Dortmunds Grüne wollen Sitzblockade bei Nazi-Demo 2012 ausweiten
07.09.2011 | 10:07 Uhr 2011-09-07T10:07:05+0200
Dortmund.Kein Zweifel – die Sitzblockade auf der Schützenstraße am Samstag war ein Erfolg, der Nazi-Umzug wurde umgeleitet. Darauf wollen Dortmunds Grüne jetzt aufbauen: Am Antikriegstag 2012 soll es eine noch größere Blockade geben.
Die Grünen sehen die Blockade der Schützenstraße durch bürgerliche Teilnehmer als Erfolg im Protest gegen die Nazi-Demo zum Antikriegstag 2012 in Dortmund . Im nächsten Jahr wollen sie eine noch größere friedliche Blockade auf die Beine stellen.
Die Kritik des Fraktionsvorsitzenden Mario Krüger richtet sich in drei Punkten gegen den Polizeipräsidenten. Es sei „hanebüchen“, dass Hans Schulze den Aufruf zur friedlichen Sitzblockade als Wegbereiter für gewaltbereite Linksautonome ansehe. „Unverständlich“ sei, dass das Fest in Dorstfeld ohne polizeilichen Schutz abgelaufen sei, was erst den Aufmarsch Rechtsradikaler dort ermöglicht habe. Als „unverhältnismäßig“ bezeichnet Krüger die Härte beim Räumen der Blockade durch 80 linke Aktivisten an der Westerbleichstraße.
In ihrem Ausblick auf das nächste Jahr drückte Sprecherin Ingrid Reuter ihre Absicht aus, „diese Protestform weiterzuführen und auszuweiten“. Viele Leute hätten inzwischen „den Mut gewonnen sich anzuschließen“. Reuter weiter: „Die Bereitschaft der Bürger, etwas gegen Rechts zu unternehmen, ist gewachsen“.
„Tausende können Nazi-Aufmarsch verhindern“
Die Hoffnung der Grünen: „Wenn 150 Menschen friedlich und konsequent eine andere Route der Nazis erzwingen können, dann können tausende friedliche Dortmunder, die sich dieses Mal nur außerhalb der abgesperrten Zonen versammeln durften, mit einer wirklich großen und friedlichen Blockade einen neuen Naziaufmarsch unterbinden.“
Die Grünen konnten sich einen Seitenhieb gegen Ullrich Sierau, der sich zuvor vollmundig für die Blockade ausgesprochen hatte, nicht verkneifen: „Es wäre nett gewesen, wenn der OB die Blockade besucht hätte.“
Die Grünen erwarten von einem zukünftigen Polizeipräsidenten, dass er seinen Ermessensspielraum beim Erlauben von friedlichen Demons-trationen ausschöpft. Eine Route, die das Leben eines ganzen Stadtteils einen ganzen Tag lang zum Erliegen bringt, sei nicht hinnehmbar.
11:13
@64
So so - Geschichtsverleugner? Vielleicht hilft da ja der Polizeibericht vom 3.9.2011 der beim Aufmarsch rechts keine Vorkommnisse verzeichnete und es sind auch keine Stzrafverfahren (§ 86 a StGB) wegen des Zeigens oder Verwendens verfassungsfeindlicher Symbole oder (§ 130 StGB) wegen des Rufens volksverhetzender Sprüche anhängig. Wollen Sie das etwa leugnen?
Das die Polizei mittlerweile gegen linke Randalierer vom 3.9.2011 auch wegen des Tatvorwurfes von versuchten Tötungsdelikten gegen Polizeibeamte strafrechtlich ermittelt, das wollen Sie doch wohl auch nicht leugnen - oder?
10:17
@62: Auf Ihrer Demo war ich bestimmt nicht. Ich habe auch keine Lust mit Ihnen zu diskutieren, da wird mir schon bei Ihrem Namenskürzel AH... schlecht. Und ob etwas den Tatsachen entspricht, lass ich mir bestimmt nicht von irgendwelchen Geschichtsverleugnern erklären, also, ab in die braune Tonne...
09:50
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18:39
@59
Ja es waren 960 braune Irre die dazu aus ganz Deutschland und teilweise aus dem europäischen Ausland herangekarrt werden mussten, damit es wenigstens zur Füllung einer Kleinstraße reicht.
