetseite bereitgestellt: info.volkswagen.de

Wann werden Kunden informiert?

Die Kunden werden in den kommenden Wochen vom Autohersteller per Post informiert, sobald das Kraftfahrtbundesamt die Adressen zur Verfügung gestellt hat. VW will die Fahrzeuge dann in mehreren Wellen verteilt über das Jahr 2016 in die Werkstätten der lokalen Partner bitten.

Was sagen die örtlichen Händler?

Die VW-Händler Autowelt Schmidt und Autohaus Hülpert in Dortmund blicken optimistisch auf die bevorstehende Arbeit. Schmidt rechnet damit, mehr als 5.000 Autos aus Dortmund und den umliegenden Städten nachbessern zu müssen. Hülpert nannte keine Prognose. Beide sind personell gut aufgestellt und zuversichtlich, die vielen Reparaturen ohne größere Schwierigkeiten zu leisten. "Im Verhältnis zu den Arbeitsstunden, die wir sonst haben, ist das kein großer zusätzlicher Aufwand", sagt Eric Schmidt, Inhaber des gleichnamigen Autohauses. Auch Andreas Ivens, Serviceleiter der Hülpert-Gruppe ist zuversichtlich, vor allem angesichts der Tatsache, dass die Reparaturen sich über das gesamte Jahr verteilen sollen.

Was wird in der Werkstatt gemacht?

Bei den 1,2-Liter und 2,0-Liter-Motoren wird ein Software-Update aufgespielt, welches gewährleisten soll, dass die Abgaswerte nicht mehr manipuliert werden. Diese Arbeit soll laut VW etwa eine halbe Stunde in Anspruch nehmen. Etwas länger dauern die technischen Maßnahmen bei den1,6-Liter-Motoren. Hier wird zusätzlich zum Software-Update ein Strömungsgleichrichter eingebaut. Den Kunden sollen dabei keine Kosten entstehen. Ersatzfahrzeuge werden gegebenenfalls zur Verfügung gestellt, wie VW ankündigte.

Felix Flaig

Kommentare
02.01.2016
15:22
Dortmunds VW-Händler erwartet Nachrüstung von tausenden Autos
von Bliebert | #2

Da sich die Händler die Arbeitsstunden wie bei Garantiereparaturen auch, von VW bezahlen lassen, dürften die Nachbesserungen die Händler sicher nicht...
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2016-01-01 11:48
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