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Dortmunds Polizei erleichtert über friedlichen Mai-Feiertag

01.05.2010 | 13:44 Uhr
Dortmunds Polizei erleichtert über friedlichen Mai-Feiertag

Dortmund. Erleichtert blickte Dortmunds Polizei auf eine friedliche Bilanz des veranstaltungsreichen Mai-Feiertages. Sowohl die Mayday (23.000 Besucher), der Ruinen-Rock (10.000) und die DGB-Maikundgebung (2000) liefen wie die Demos fast störungsfrei. Keine Probleme gab es beim BVB-Spiel (80.300).

Viele Menschen, wenig Problemfälle: Dortmunds Polizeipressesprechern war die Entspannung im Gespräch anzumerken. "Angesichts der Vielzahl von Menschen ist es doch ruhig geblieben", sagten Cornelia Weigandt, Peter Schulz und Manfred Radecke stellvertretend für etwa tausend Kollegen, die rund um den 1. Mai in Dortmund im Einsatz sind. "Es geht ans Limit”, hatte Polizeipräsident Hans Schulze im Vorfeld prognostiziert. Tatsächlich sollten mehrere tausend Menschen an den politischen Demonstrationen teilnehmen.

"Viele Besucher sind zu den Veranstaltungen tatsächliche mit öffentlichen Verkehrsmitteln angereist", sagte Schulz. Dies hatte die Polizei im Vorfeld geraten. Die hatte sich auf das veranstaltungsreiche Wochenende und nach den 1.-Mai-Krawallen im letzten Jahr speziell vorbereitet. „Wir haben viele Kräfte im Einsatz, davon viele geschlossene Einheiten”, hatte der Leitende Polizeidirektor Dieter Keil angekündigt.

Verkehrsbehinderungen

Auch die Verkehrsbehinderungen lösten sich zeitnah auf. Während der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) nach seinem Marsch durch Dortmund im Westfalenpark seinen Familientag feierte, fieberten quasi nebenan die Borussia und ihre knapp 80.300 Zuschauer beim letzten Saisonheimspiel gegen den VfL Wolfsburg dem Bundesligafinale entgegen. Nicht ganz so erfolgreich wie gewünscht.

"Normales" Polizeiaufkommen

Am Samstag versammelten sich bis 11 Uhr etwa 2000 Teilnehmer zur DGB-Kundgebung (die IG Metall zählte 100 Mitglieder) vor dem Theater auf dem Platz der alten Synagoge. Über den Wall zog die Gruppe mit polizeilicher Begleitung über die B54 Richtung Westfalenpark zum Familienfest. "Das Polizeiaufkommen war normal", schilderten unsere Mitarbeiter vor Ort den Marsch. Weit und breit keine Spur von rechtsradikalen Überraschungsangriffen, wie es 2009 der Fall war.

Beim Familienfest sprach dann unter dem Sonnensegel im Westfalenpark neben der DGB-Regions-Vorsitzenden Jutta Reiter auch die stellvertretende Bundesvorsitzende Ursula Engelen-Kefer. Sie bezog sich auf die weltweite Finanzkrise und die aktuelle Griechenland-Misere. "Die Bundesregierung hat beim Krisenmanagement versagt", beklagte die Gewerkschafterin. Es sei "unerträglich", dass Finanzspekulanten und Kreditinstitute mit der Not von Menschen Riesengewinne machten, während der Steuerzahler gleich zweimal die Zeche zu zahlen habe. Beim bunten Fest der Sildarität betonte auch Jutta Reiter die Haushaltsnot der Kommunen. "Den Städten steht das Wasser bis zum Hals, und das haben offenbar nur die Kommunalpolitker begriffen", sagte die DGB-Chefin Dortmund/Hellweg. Auch die Arbeitsmarktpolitik sei nicht verlässlich. Derweil genossen viele das sonnige Wetter und das bunte Rahmenprogramm.