Was micht stört und darum kann ich auch den Ärger einiger Gegendemonstranten verstehen, ohne das ich die Gewalt befürworte: Die Hohlbirnen nutzen verfassungsfeindliche Symbole, grölen unter Strafe gestellte Parolen und werden dann eben nicht von der Polizei aus dem Zug der Doofen herausgeholt und dafür angezeigt. Einige der Vollpfosten lassen sich die Symbole ja noch auf ihre stiernackigen, bierbäuchigen Hohlkörper auftätowieren. Die Konsequenz wäre dann, festnehmen, verurteilen, ab in den Knast, wenn sie wieder rauskommen, gleiches Spiel von vorn. Das Schlimmste ist, der Staat läßt sich von den dümmsten seiner Gegner verarschen und das ist wirklich nur schwer zu verstehen.
10:30
Nationale Bewegung? Zuspruch? Die Demokraten, die ich kenne, wenden sich gegen die Neofaschisten, weil sie zwar sehr wenige sind, aber mit viel krimineller Energie leider eine ganze Menge Schaden anrichten. Mord, Totschlag, Körperverletzung und Sachbeschädigung.
10:22
Bin dann auch wieder dabei.
Aber ehrlich......ich hoffe 2012 fällt diese braune Dumpfbackenparty aus.
09:30
@58
Die Polizei hat bis zum geplanten Start der Demonstration exakt 763 Teilnehmer gezählt. Dazu kommen 87 bis zum tatsächlichen Start der Demo nachträglich Eingetroffene sowie ca. 50 Teilnehmer, die zuvor an der Uhlandstrasse eine Stand-Kundgebung abgehalten hatten und ca. 60 Aktivisten, die bereits in der Nordstadt waren und sich eingereiht haben. Macht zusammen ca 960 Personen.
Und - Zuspruch aus der Bevölkerung - versuchen Sie doch mal die Inversion: Warum wohl ergehen sich die Demokraten so intensiv und breit angelegt gegen die nationale Bewegung? Klar - weil die unbedeutend ist und keinerlei Zuspruch oder gar Wachstum erfährt - Muhahahaha
Und - ja, den ein oder anderen Polizisten könnte man schon dazu zählen - warum wohl?
09:00
@ AHoeh
960? Da müssen sie aber an einer anderen Veranstaltung teilgenommen haben. In Dortmund wurden von der Polizei laut deren Angeben 763 handgezählte Personen teilgenommen. Das ist der Nachteil an Käfighaltung. Es bleibt kein Raum für eure verdrehten Zahlen. Oder zählen sie die Polizisten an der Seite etwa mit?
Extrem viel Zuspruch aus der Bevölkerung? LOL
Wo? In einem abgesperrten Stadtviertel? JA, die Menschen haben sich echt über euch gefreut LOL
Auf der Saarlandstraße? LOL
Auf euren peinlichen Kundgegbungen und Flugblattaktionen? LOL LOL LOL
07:24
Wenn Nazis Zuspruch aus der Bevölkerung erhalten - was ich in einigen Fällen argloser oder auch besonders verkommener Zeitgenossen gar nicht ausschließen möchte -, dann spricht das m. E. nicht für die Faschisten und ihre Ideen, sondern gegen diejenigen, die ihnen zustimmen.
Man muss indessen nur einmal etwas genauer hinsehen, um festzustellen, dass sich hinter den politischen Vorstellungen der Faschisten lediglich Antisemitismus, Rassismus und Revanchismus verbergen, die sich psychologisch meist auf die verzweifelte Suche nach Identität und Solidarität und auf den ungestillten Hunger nach väterlicher Anerkennung zurückführen lassen.
Sollte sich diese Psychose, sollte sich dieser Ungeist jemals wieder ausbreiten, sollte es jemals wieder zum Showdown kommen, würde ich, so man mich noch lässt, dieses Land verlassen und erst als Angehöriger von Invasionstruppen zurückkommen.
00:36
@ #55
Es ist doch wohl eindeutig nachvollziehbar, dass gerade ältere Menschen eine Demokratie ablehnen, in der Ihre braunen Volksverhetzer immer noch ungestraft marschieren dürfen.