Kleinere Drogen- und Alkoholdelikte bei Mayday

Auch die Mayday in den Westfalenhallen verlief weitgehend unproblematisch. Vier Anzeigen wegen Körperverletzung musste die Polizei im Laufe der Nacht von Freitag auf Samstag schreiben. Kleinere Missbrauchsfälle und Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz überraschten nicht wirklich. Nach 135 Fahrzeugkontrollen gab es vier Blutproben wegen Drogen und Alkohols. Bei einer Widerstandshandlung wurden eine Polizeibeamtin und der Beschuldigte leicht verletzt.

Ohne besondere Vorkommnisse lief auch die Euromayday Ruhr: Ca. 450 Leute feierten am Nachmittag eine entspannte Party. Sie gingen vom Nordausgang des Hauptbahnhofs zum Nordmarkt. Die alternative Demo ab 15 Uhr mit DJs und Live-Künstlern zog ohne Zwischenfälle durch die Nordstadt und versteht sich als Gegenpol zu Naziaktivitäten in Dortmund.

Bilanz vom Roten Kreuz

Das Deutsche Rote Kreuz hatte bei der Mayday mehr als 170 ehrenamtliche Sanitäter, Rettungssanitäter, Rettungsassistenten und drei Notärzte im Einsatz. Sie betreutenmehr als 250 Patienten, führten zwölf  Transporte in Dortmunder Krankenhäuser und 25 psychosozialen Betreuungsmaßnahmen durch. Aber: Die Anzahl der sanitäts- und rettungsdienstlichen Einsätze lag im üblichen Bereich für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte.

"Die Nacht war lang und anstrengend", hieß es in einer Erklärung. Europas größte Indoor-Party, die „Mayday 2010“, hielt die Einsatzkräfte der Dortmunder Hilfsorganisationen Deutsches Rotes Kreuz, Malteser Hilfsdienst und Arbeiter-Samariter-Bund in Atem. 15 Stunden wurde in den Westfalenhallen getanzt und gefeiert. 15 Stunden Tanz in den Mai bedeutete für die ehrenamtliche Helfer der Dortmunder Hilfsorganisationen 20 Stunden aktiver Einsatz (mit Vor- und Nachbereitungen).

Die DRK-Einsatzleiter Thorsten Barlog und Michael Elshoff waren mit der Leistung der Einsatzkräfte sehr zufrieden. „Die Einsatzkräfte waren jederzeit Herr der Lage, so dass jeder Notfallpatient zeitnah versorgt werden konnte. Die umfangreichen Vorplanungen an Personal und Material haben sich ausgezahlt."

Rock in den Ruinen

Mehr als 10.000 Musikfans feierten in der Syburg das Festival Rock in den Ruinen. Bei Jugendschutzkontrollen erwischte die Polizei fünf alkoholisierte Minderjährige. Zwei JUgendliche waren wegen Trunkenheit derart hilflos, dass sie in Gewahrsam genommen wurden und von Eltern abgeholt werden mussten. Nach Ende des Festivals gab es mit 23 Besuchern kleinere Auseinandersetzungen, sodass die Polizei vier Anzeigen schrieb.

Etwas Aufregung kam kurzzeitig beim Ruinen-Rock: An einem Abhang der rutschte ein Jugendlicher beim Klettern aus, stürzte ein paar Meter tief, verletzte sich aber nur leicht. Kein Vergleich zur schweren Verletzung eines Besuchers im Jahr 2008.

De Krankenhäuser hatten nachts beim Tanz in den Mai gut zu tun. Mehrere Dutzend Alkoholisierte und Drogenkonsumenten kamen in die Städtischen Kliniken Mitte und Nord.

Polizeidirektor Peter Andres, Einsatzleiter der Dortmunder Polizei an diesem Wochenede: " Dank der polizeilichen Einsatzkonzeption, mit dem entsprechenden Personaleinsatz und dem Engagement meiner Kolleginnen-und Kollegen waren wir erfolgreich. Unser Ziel war es sicher zu stellen, dass die Menschen in dieser Stadt ihre Grundrechte auf Versammlungs- und Demonstrationsfreiheit störungsfrei ausüben können. Dieses Ziel wurde erreicht", meinte Andres bilanziernd. "Mein besonderer Dank gilt allen anderen Organisationen, die durch ihre enge Zusammenarbeit mit der Polizei zum Gesamtergebnis beigetragen haben."

Steffen Gerber

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Kommentare
02.05.2010
19:38
Dortmunds Polizei erleichtert über ruhigen Mai-Feiertag
von Takko | #7

Liebe WR wie kann man schreiben es gab keine probleme beim BVB Spiel , die Polizei meldet anderes
POL-DO: Fußballspiel zwischen Borussia Dortmund II - VFL Wolfsburg
Dortmund, Signal-Iduna-Park (ots) - Lfd. Nr.: 0498

Die Begegnung wurde im Dortmunder Signal Iduna Park vor insgesamt 80.300 Zuschauern ausgetragen und endete mit einem 1:1 Unentschieden. Es reisten 2.400 Zuschauer aus Wolfsburg an.

Es kam zu mehreren Körperverletzungsdelikten, wobei zwei Polizeibeamte durch das Zünden von Pyrotechnik verletzt wurden. Eine Beamtin erlitt Verbrennungen und war nicht mehr dienstfähig.

Es kam zu insgesamt 24 freiheitsentziehenden Maßnahmen.

02.05.2010
17:23
Dortmunds Polizei erleichtert über ruhigen Mai-Feiertag
von Schincke | #6

Klar das Volk ist vernüftig, ohne Gewalt,

dafür machen Sie am 9. Mai 2010

das Kreuz an die richtige Stelle !
.
Gegen Gewalt und den Krieg in Afghanistan !
.
Das Gewaltmomopol ist beim Staat !
.

02.05.2010
16:48
Dortmunds Polizei erleichtert über ruhigen Mai-Feiertag
von Takko | #5

Liebe WR wieder eine faischmeldung das Bundesligaspiel bereitete keine probleme laut do91,2 ganz anders
Beim Heimspiel von Borussia Dortmund gegen Wolfsburg setzte die Polizei 24 Fans fest, meist wegen Körperverletzungsdelikten. Zwei Beamte wurden durch Pyrotechnik verletzt, eine Polizistin erlitt so schwere Verbrennungen, dass sie nicht mehr dienstfähig war. Das erwartete Chaos auf dem Straßen blieb dagegen aus, meldete die Polizei.

02.05.2010
15:51
Dortmunds Polizei erleichtert über ruhigen Mai-Feiertag
von nord | #4

euromayday ruhr versteht sich als Gegenpol zu Naziaktivitäten ? *******, wie soll ich euch eigentlich irgendwas glauben, wenn ihr über städtische Politik schreibt, wenn man immer wieder feststellt, dass ihr offenbar 0 Wert auf Recherche legt. Habt ihr die 450 Punkt 15 Uhr am Hauptbahnhof gezählt ? Die halbe Nordstadt, einschließlich mir, ist spontan mitgegangen, als die am Haus vorbei kamen. Da sah ich mindestens 800 Leute.

01.05.2010
20:58
Dortmunds Polizei erleichtert über friedlichen Mai-Feiertag
von bulldogg | #3

@ KlausNRW mal wieder übliches Dünnschisspalaver!! Ich könnt mich tot lachen!!! Glückwunsch, wie erwartet ist es dir gelungen.

01.05.2010
19:50
Blockierter Kommentar.
von KlausNRW | #2

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

01.05.2010
14:49
Dortmunds Polizei erleichtert über ruhigen Mai-Feiertag
von Sa.Tirik | #1

Man soll den Morgen nicht vor dem Abend loben.
Altes Sprichwort.

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